Vitamin B12 Präparate

 

Vitamin B12 Präparate

Vitamin B12 Präparate: Welcher Wirkstoff? Dosierung und Darreichungsform. Vitamin B12-Tabletten oder -Spritze? Hochdosiertes Vitamin B12 und Tagesbedarf.

Inhalt

  • Wie sieht ein ideales Vitamin-B12-Präparat aus? Worauf muss man achten?
  • Was ist der beste Wirkstoff?
  • Wie ist die richtige Dosierung von B12-Präparaten?
  • Welche Zusatzstoffe sind enthalten? Sind sie vegan?
  • Tabletten, Tropfen oder Kapseln?

Vitamin B12 Präparate: Eine reiche Auswahl

Wo die Ernährung keine zuverlässige Versorgung mit Vitamin B12 sicherstellen kann – etwa bei veganer Ernährung oder aufgrund einer Aufnahmestörung – ist eine Supplementierung von Vitamin B12 über entsprechende Präparate sinnvoll.

Der Markt ist allerdings recht unübersichtlich, so dass es Sinn macht, sich vor dem Kauf eines Präparates eingehend über die Unterschiede zu informieren. Der vorliegende Artikel soll einen umfassenden Überblick geben und die wichtigsten Informationen vermitteln, die zur Auswahl des passenden Vitamin-B12-Präparats nötig sind.

Einen ausführlichen Vergleich mit Bewertung der gängigsten Vitamin-B12-Präparate haben wir im Artikel Vitamin-B12-Präparate im Test angestellt.

Vitamin-B12-Präparate: So unterscheiden sie sich

Die verschiedenen Vitamin-B12-Präparate unterscheiden sich vor allem in folgenden vier Punkten:

1. Der Wirkstoff
Vitamin B12 kann in mehreren Vitamin-B12-Formen vorliegen, die für den Körper unterschiedlich gut zu verwerten sind, und bestimmte Vor- und Nachteile haben (siehe unten). Die bekanntesten Formen sind: Methylcobalamin, Hydroxocobalamin, Adenosylcobalamin und Cyanocobalamin.

Darauf ist zu achten: Möglichst die natürlichen Formen Hydroxocobalamin, Adenosylcobalamin und Methlycobalamin verwenden – idealerweise in einer Mischung.

2. Die Dosierung
Die Dosierung verschiedener Präparate unterscheidet sich enorm, die Spanne reicht hier von 10 µg bis zu 5000 µg pro Dosis – was dem 3-fachen bzw. 1.600-fachen der empfohlenen Tagesdosis entspricht. Beide Dosierungshöhen haben ihre Berechtigung für verschiedene Anwendungen (siehe unten).

Darauf ist zu achten: Weder sehr niedrige, noch sehr hohe Dosierungen sind wirklich sinnvoll. Eine gute Dosierung für Prävention und Erhaltung liegt bei 250-500 µg.

3. Die Darreichungsform
Vitamin B12 gibt es als Kapseln, Tabletten, Pulver, Nuggets, Tropfen, Sirup, Zahnpasta und Ampulle/Spritze. Diese unterscheiden sich nur geringfügig in ihrer Wirkung, aber dafür in der Anwendung und Zusammensetzung.

Darauf ist zu achten: Kapseln sind die reinsten Präparate. Injektionen sind nur bei starkem B12-Mangel nötig.

4. Die Zusammensetzung des Präparats
Vitamin B12 kann Teil eines Vitamin-B12-Komplexes oder gar Multi-Vitaminkomplexes sein, oder einzeln verabreicht werden. Aber auch Präparate, die ausschließlich Vitamin B12 als Wirkstoff ausweisen, enthalten teilweise Zusatzstoffe, wie Süßungsmittel oder Farb- und Geschmacksstoffe, die unter Umständen gesundheitlich negative Auswirkungen haben können. Wir empfehlen Präparate, die keine solchen Zusätze beinhalten und für Reinststoffe bekannt sind (siehe unten).

Darauf ist zu achten: Möglichst Kapseln wählen, da hier kaum Zusätze verwendet werden. Zusammensetzung sorgfältig prüfen.

Zusammenfassung: Das ideale B12-Präparat

  • Wirkstoff
    Oral: Kombi aller aktiven Formen/aktive Formen
    Injektion: Hydroxocobalamin
  • Dosierung:
    Oral (Normalfall): 250-500 µg/Tag
    Injektion: 1000-1500 µg/Woche
  • Form
    Kapseln, bei Schluckbeschwerden Tropfen oder Spray
  • Zusammensetzung
    Möglichst rein, möglichst natürlicher Füllstoff

Im Folgenden werden alle diese Punkte im Detail beleuchtet und Tipps für die Anwendung in verschiedenen Szenarien gegeben werden. Eine Marktübersicht findet sich in unserem großen Vitamin-B12-Präparate-Test.

Wirkstoffe in Vitamin-B12-Präparaten

Das Vitamin-B12 (Cobalamin) in Präparaten liegt in verschiedenen Formen vor, bei denen jeweils eine zweite chemische Komponente an das eigentliche B12-Molekül gebunden ist. Welche Verbindung vorliegt, ist aus der genauen Bezeichnung des Wirkstoffes ersichtlich, die bei guten Vitamin-B12-Präparaten stets angegeben sein sollte.

Besonders verbreitet sind das synthetische Cyanocobalamin, sowie die natürlichen Formen Hydroxocobalamin, Adenosylcobalamin (5-Desoxyadenosylcobalamin) und Methylcobalamin.

Natürliche Nahrungsmittel enthalten meist eine Mischung der drei natürlichen Formen, die vom Körper alle benötigt werden. Zwar können die Formen vom Körper normalerweise ineinander umgewandelt werden, trotzdem dürften Wirkstoff-Mischungen in unseren Augen den Idealfall darstellen.

Hier ein Vergleich der 4 Einzel-Wirkstoffe.

Cyanocobalamin
„das synthetische B12“

nein

nein

4

Mittel bis mangelhaft

Keine eigene Wirkung

Hydroxocobalamin
„das Depot-B12“

ja

nein

3

Sehr gut

Entgiftung Cyanid und NO

Methylcobalamin
„das DNA-und Gehirn-B12“

ja

ja

0

mittel

DNA, Gehirn, Nerven, Blut, Entgiftung

Adenosylcobalamin
„das Energie- und Nerven-B12“

ja

ja

0

mittel

Energie, Nerven, Muskeln, Gehirn, DNA, Nerven

 

B12-Präparate und ihre Wirkstoffe

Die wesentlichen Unterschiede der Vitamin-B12-Wirkstoffe in Präparaten sind in obiger Tabelle deutlich zu sehen. Um die Unterschiede noch besser zu verstehen, sehen wir uns die einzelnen B12-Formen nun noch einmal im Detail an.

Cyanocobalamin

ist ein synthetischer Stoff, der in der Natur fast nicht vorkommt. Er besteht aus der Verbindung von Vitamin B12 und dem Giftstoff Cyanid (Blausäure). Normalerweise kommt Cyanocobalamin nur vor, wo eine Vergiftung mit Cyanid vorliegt – das natürliche Vitamin B12 bindet sich an das Cyanid und wird als Cyanocobalamin ausgeschieden.

Werden große Mengen Cyanocobalamin künstlich zugeführt, wird ein Teil ausgeschieden und der andere zerfällt und im Körper wieder zu B12 (Cobalamin) und Cyanid (Blausäure). Einige Menschen reagieren auf Cyanid mit zum Teil starken allergischen Reaktionen, wenngleich die Menge des durch Vitamin-B12-Präparate aufgenommenen Cyanids extrem gering ist. Bei einer guten Nierenfunktion wird das Cyanid zum größten Teil ausgeschieden, Personen mit einer gestörten Nierenfunktion hingegen sollten Cyanocobalamin generell meiden. Auch Raucher sollten einen anderen Wirkstoff wählen, da sie ohnehin schon eine erhöhte Cyanid-Belastung haben. (1)

Cyanocobalamin war wegen der sehr einfachen synthetischen Herstellung und guten Stabilität besonders in den USA lange Zeit das am häufigsten eingesetzte Mittel in Vitamin-B12-Präparaten und ist auch heute noch recht oft anzutreffen, da es bei hoher Dosierung in den meisten Fällen eine gute Wirkung zeigt. Wegen der genannten Nachteile wird Cyanobalamin in den Empfehlungen einer guten Vitamin-B12-Therapie aber zunehmend durch die anderen B12-Formen verdrängt und wurde auch in den Empfehlungen der WHO durch Hydroxocobalamin ersetzt. Verschiedene Forscher haben sogar gefordert, Cyanocobalamin gänzlich vom Markt zu nehmen, da es den anderen Formen von Cobalamin in allen Punkten unterlegen ist. (2, 3)

Hydroxocobalamin

ist die Form von Vitamin B12, die natürlicherweise von den meisten Bakterien hergestellt wird. Im Körper muss es ebenfalls erst zu Methylcobalamin und Adenosylcobalamin umgewandelt werden, hat aber gegenüber Cyanocobalamin den Vorteil, dass es keine Giftstoffe freisetzt, nicht so schnell ausgeschieden wird, für den Körper leichter verfügbar ist und aufgrund seiner besseren Eiweißbindung eine bessere Depot-Wirkung aufweist.

Hydroxocobalamin ist heute der internationale Standard der Vitamin-B12-Präparate für Injektionen und wird auch von der WHO als Mittel der Wahl empfohlen. (4) Neben der Vitamin-B12-Therapie wird Hydroxocobalamin in hohen Dosen auch zur Entgiftung eingesetzt, da es Cynanid und Nitrid bindet und aus dem Körper transportiert. Das Ausscheidungsprodukt ist dabei wie schon besprochen Cyanocobalamin.

Methylcobalamin und Adenosylcobalamin

sind die beiden biologisch aktiven Formen von Vitamin-B12, die vom Körper direkt verwertet werden können. Sowohl Cyanocobalamin als auch Hydroxocobalamin müssen im Körper erst zu den Coenzymen Methylcobalamin oder Adenosylcobalamin umgewandelt werden, um biologisch verfügbar zu sein. Methylcobalamin wird daher häufig als „bio-identische“ Form von Vitamin B12 bezeichnet. Methylcobalamin und Adenosylcobalamin haben in der Therapie neben ihrer direkten Verfügbarkeit außerdem den Vorteil, dass sie sehr gut in der Leber gespeichert werden können.

Ideal: Mischung aller natürlichen Formen

Der Körper benötigt gleichermaßen Methyl- und Adenosylcobalamin. Auch das natürliche Hydroxocobalamin spielt eine wichtige Rolle für körperliche Entgiftungsfunktionen und stellt außerdem ein Depot da, dass sich im Blut länger hält als die etwas flüchtigeren Coenzym-Formen.

Als idealer Wirkstoff ist in unseren Augen daher eine Mischung der Coenzym-Formern, oder noch besser aller drei natürlichen Formen anzusehen.

Dosierung von Vitamin-B12-Präparaten

Beim Einsatz von oralen Vitamin-B12-Präparaten sind generell folgende Dosierungsbereiche zu unterscheiden:

DosierungAnwendungEmpfohlen für
Niedrige Dosis 3-50 µgGeringe Ergänzung der Ernährung
Deckt Tagesbedarf allein nicht immer
 –
Mittlere Dosis 150-250 µgErgänzung der Ernährung
Deckung Tagesbedarf
Prävention

Veganer, Vegetarier
Gute Aufnahmefähigkeit
Gute Gesundheit

Erhöhte Dosis 300-500 µgDeckung Tagesbedarf
Bei erhötem Bedarf und Aufnahmeschwierigkeiten
Bei leichtem Mangel
Veganer, Vegetarier
Ungesunde Ernährung
Stress
Schwangerschaft/Stillzeit
Ältere Menschen
Sportler
Medikamenteneinnahme
Nach Operationen und Krankheiten
Hochdosiert 1000-3000 µgBei starken Aufnahmestörungen
Bei Krankheiten
Bei schwerem Mangel
Bei schweren Mangel-Symptomen
Bei chronischen Krankheiten
Bei Anämie
Megadosis ab 5000 µgfür die hochdosierte Anfangstherapie 

Für den allgemeinen Gebrauch sind die mittlere und erhöhte Dosis die sinnvollsten Optionen.
Bei einem schweren Mangel ist eine hochdosierte Anfangstherapie sinnvoll, um die Körperspeicher zu füllen. Dies kann entweder durch Injektionen oder durch sehr hoch dosierte orale Präparate (Megadosen um 5000µg) erfolgen.

Aufnahme aus Vitamin-B12-Präparaten

Bei einem Bedarf von 3 µg kann die Dosierung vieler Vitamin-B12-Präparate auf den ersten Blick als überdosiert erscheinen. Dieser Eindruck täuscht jedoch. Denn nicht alles in einer Dosis enthaltene Vitamin B12 wird vom Körper tatsächlich resorbiert.

Bei oraler Einnahme kann der Körper über den Intrinsic Factor maximal 1,5 µg pro Dosis aufnehmen – egal wie hoch diese gewählt wird. Weitere 1 % der verabreichten Dosis werden über passive Diffusion aufgenommen. Um den Bedarf von 2,4 – 3 µg also mit einer einmaligen Dosis zu decken, sind hier mindestens 100 – 150 µg einzunehmen. Alternativ können drei kleine Dosen mit großem zeitlichen Abstand über den Tag verteilt eingenommen werden, um die Aufnahme über den Intrinsic Factor auszunutzen – drei mal 5 µg wäre hier eine mögliche sinnvolle Dosierung.

Bei einer Aufnahmestörung fallen die 1,5 µg über den Intrinsic Factor jedoch oftmals ganz weg und auch die passive Diffusion kann geringer ausfallen. Hier sind also etwa 300 µg die untere Grenze für eine Erhaltungsdosis zur Deckung des Tagesbedarfs – um einen Puffer zu gewährleisten hat sich hier 500 µg als sinnvolle Dosierung durchgesetzt.

Hochdosiertes Vitamin B12 von mehr als 1000 µg macht Sinn, wenn die Körperspeicher erschöpft sind und schwere Symptome auftreten, da hier nicht nur der Bedarf gedeckt, sondern auch die Speicher rasch wieder gefüllt werden müssen.

Dosierung Vitamin-B12-Tabletten und -Kapseln

Hier zur Übersicht noch einmal die ungefähren Mengen an Vitamin B12, die bei oraler Einnahme (z.B. Tabletten, Kapseln) und verschiedenen einmaligen Dosen tatsächlich aufgenommen werden. Es zeigt sich, dass in diesem Fall erst Dosen ab 100 µg den Tagesbedarf tatsächlich decken. Bei einer Aufnahmestörung fallen die 1,5 µg über den Intrinsic Factor weg und es gelten die Werte der passiven Diffusion.

10

1,5

0,1

1,6

30

1,5

0,3

1,8

50

1,5

0,5

2,0

100

1,5

1,0

2,5

500

1,5

5,0

6,5

1000

1,5

10,0

11,5

Vitamin-B12-Präparate in Prävention und Therapie

Im Folgenden eine Beschreibung, welche Dosierungen in verschiedenen Szenarien der Prävention und Therapie eingesetzt werden.

1. Ergänzung der B12-Aufnahme durch die Ernährung

Enthält die Ernährung weitere Vitamin-B12-Quellen, die aber nicht ausreichen, um den Tagesbedarf zu decken – etwa bei vegetarischer Ernährung (Milch und Eier) oder veganer Ernährung (angereicherte Lebenmittel), genügen bei gesunden Menschen geringe Mengen Vitamin B12 als Ergänzungsdosis. Eine solche niedrige Dosis Vitamin B12 kann bei absolut optimaler Aufnahme unter Umständen auch ausreichen, einem Mangel vorzubeugen.

Orale Präparate
(Tabletten, Kapseln)

Niedrige Dosis 3-50 µg/Tag
Spritzen/Injektionen

nicht sinnvoll

2. Deckung des Tagesbedarfs

Zur Deckung des Tagesbedarfs (3 µg) ist es bei oralen Präparaten wie oben beschrieben sinnvoll, die Dosis deutlich höher zu wählen als der eigentliche Tagesbedarf. Bei drei über den Tag verteilten Dosen wird die Aufnahme über den Intrinsic Factor ausgenutzt, so dass hier eine geringere Gesamtdosis benötigt wird.

Soll der Bedarf durch eine einzelne orale Dosis gedeckt werden, so liegt die mittlere Dosis Vitamin B12 bei 150-250 µg. Diese Dosis deckt im Normalfall bei fast allen Menschen den Bedarf. Eine erhöhte Dosis von 300-500 µg ist zu empfehlen, wenn ein erhöhter Bedarf durch unsichere Aufnahme, Stress oder Krankheit besteht.

Orale Präparate
(Tabletten, Kapseln)

3 x 3 – 5 µg/Tag oder
1 x 150 – 250 µg/Tag (normaler Bedarf)
1 x 500 µg/Tag (erhöhter Bedarf)
Spritzen/Injektionen

Hydroxocobalamin: 1000 µg alle 3-6 Monate
Cyanocobalamin: 100 µg alle 2-3 Wochen oder 1000 µg/ Monat

3. Bei Krankheiten und Aufnahmestörungen

Bei Aufnahmestörungen, einigen Krankheiten und zum Auffüllen der Körperspeicher wird Vitamin B12 hochdosiert eingesetzt.

Liegt eine Aufnahmestörung von Vitamin B12 vor – was in Form von leichten Entzündungen des Magen-Darm-Traktes recht häufig der Fall ist – müssen, solange die Störung besteht, oral recht hohe Dosen Vitamin B12 (1000-2000 µg/Tag) eingenommen werden, da der Körper nur einen Bruchteil davon tatsächlich aufnimmt. Gleichzeitig mit der Supplementierung von Vitamin B12 sollte versucht werden, die Ursache der Aufnahmestörung ausfindig zu machen und zu beseitigen.

Bei Spritzen gilt die gleiche Dosierung wie in der Erhaltungstherapie, da durch die Injektionen die mangelnde Aufnahme bereits umgangen wird.

Bei einigen Krankheiten wird Vitamin B12 therapiebegleitend eingesetzt – auch hier wird meist mit hochdosiertem B12 gearbeitet.

4. Anfangstherapie

Nach Feststellung eines schweren Vitamin-B12-Mangels oder nach langer Mangelernährung wird als Anfangstherapie ebenfalls oftmals einige Tage Vitamin-B12 in hohen Dosen verabreicht um die Körperspeicher schnell wieder aufzufüllen. Hier hat sich vor allem Hydroxocobalamin sehr bewährt.

Hochdosiertes Vitamin B12 in der Anfangstherapie:

Orale Präparate
(Tabletten, Kapseln)

Hydroxocobalamin: 5000 µg /Tag für 4 Wochen
Spritzen/Injektionen

Hydroxocobalamin: 4 Wochen 1000 µg/Woche oder 1-3 Wochen 2 x 1000 µg/Woche
Cyanocobalamin: 5 -8 Wochen 2 x 1000 µg/Woche

Vitamin-B12-Präparate: Darreichungsformen

Vitamin-B12-Präparate existieren in verschieden Formen. Neben Tabletten existieren unter anderem Kapseln, Pulver, Nuggets, Tropfen, Sirup, in Zahnpasta und als Ampullen für eine Darreichung als Spritze.

Letztlich sind auch mit Vitamin B12 angereicherte Lebensmittel als eine Art Präparat anzusehen, diese sollen jedoch nicht Teil dieser Darstellung sein.

Vitamin B12 in Form oraler Präparate wie Tabletten und Kapseln wird über den Darm aufgenommen. Dies ist die häufigste Form bei Vitamin B12 Präparaten zur Deckung des Tagesbedarfs. Zwar ist die mangelende Aufnahme über den Darm in vielen Fällen die Ursache eines Vitamin-B12-Mangels, es hat sich jedoch – wie weiter unten ausführlicher beschrieben – gezeigt, das diese Form der Supplementierung durchaus auch bei Aufnahmestörngen als gleichwertig zu Spritzen anzusehen ist, wenn die Dosis hoch genug gewählt wird.

Vitamin B12 Tabletten

Vitamin-B12-Tabletten sind sicher die bekannteste Form von Vitamin-B12-Präparaten, wobei wir hier auch Dragees und ähnliche Formen zu dieser Kategorie zählen. Ein Unterschied sind Tabletten zum Schlucken und Lutschtabletten, denen wir uns unten noch gesondert widmen werden.

Tabletten haben den großen Nachteil, dass sie oft recht viele Zusatzstoffe benötigen, um die gewünschte Form, Farbe und ihren Geschmack zu gewährleisten. Einige Zusatzstoffe stehen im Verdacht die optimale Auflösung im Magen oder Darm zu behindern und so die B12-Aufnahme einzuschränken.

Zudem werden einige der Zusatzstoffe von Verbraucherschützern als bedenklich eingeschätzt.

Vitamin B12 Kapseln

Vitamin-B12-Kapseln sind leichter ohne Zusatzstoffe herzustellen – meist wird für die Kapseln nur Cellulose benötigt – weshalb sie Tabletten in vielen Fällen vorzuziehen sind. Kapseln zählen zu den reinsten und oftmals hochwertigsten Vitamin-B12-Präparaten, weshalb sie gerade bei gesundheitsbewussten Menschen sehr beliebt sind, die künstliche Zusatzstoffe meiden wollen.

Veganer sollten sowohl bei Tabletten als auch bei Kapseln genauer hinsehen, da sie Gelatine und Laktose enthalten können.

Vitamin B12 sublingual: Lutschtabletten, Tropfen und Spray

Aufgrund der Möglichkeit, Vitamin B12 sublingual über die Mundschleimhaut aufzunehmen, ist eine Verabreichung als Lutschtablette,  Vitamin-B12-Tropfen oder Spray durchaus sinnvoll. Tropfen und Spray sind durch das bereits gelöste Vitamin-B12  leichter absorbierbar, werden dafür aber auch schneller verschluckt. Während Lutschtabletten einen langen Kontakt zur Mundschleimhaut haben und das Vitamin B12 langsam abgeben, was durchaus vorteilhaft sein kann. Negativ zu beurteilen ist bei Lutschtabletten allerdings der häufige Einsatz von Zusatzstoffen wie Süßmitteln, Farbstoffen und Aromen – Tropfen und Spray sind hier oftmals natürlicher gehalten und kommen ohne solche Zusätze aus.

Wie groß der Vorteil von einer zusätzlichen sublingualen Aufnahme über die Mundschleimhaut gegenüber der reinen Aufnahme über den Darm bei Tabletten und Kapseln ist, kann nur schwer eingeschätzt werden, da die Studienlage hierzu nicht ausreichend  ist. Sicher ist, dass die Aufnahme auf diesem Weg mindestens ebenso effektiv ist, weshalb sublinguale Präparate eine komfortable Alternative zu Tabletten und Kapseln darstellen. Besonders Kinder und ältere Menschen mit Schluckbeschwerden schätzen diese Formen sehr.

Vitamin B12 Spritze

Bei Aufnahmestörungen wurde Vitamin B12 traditionell vor allem in Form von wöchentlichen/monatlichen Spritzen mit Dosen um die 1000 µg verabreicht. Dafür stehen hauptsächlich die Wirkstoffe Cyanocobalamin und Hydroxycobalamin zur Verfügung, da Adenosylcobalamin überhaupt nicht als Injektion existiert und Methylcobalamin sehr selten ist.

Wann ist eine Verabreichung mit der Spritze überhaupt sinnvoll? Das offensichtlichste Argument für die Injektion von Vitamin B12 ist, dass bei Aufnahmestörungen diese Darreichungsform durch das Umgehen des Magens und Darms die sicherste Variante darstellt, eine Absorption des Vitamins sicherzustellen. Verschiedene Studien haben aber mittlerweile auch gezeigt, dass hohe Dosen oral verabreichten Vitamin-B12 (~2000 µg/Tag) den gleichen Effekt erreichen, da verlässlich 1 Prozent des verabreichten B12 durch passive Diffusion aufgenommen werden. (5) Heute gilt die orale Therapie daher in diesem Punkt als gleichwertig zur Therapie mit Injektionen. (6) Zwar kommen dabei sehr viel höhere Mengen B12 zum Einsatz, dafür entfällt die unangenehme Spritze und unter Umständen der Weg zum Arzt.

Dem gegenüber steht die Tatsache, dass es sehr schwer ist, ähnlich hohe Dosen über orale Präparate aufzunehmen, so dass Vitamin-B12-Spritzen zum Auffüllen der Körperspeicher nach wie vor die beste Methode darstellt. Aus einer einmaligen Spritze mit Hydroxocobalamin werden etwa 700 µg aufgenommen, die zudem recht lange im Körper zirkulieren – mit oralen Präparaten wäre dies nicht zu erreichen. Auch empfinden einige Anwender Spritzen in großen Abständen als angenehmer im Vergleich zu täglichen oralen Präparaten.

Vitamin B12 Zahnpasta

Eine neuere Form der B12-Subtituierung ist mit Vitamin B12 angereicherte Zahnpasta. Die Firma Sante hat in Kooperation mit dem Vegetarierbund (VEBU) eine mit Vitamin-B12 angereicherte Zahnpasta entwickelt, die in ersten klinischen Test der Universität Magdeburg ihre Wirksamkeit bewiesen hat. Der enthaltene Wirkstoff ist Cyanocobalamin. Ein Gramm Zahnpasta enthalten dabei etwa 100 µg Vitamin B12, so dass bei zweimaliger täglicher Anwendung etwa 3.6 µg aufgenommen werden sollen, um den Tagesbedarf zu decken. Dies ist besonders für Veganer, die ihre B12-Zufuhr aus einer Kombination verschiedener Quellen abdecken wollen eine willkommene Ergänzung, die allein aber den Bedarf wohl nicht in allen Fällen liefern kann.

Zusammensetzung von Vitamin-B12-Präparaten

Im Idealfall enthalten Vitamin-B12-Präparate nur den Wirkstoff und gegebenenfalls eine möglichst neutrale Trägersubstanz. Von Präparaten mit Süßstoffen (insbesondere Aspartam) ist abzuraten – diese machen die Aufnahme vielleicht schmackhafter, sind insgesamt aber zumeist eher bedenklich. Farbstoffe sind ebenfalls völlig überflüssig und sollten genauso gemieden werden. Desweiteren wird oft eine ganze Palette von Hilfsstoffen eingesetzt, deren Wechselwirkungen mit Vitamin B12 teils gar nicht oder nicht ausreichend erforscht sind.

Die Reinheit des Präparats lässt in unseren Augen meist auch ungefähre Rückschlüsse auf die generelle Qualität des Produktes zu – seriöse Anbieter tendieren dazu, auf die Zugabe von Süßstoffen und anderen sinnlosen Zutaten zu verzichten, so dass solchen Präparaten in unseren Augen der Vorzug zu geben ist.

Veganer sollten darauf achten, dass die Präparate keine tierischen Bestandteile wie Laktose oder Gelatine enthalten.

Vitamin-B-Komplex

Die Vitamine der B-Gruppe sind stark aufeinander angewiesen, um ihre Wirkung zu entfalten. Sie ergänzen und verstärken sich gegenseitig, sind an der Produktion unterschiedliche Enzyme beteiligt, und liefern jeweils einen Baustein für eine Reihe wichtiger und zusammenhängender Stoffwechselprozesse. Alle B-Vitamine sollten daher in ausreichender Menge zugeführt werden, und auch ein ungefähres Gleichgewicht sollte eingehalten werden.

Unter diesem Gesichtspunkt scheint die Einnahme eines Vitamin-B-Komplexes sehr sinnvoll. Besonders die Kombination von Vitamin B12 und Folsäure ist sehr beliebt, da diese Vitamine stark aufeinander angewiesen sind.

Multivitaminpräparate werden sehr kontrovers beurteilt, da der Verdacht besteht, das synthetisch hergestellte Vitamine in vielen Fällen nicht so wirken wie ihre natürlichen Vorbilder. (7) Wie oben für Vitamin-B12 beschrieben, können die Vitamine in verschiedenen Formen vorliegen, die nicht unbedingt ihrer natürlichen Form entsprechen und im Körper auch eine andere Wirkung entfalten. In natürlichen Nahrungsmitteln sind Vitamine nie in ihrer Form als reine synthetische Salze anzutreffen, sondern sie sind eingebunden in verschiedene Moleküle und sie werden zudem werden ergänzt durch eine große Anzahl anderer Stoffe, wie Mineralien und Spurenelemente. Viele Ernährungsexperten vertreten daher die Ansicht, dass die Aufnahme von Vitaminen über natürliche Nahrungsmittel, der Aufnahme durch synthetischer Stoffe vorzuziehen ist. Wenn Vitamine künstlich zugeführt werden, sollte auf eine möglichst bio-identische Form geachtet werden.

Die übrigen Vitamine der B-Gruppe sind sehr viel leichter aus Nahrungsmitteln zu beziehen als Vitamin-B12 – sie sind auch reichlich in pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten. Deshalb kann man zu der Ansicht gelangen kann, dass es sehr viel sinnvoller ist, nur Vitamin-B12 synthetisch zuzuführen, und die anderen B-Vitamine und Folsäure lieber über die Nahrung abzudecken. Viele B-Vitamine finden sich unter anderem in folgenden Nahrungsmitteln: Weizenkeime, Hefe, Nüsse, Reis, Obst, Hülsenfrüchte, Spinat.

Ungeachtet dieser Überlegungen gibt es sehr gute Vitamin-B-Komplexe und auch einige gute Vitaminkomplexe am Markt.

Vitamin B12 Überdosierung

Eine Überdosierung von Vitamin B12 ist fast unmöglich. Werden sehr große Mengen aufgenommen, werden diese einfach mit dem Urin ausgeschieden. Eine toxische Wirkung ist nicht bekannt, weshalb auch keine Höchstgrenze für die Einnahme definiert ist. Eine Einnahme von bis zu 5000 µg pro Tag wird schulmedizinisch als sicher eingeschätzt.

Langfristige Einnahmen von Megadosen stehen im Verdacht, möglicherweise Schäden an Leber und Niere hervorrufen zu können, wenngleich solche Fälle medizinisch bisher unbekannt sind.

Bei Beginn einer Vitamin-B12-Theapie ist zu beachten, dass der Stoffwechsel sich verändern kann und bestimmte Stoffe ebenfalls vermehrt zugeführt werden müssen.
Bei unzureichender Zufuhr von Folsäure etwa kann es zu Kribbeln in den Händen kommen.
Der Eisenbedarf kann ebenfalls deutlich steigen, da vermehrt Blutkörperchen gebildet werden. Gleiches gilt für den Verbrauch von Kalium.

Insgesamt ist Vitamin-B12 eines der unbedenklichsten Vitamine. Handelsübliche Vitamin-B12-Präparate können bedenkenlos in den oben genannten Dosen eingenommen werden. Auch bei versehentlicher Einnahme von zwei oder mehr Tagesdosen ist keine Überdosierung zu befürchten.

Worauf ist bei bei der Einnahme von Vitamin-B12-Präparaten zu achten?

Insgesamt sind Vitamin-B12-Präparate als besonders anwenderfreundlich zu betrachten, da bei Einhaltung der üblichen Dosierungsempfehlungen eigentlich nichts weiter zu beachten ist. Vitamin-B12-Präparate können zu jeder Tageszeit und mit oder außerhalb der Mahlzeiten eingenommen werden.

Die Aufnahme von Vitamin B12 kann allerdings durch die Einnahme verschiedener Medikamente und Substanzen erschwert bzw. unterbunden werden, dazu zählen unter anderen:

  • Alkohol

  • Nikotin

  • Hohe Dosen Vitamin C

  • Aspirin

  • Säurehemmer

  • Antibiotika

  • Antibabypille

  • Protenenpumpen-Hemmer

  • Chemotherapie
  • Psychopharmaka

  • Diabetes Medikamente (Metformin)

  • Blutdrucksenker (ACE)

  • Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen
    (Betablocker, Nitratsprays, Nitroglycerin)

  • Cholesterinsenkende Medikamente (Statine)

  • Zivoduvin

  • Kolchizin

  • Nitrit

Bei Einnahme der genannten Medikamente ist daher unter Umständen ein Gespräch mit einem Arzt sinnvoll, wie die Aufnahme von B12 optimiert werden kann.

Quellen:

1. Koyama K, Yoshida A, Takeda A, Morozumi K, Fujinami T, Tanaka N. Abnormal cyanide metabolism in uraemic patients. Nephrol Dial Transplant. 1997 Aug;12(8):1622-8.

2. Freeman AG. Cyanocobalamin—a case for withdrawal: discussion paper. J R Soc Med 1992; 85: 686-771. PubMed

3. Hans C. Andersson, Emmanuel Shapira, Biochemical and clinical response to hydroxocobalamin versus cyanocobalamin treatment in patients with methylmalonic acidemia and homocystinuria (cblC), The Journal of Pediatrics, Volume 132, Issue 1, January 1998, Pages 121-124, ISSN 0022-3476, http://dx.doi.org/10.1016/S0022-3476(98)70496-2.

4. WHO Model List of Essential Medicines, 18th list (April 2013) http://www.who.int/medicines/publications/essentialmedicines/en/

5. Lane LA, Rojas-Fernandez C. Ann Pharmacother Treatment of vitamin b(12)-deficiency anemia: oral versus parenteral therapy. . 2002 Jul-Aug; 36(7-8):1268-72.

6. Andrès E, Dali-Youcef N, Vogel T, Serraj K, Zimmer J. Oral cobalamin (vitamin B(12)) treatment. An update. Int J Lab Hematol. 2009 Feb; 31(1):1-8. Epub 2008 Nov 19.

7.  Thiel R.J., Natural Vitamins May Be Superior to Synthetic Ones. Medical Hypotheses, 2000; 55(6):461-469



106 Responses to “Vitamin B12 Präparate”

  1. Guten Abend Herr Rotter,

    Meine Beschwerden fingen im März diesen Jahres mit Magen und Darm Beschwerden an. Dann kamen im Mai neurologische Beschwerden dazu. Diese äußerten sich in Muskelzuckungen und zittern in den Füßen und Beinen, Kribbeln, Druckgefühl.

    Nach vielen Untersuchung wurde folgendes festgestellt.

    Hashimoto
    Gastritis
    Ggf. Darmentzündung
    B12 Wert bei 300 (Mai 2016)
    B12 Wert bei 206 (Juli 2016)
    Folsäure bei 17,4

    Die neurologischen Probleme wurden stärker ein Zusammenhang mit den oben genannten Beschwerden wurde jedoch nicht bestätigt.

    Ich habe nun selbst begonnen mir 2 x wöchentlich rotexmedica b12 1000 spritzen zu lassen.

    Die Ärzte sehen hierfür jedoch keinen Anlass.

    Wie ist die weitere Substitution einzuteilen und sehen sie

    Bei meinem 5jährigen Sohn treten seit ca 4 Wochen ähnliche Symptome auf. Wäre hier eine e Prüfung des B 12 Wertes sinnvoll?

    Ivh

    • Guten Tag,

      sehen Sie zur Dosierung bitte unsere allgemeinen Empfehlungen.
      Bei Nervenstörungen sollte in unseren Augen immer B12 kontrolliert werden – auch bei Kindern.

      Grüße

  2. Brigitte Dietrich:

    Ich bin seit 12 Jahen an Parkinson erkrankt und nehme seitdem Levodpa ein. Dies ist nicht ganz unproblematisch was Vitamin B 12 anbelangt. Mir wurde empfohlen als Ergänzung Parkovit von Desitin einzunehmen. Ich konnte allerdings bisher nicht feststellen, um welche Art von Vitamin B 12 es sich hierbei handelt. Wer kann mir weiterhelfen oder eine andere Empfehlung geben?

  3. Hallo Herr Rotter, in welcher Dosierung und in welcher Form supplementiere ich am Besten beim Säugling?! Freundliche Grüße, Valérie Klink

  4. Hallo lieber Herr Rotter,

    da ich leider seit fast drei Monaten einen Säurblocker Pantoprazol 20mg (1x täglich)nehmen muss, wollte ich unbedingt meinen Vitamin B12 Haushalt aufstocken, da Säureblocker diesen ja „runterbomben“. Ich habe mir dazu von Pure Encapsulations Vitamin B12 in 500µg besorgt und nehme es bisher einmal täglich ein. Ist diese Dosis aufgrund des Säureblockers noch zu gering, sollte ich auf zweimal täglich gehen, oder kann man die Speicher bei gleichzeitiger Einnahme der Säureblocker nur per Spritze auffüllen? Bisher liegt laut Blutuntersuchung mein Vitamin B12 Wert zwar wohl gerade noch im Normbereich, aber die Säureblocker sind ja für Mangel an Vitamin B12 bekannt. Ich bin auch gerade dabei den Säureblocker auszuschleichen, das zieht sich aber leider noch etwas hin. Vielen lieben Dank für Ihre Hilfe.

    • Hallo,

      die übliche Dosis bei Säureblockern liegt bei 500-1000µg – ganz genau kann man das nicht sagen, weil die Aufnahme sehr individuell ist.
      Auf jeden Fall größtmöglichen Abstand zwischen der Einnahme von PP und Vitamin B12 einhalten.

      Beste Grüße

  5. Hallo Herr Rotter,wo kann ich ein 150-250-B12-Präparat mit Vitamin D und eventuell Jod herbekommen? Gibt es sowas denn überhaupt?
    Vielen Dank im Voraus

  6. Würden Sie ebenfalls empfehlen, die sunday Kapseln aufzumachen und auf die Zunge zu streuen, um das Mittel über die Mundschleimhaut aufzunehmen? Ich überlege, ob dadurch die Aufnahme mindestens genauso gut, wenn nicht sogar sicherer ist.

  7. Wolfgang Kressin:

    Guten Tag,
    ich finde keinerlei Hinweise, über welchen Zeitraum B12 genommen werden soll.
    Ich nehme derzeit 500 yg täglich, weil ich viel Stress habe. Aber wie lange soll/kann ich es nehmen? Danke!

    • Hallo,

      sofern an der Ernährung nichts verändert wurde: dauerhaft.
      Die Ergänzung liefert ja eben den Teil B12, den die Ernährung aus verschiedenen Gründen nicht decken kann.
      Das ist dauerhaft der Fall.

      Grüße

  8. Gerhard Himmelhan:

    > Sehr geehrter Herr Rotter,
    im Telegrammstil mein Problem:
    August 2001
    >> – Magenschleimhautentzündung
    >> – Symptome kribbeln an beiden Fusssohlen, rechts stärker als
    > links.> Sonst keine Symptome.
    >> – 1000 mycrogramm B12 in Abständen von einer bis zu zwei Wochen
    > (Immer im rechten Oberschenkel gespritzt.)
    > -> – Langsame Besserung
    >> – Nach ca. drei Jahren Intervalle von zwei Monaten, immer 1000
    > mycrogramm B12
    >
    > – Mitte Oktober 2015 plötzlich über Nacht starkes Kribbeln,
    > (Intervalle in der Vergangenheit manchmal neun Wochen)!
    >
    > – 13.10.2015 1000 mycrogr. B12
    >
    > – 26.10.2015 2000 mycrogr. B12
    >
    > – 16.12.2015 162 pmol B12!! B12 Anteil im Blut. Finde ich
    > nach den vorangegangenen Spritzen wenig!?
    >
    > – 16.12.2015 2000 mycrogr. B12 ( Nach der Blutentnahme )
    >
    > – 06.01.2015 starkes kribbeln
    >
    > – 07.01.2015 2000 mycrogr. B12
    >
    > – 14.01.2015 2000 mycrogr. B12 vorgesehen
    >
    >
    >
    > Fragen:
    >
    > Bestehen negative Auswirkungen durch das „Fluten“ von diesen Mengen B12?
    >
    > Bin 75 Jahre alt, fahre jährlich 4-5 Tsd km Fahrrad, schwimme im
    > Winter wöchentlich zwei mal 2500-3000m. Wird durch diese Aktivität B12
    > verbraucht??
    >
    > Die Symptome sind im Winter stärker als in der warmen Jahreszeit.
    >
    > Sobald die Symptome verschwinden werde ich einmal 1000 mycrogr. pro Mt.
    > spritzen lassen. Ist damit der Bedarf gedeckt?
    >
    > Ist es angebracht bis zur nächsten Spritze das Kribbeln abzuwarten
    > oder in regelmässigen Abständen zu spritzen z. Bsp. 1 mal/ Mt. egal ob
    > es kribbelt oder nicht?
    >
    > Blutbild ist in Ordnung. 92% Blut, kein erhöhtes Cholesterin, Glucose
    > 4.43, oberer Blutdruck 95 – 110
    >
    > 1. Okt. 2015 – 7. Nov. 2015 PPH, seither und ansonsten keine Medikamente.
    >>
    > Für ihre geschätzten Antwort vielen Dank
    >>
    >> Mit freundlichen Grüssen
    >>>> Gerhard Himmelhan
    >
    >
    >
    >
    >
    >
    >

    • Hallo,

      es wäre gut gewesen, den Wirkstoff zu wissen – Bei Cyanocobalamin beträgt die Aufnahme aus Injektionen im schlechtesten Fall nur 150µg.
      Dies deckt den Bedarf für gerademal 1,5 Monate – 8 Wochen Abstand ist also schon zu viel, wenn der Körper sonst kaum B12 aufnehmen kann.
      Der am 16.10 gemessene Wert ist trotzdem erstaunlich niedrig, warum das so ist, sollten Sie mit einem Therapeuten erarbeiten – und vor allem ermitteln, mit welchen Dosen Sie wirklich gute Blutspiegel erreichen können.

      Zu dem Kribbeln: Vitamin B12 ist hier nicht die einzige Komponente, Tests auf Folsäure und B6 wären ebenfalls sinnvoll.
      Das Kribbeln sollte nicht auftreten! Also nicht erst bis zum Einsetzen der Symptome warten, sondern den Blutspiegel von B12 über viele Woche oberhalb von 400 pg/ml (~300 pmol/l) halten. Das Kribbeln zeigt eine beginnende Beeinträchtigung der Nerven und sollte dringend vermieden werden.

      Grüße

    • Gerhard Himmelhan:

      Hallo, David Rotter, vielen Dank für ihre Antwort. Ich werde mich an ihre Empfehlungen halten und wöchentlich 1000ml Hydroxocobalamin spritzen lassen. Ich gehe davon aus,dass es sich in meinem Falle um diese Verbindung handelt. werde das noch genau abklären!Habe bereits seit dem 7. Januar damit begonnen. Leichte Verbesserung ist festzustellen.
      Der B12 Gehalt wird demnächst gemessen. Herzlichen Dank für ihre Antwort,

      Gerhard

  9. Ich habe eine Frage zu der zeitlichen Einnahme. Zur Zeit nehme ich 30 Minuten vor dem Frühstück L-Thyroxin und ca 15 Minuten nach dem Frühstück ein SNRI (Venlafaxin). Kann ich das B12 ebenfalls nach dem Frühstück nehmen oder kommt es dann mit den anderen in die Quere? Am Mittag plane ich vor dem Essen Vitamin D zu nehmen und irgendwo muss ich noch Eisen unterbringen. Hab diese drei Mängel.

    • Hallo,

      Vitamin D, Eisen und B12 beißen sich nicht und können zusammen eingenommen werden – in möglichst großem Abstand zu den Medikamenten, also zum Beispiel abends.

      Grüße

  10. Hallo. Ich habe helicobactor u einen vitin b 12mangel. Nun nehme ich amoxcillin,clarythromycin u b 12mit wirkstoff cyanocobalamin 1000ug
    Macht das sinn bei der einnahme von amtibiotika?vielen dank im vorraus

  11. Hallo Herr Rotter,
    im KH wurde bei mir vor 14 Tagen ein Vit. B12 Wert von 113 festgestellt, so dann bekam ich noch dort über 3 Tage Spritzen.
    Im Entlassungsbrief wurde dieses natürlich vermerkt. Mein Hausarzt meint nun, dass Thema Vit. B12 sei ein Modethema und interessiere ihn nicht. Ich bin jetzt verunsichert. Reichen die drei Spritzen? Soll/Muss ich z.B. oral noch eine Weile fortfahren? Wenn ja, in welcher Dosierung?
    Wenn macht eine Kontrolle Sinn?
    Vielen Dank für Ihren Rat.
    Herzlichst
    Torsten

    • Hallo,

      Modethema? Unfassbar. Eine Aussage dazu kann ich nicht treffen, da ich ja nichtmal die Dosierung Ihrer Kur kenne.
      Gewöhnlich sind mindestens 5-8 Injektionen bei mindestens 1000µg nötig.

      Grüße

  12. Hallo Herr Rotter,

    können Sie mir ein gutes Kompley Mittel empfehlen? Das mindestens die Vitamine B1. B6 und B12 enthält? In Ampullen oder Kapselform?

    Besten Dank und viele Grüße
    Julia Mödl

    • Hallo,

      wir werden hier noch einen Test machen. Sie werden aber bestimmt bei Pure Encapsulations, vitaminexpress oder anderen großen Herstellern reine und gut dosierte Präparate finden können.

      Grüße

  13. Hallo Herr Rotter,

    bei mir wurde im Mai, aufgrund von anhaltenden Magen-Darm-Beschwerden, ein B12 Wert von 170 im Blutserum festgestellt. Seit Juli habe ich Empfindungsstörungen und Kribbeln bes. im linken Arm und linkem Bein, sowie weiterhin Verdauungsprobleme, schwache Menstruation, leichter Haarausfall, Gelenk- und Muskelschmerzen in Becken und Fußgelenken sowie ein paar weitere unspezifische Symptome. Ich habe Ende Juli angefangen mir 2x Cyanocobalamin und 2x Hydroxocobalamin zuspritzen. Ich habe mir jeweils eine Injektion alle 4-6 Tage gespritzt. Schon nach der ersten Spritze habe ich nesselsuchtähnlichen Ausschlag an den Händen und leichte Akne im Gesicht und Rücken bekommen und daher nach 4 Spritzen die Behandlung eingestellt. Dann habe ich 2 Wochen pausiert bevor ich Ende August mit 500mcg Fairvital Methylcobalamin Lutschtabletten angefangen habe. Nach einer Woche habe ich, wegen der Reinheit, zu Sunday Naturals Hydroxo & Methycobalamin Kapseln 500mcg/ 2x tägl. gewechselt. Meine Symptome haben sich noch nicht gravierend gebessert, daher meine Frage ob die Spritzen überhaupt bei allergischen Reaktionen wirken? Reichen außerdem die Tabletten um meine Speicher wieder aufzufüllen und wann müsste ich mit Besserung der (insb. neurologischen) Symptome rechnen? Oder könnte auch eine Aufnahmestörung vorliegen? MRT der HWS (Beschwerden seit 1 Jahr) und Darnspiegelung waren o.B. Lediglich bei der Messung der Nervenleitung wurde eine leichte Verzögerung im linken Bein festgestellt. Neurologe und Hausarzt haben geraten erstmal abzuwarten. Vielen Dank für eine Info und Grüße!

    • Hallo,

      vermutlich haben sie eine Cobalt-Allergie – Injektionen werden dann nicht vertragen und führen zu den genannten Symptomen.
      Mit nun 1000µg am Tag oral sollte der Mangel aber auch in den Griff zu bekommen sein.
      8-12 Wochen kann es bis zu einer Besserung dauern.

      Grüße

  14. Johann Schaurhofer:

    Kann Methylcobalamin die Wirkung von Seratoninwiederaufnahmehemmern (SSRI/Mirtazapin) stören?

  15. Franziska Neumann:

    Hallo,

    Bei mir hat sich vor 2 Wochen ein B12 Spiegel von 188 ..herausgestellt.
    Ich habe eine fructose intoleranz und nehme an dass der Mangel dadurch kommt. Da ich eigentlich alle B12 Produkte esse.

    In der Apotheke habe ich ein hochdosiertes Präparat verlangt und man gab mir 10mikrogramm Tabletten. Durch unwissen meinerseits nehme ich die Tabletten (cyanocobalamin) seit 1, 5 wochen. Jedoch habe ich seit 1, 5 wochen sich stetig verschlimmernde Magenproblem. Ich weiss jetzt dass mir 10 mikrogramm absolut nichts bringt, kann es sein dass diese minimale zugabe meinen Zustand sogar eher verschlechtert hat?
    Ich werde morgen in der Apotheke mir eine Injektion besorgen (hydroxocobalamin) .wäre in meinem fall 1000 oder doch mehr angebracht?

    Vielen Dank schon einmal für ihre Antwort,

    Chubbyc.

    • Hallo,

      Injektionen zu 1000µg sind ausreichend. Dosierungsanleitung findet sich im Artikel „Vitamin-B12-Spritze/Injektion“

      Grüße

  16. Hallo, danke für diese informative Homepage!
    ich lebe seit 10 Jahren vegetarisch (gesund vegetarisch) und stille dazu noch schon seit über einem Jahr fast voll. Sowohl das Kind als auch ich haben keine gesundheitliche Probleme und keinen Eisenmangel, jedoch oft Müdigkeit. Es kann natürlich Tausend andere Ursachen haben, der Arzt konnte nichts feststellen, b12 hat er jedoch leider nicht geprüft. Ich habe mir jedenfalls schon einen Präparat geholt (hydroxo+methyl 250 mg). Ich frage mich wie viel b12 in die Mutterimilch geht? ob ich dem Kind das Vitamin extra geben soll? Gibt es b12 für die Kinder speziell? welche Menge braucht ein Kind mit 9 kg? Lieben Dank Tatsiana

    • Hallo,

      solange gestillt wird, erfolgt die Versorgung über die Muttermilch – vorausgesetzt der Status der Mutter ist gut.
      Zu den Dosierungen sehen sie unseren Artikel zu „Schwangerschaft und Stillzeit“ in der Rubrik „Dosierung“

      Grüße

  17. Hallo Herr Rotter,

    ich habe seit Mai 2014 Gangunsichherheit/Schwindel,ganzer Körper ist zittrig und Schlafstörungen.Jetzt sind die Beschwerden so schlimm, das ich nur noch auf dem Sofa verweile. Neurologisch wäre alles okay. Mrt von HWS und Kopf ist auch okay.Magenspiegelung ist auch gut ausgefallen. Es wurde jetzt im März festgestellt das ich einen B12 Mangel habe.
    Hier meine Werte im Bluttest:
    VB12—155,8 bekomme nun 2xdie Woche vb12 jenapharm gespritzt(heute die 8.)
    Fols—4,9 1xtgl Folsäure Stada 5mg
    VitD25—82,0 1xdie Woche Dekristol 20.000 I.E.

    Ich kann leider immer noch keine Besserung merken. Wann kann die eintreten?
    Sollte ich auf Hydroxocobalamin bestehen? Habe gelesen es schlägt besser an.
    Ich bin sehr ratlos:-(
    Mfg Carmen

  18. Hallo Herr Rotter .
    Ich habe 2 Kinder in alter von 5 und 6 Jahren und wir sind veganer.
    Wäre die dosierung Hydroxo- und Methylcobalamin 250µg zu hoch for die kinder ? Wäre es ratsam eine Kapsel jeden zweiten Tag zu geben ?

  19. Hallo Herr Rotter,

    vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

    Ich denke, ich hätte vor der Urin-Abgabe u.U. mehr trinken müssen.

    Rainer

  20. Hallo Herr Rotter,

    meinen Glückwunsch für Ihre Homepage. Sie ist sehr informativ.

    Nun mein Anliegen:

    In den letzten Jahren ist es mir gelungen, mein Homocystein-Wert von 16,2 (2008) über 14,7 (2011) durch verstärkte Vitamin-Einnahme (B6, 9 und 12) auf jetzt 9,0 uMol/l (= oberer Grenzwert) zu senken. Gleichzeitig stieg der Vitamin B12-Wert im
    Serum auf jetzt 651 pg/ml (200 – 900 pg/ml).

    Dennoch habe ich ein MMA-Test bei „medivere“ machen lassen, deren Ergebnisse ich gerade erhalten habe:

    Kreatinin (Urin): 0,72 g/l (Referenzbereich 0,8 – 2,0)

    Methylmalonsäure (Urin): 2,11 mg/g Kreatinin (Referenzbereich unter 2,6, Graubereich zwischen 1,0 bis 2,5).

    Sorgen macht mir nicht so sehr der MMA-Wert, da ich für die weitere Einnahme von Vitamin-Tabletten (auch hochdosiert B12) Sorgen werde, um möglichst unter 2,0 zu kommen.

    Ich frage mich aber, warum mein Kreatin-Wert im Urin mit 0,72 g/l unterhalb des Referenzbereiches liegt. Begründet wird dies mit einer Verdünnung des Urin. Was bedeutet das – arbeitet meine Niere besonders gut? Können Sie das näher erläutern? Durch welche Maßnahmen kann ich dafür sorgen, dass der Kreatinin-Wert im Urin auf über 0,80 g/l steigt? Hängt es auch mit der Einnahme von Losartan gegen Bluthochdruck zusammen ? (Der Kreatinin-Wert im Serum lag bei mir im Mai 2014 bei 1,06 mg/dl (0,5 – 1,2 mg/dl).

    Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus und viele Grüße

    Rainer

    • Hallo,

      eine Einmaluntersuchung von Kreatinin hat keine Aussagekraft. Wenn dann nur als 24-Stunden-Urin.
      Der MMA-Wert wird auf Kreatin bezogen, weil das Kreatinin ein Maßstab für Verdünnung ist: Wenn Sie viel trinken, enthält der Urin viel Wasser und wenig andere Stoffe. Wenn Sie wenig trinken, sind die anderen Stoffe sehr konzentriert.

      Durch den Zusammenhang von MMA zu Kreatinin kann gemessen werden, ohne dass das Trinkerverhalten die Messung beeinflusst, weil der Verdünnungsfaktor bei der Konzentrationsbestimmung so berücksichtigt wird.

      Konnte das die Frage beantworten?

      Grüße

  21. Hallo,
    zuerst ein Lob für die sehr informative Seite. Kurz zu meiner Person: seit über 15 Jahren ernähre ich mich zu 100% von Rohkost. Fast ausschließlich mit Obst,Gemüse und Nüssen. Ein bis zwei Mal im Jahr bekomme ich Lust auf Fisch und esse diesen dann auch (roh natürlich). Seit dem Jahr 2000 habe ich mehr oder weniger regelmäßig meine Blutwerte untersuchen lassen. Der B12-Wert ist immer „schlechter“ geworden. Bei meiner letzten Untersuchung vor einem Monat lag der Wert bei 51. Ich fühle mich jedoch top fit, fahre Rennrad (200 km am Stück stellen kein Problem dar) und auch ansonsten merke ich keine der beschriebenen Symptome. Ich würde subjektiv sagen, dass ich körperlich mindestens genauso fit bin wie vor 10 Jahren. Auch geistig fühle ich mich seit 15 Jahren ausgezeichnet. Ist es denn so, dass die bekannten Probleme „über Nacht“ kommen oder merkt man schon früher irgendwelche Veränderungen? Gibt es irgendwelche Anzeichen auf die ich achten muss?

    • Hallo,

      es wäre bei Rohkost zu erwarten, dass der B12-Wert langfristig sinkt. Gleichzeitig ist die sonstige Gesundheit bei dieser Ernährungsform jedoch meist sehr gut und besonders der Darm erholt sich extrem gut. Im Darm kann bei einer guten Flora vom Körper selbst B12 produziert werden – vorausgesetzt die richtigen Bakterienstämme haben sich dort angesiedelt. (Namen weiß ich leider gerade nicht)

      Die Symptome des Mangels kommen sehr schleichend, bei ihrem Wert würde man aber normalerweise schon sehr deutliche Symptome erwarten – warum diese ausbleiben, ist für mich auch ein Rätsel. Die Serums-Werte sind zwar nicht immer wirklich aussagekräftig – in diesem Fall kann man aber eigentlich von einem deutlichen Mangel ausgehen, der sich auch üblicherweise bemerkbar macht.

      Achten sollte man generell auf alle Symptome. Genrell würde ich natürlich empfehlen, zu handeln, bevor diese Symptome einsetzen, da sie zum Teil schon durch Nervenschädigungen herrühren – aber das ist ja Ihre Entscheidung.

      Grüße

    • Hallo Herr Dr. Rotter,
      ich habe jetzt noch weitere Werte bei meinem Arzt ermitteln lassen: Holo-Transcobalamin liegt bei 7,4 Homocystein bei 16,3. Mein Arzt meint , der Homocysteinwert ist erhöht aber nicht zu sehr. Da lese ich aber viele andere Meinungen. Wie dem auch sei, ich fühle mich zwar topfit, aufgrund des Homocystein Wertes habe ich Hydroxocobalamin Spritzen bestellt und mir bereits die erste subkutan verabreicht. Direkte Therapieerfolge sind leider nicht verstellbar 😉 Heute habe ich gelesen, dass für die subkutane Injektion die doppelte Menge des Wirkstoffs nötig ist als bei der Injektion in den Muskel. Können Sie das bestätigen, und kann man die Injektion in den Muskel auch selbst durchführen (z.B in den Oberschenkel, nach einer Anweisung beim Arzt)

    • Hallo,

      ja, B12 sollte intramuskulär gespritzt werden – das können Sie nach einer Einweisung selbst leicht tun.

      Grüße!

  22. Hallo Herr Rotter,

    erstmal vielen Dank für die sehr fundierte Info auf Ihrer Seite.
    Ich bin gerade dabei eine Brotrezeptur zu gestalten, die speziell auf die Bedürfnisse von Veganern ausgelegt ist. Bis auf das Vitamin B12 habe ich soweit auch alle Faktoren inkludiert.
    Nun wäre die Frage, da das Vitamin B12 ja sehr hitzeempfindlich ist, ob es ggf. in einer irgendwie gekapselten Form auf dem Markt verfügbar ist. Da ich jedoch nicht davon ausgehe, dass es so etwas gibt, wäre interessant zu wissen, ob es Werte darüber gibt, wieviel Prozent Vitamin B12 verloren gehen, wenn man über einen Zeitraum vom ca. 30 Minuten eine Temperatur von über 90°C hat. Die Frage daraus wäre, ob man so mit einer höheren Zugabe eine gewisse „Restmenge“ gewährleisten kann.

    Vielen Dank für Ihre Bemühungen
    Markus

    • Hallo,

      leider habe ich dazu auch keine Informationen. Kritisch ist ja auch das Licht – das wäre beim Backen ja nicht so relevant.
      Es gibt Untersuchungen über das Braten von Fleisch – da geht einiges verloren, dass ist aber eine ganz andere Oberfläche und Hitze.

      Zu der konkreten Frage kann ich daher nichts sagen, sorry.

      Grüße

  23. Guten Abend Herr Rotter,
    ich nehme seit 10 Tagen Methylcobalamin 5000 mcg – Vitamin B12 -. Mein Wert lag bei 231.
    Wie lange kann ich diese Dosierung einnehmen und welche Dosis würden Sie auf Dauer bei veganer Ernährung empfehlen.
    Vorerkrankungen liegen nicht vor.
    Vielen Dank
    Herzliche Grüße Silvia Kelch

    • Hallo,

      lesen Sie hierzu bitte unsere Artikel über Dosierung – dort finden Sie die gewünschten Informationen.

      Grüße

  24. Hallo Herr Rotter,

    da bei mir auch seit einiger Zeit die typische B12-Mangel-Symptome auftauchen und mein Hausarzt dies aber für „extrem unwahrscheinlich“ hält, habe ich mir kurzentschlossen eine Dose Lutschtabletten bestellt (1000 mcg Vitamin B12) und bisher an 4 Tagen eingenommen. Nun kommen mir doch Bedenken, diese nur auf Verdacht einzunehmen. Ich will deshalb zunächst einen Vitamin B-12 MMA Urintest durchführen, den ich mittlerweile auch bestellt habe.

    Ich habe zwei Fragen in diesem Zusammenhang:
    – Muss ich aufgrund der Einnahme der Lutschtabletten eine Zeitlang warten, bsi ich den Test
    ausführe?
    – Falls dieser auf einen Mangel hinweist, kann ich mich dann darauf verlassen?
    Oder sollte ich dann auf jeden Fall zu meinem Hausarzt gehen, damit dieser daraufhin ggf.
    noch andere Test durchführt und ggf. eine Therapie einleitet?

    Vielen Dank Erwin

    • Hallo,

      der MMA-Test ist sehr verlässlich.
      Es empfiehlt sich, 1-2 Wochen mit den Präparaten auszusetzen, um ein besseres Ergebnis zu bekommen.

      Grüße!

  25. Hallo Herr Rotter,

    seit März 2013 bin ich –leider- wiedermal Dialysepatient. Im Februar des Jahres 1998 wurde mir eine Niere transplantiert (Lebendtransplant). Zudem habe ich den starken Verdacht, dass ich unter Nitrosativer Stress leide (letzter Methymalonsäurewert im Blutserum: 1225 und Citrulinwert: 83 – ermittelt am 16. Juni 2014).

    Mein Allgemeinzustand ist seit Juni eher schlechter geworden. Seit fast 2 Wochen, leide ich jeden Tag ab ca. 16:00 regelrecht unter Lähmungen und bin kaum in der Lage aufzustehen, wenn ich irgendwo sitze. Deshalb gehe ich davon aus, dass die Vitamin B12-Reserven (vielleicht auch Vitamin B6 und Folsäure) in meinem Körper erschöpft sind.

    Was für eine Therapie und in welcher Dauer würden Sie mir empfehlen? Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass meine Nieren nicht mehr arbeiten, aber die überschüssigen Vitamine während der Dialyse rausgefiltert werden. Was halten Sie von Medivitan iM Fertigspritzen?

    Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich im Voraus.

    Freundliche Grüße

    U. O.

    • Hallo,

      ihr MMA-Wert im Blut ist extrem hoch, das deutet in der Tat auf einen B12-Mangel hin.
      Ich bin allerdings unsicher in welcher Weise ihre Niere hier verzerrend wirken kann. Hat der Arzt bei dem Wert keinen Alarm geschlagen?
      Wurden B12, Homocystein und Folsäure auch ermittelt?

      Ich würde denken, dass B12 in üblichen Mengen ihre Niere nicht belasten sollte.
      Trotzdem würde ich empfehlen, nur die Nährstoffe zuzuführen, die Sie auch wirklich brauchen – also lieber einen Bluttest mehr machen, als auf Verdacht zahlreiche Vitamine spritzen.

      Grüße!

  26. Hallo,
    mein Nitrostresstest zeigt deutlich einen Mangel an B12, seit über 20 Jahren leide ich unter verschiedensten Symptomen, sodaß mein Hausarzt jetzt doch der Überzeugung ist das etwas mit den Mitrochondrien sein könnte, evtl. bedingt durch den B12 Mangel. Von Gedächtnisstörungen bis Schlappheit der Muskeln, Schlafstörungen und Apthen usw.
    Ich würde entweder Methylcobalamin oder auch an Adenosylcobalamin 2000ug Lutschtabletten bestellen können. Welches Cobalamin würden Sie empfehlen?
    Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort
    Grüße
    Klaudia

    • Hallo,

      generell kann man sagen: Nitrostress ist am besten mit Hydroxocobalamin und Methylcoblamin zu behandeln, Störungen der Mitochondrien mit Adenosylcobalamin.
      Die Formen sind aber ineinander umwandelbar.

      Ich persönlich habe wenig Erfahrung mit Adenosylcobalamin, da es in Deutschland ja nicht zugelassen ist. Bei ihren Symptomen wäre mir keine überlegene Wirkung von Adenosylcobalamin bekannt – Methylcobalamin oder eine Wirkstoffmischung sollten hier ebenso gute Ergebnisse erzielen.

      Grüße!

  27. Hallo Herr Rotter,

    mir scheint als wäre die Injektion, von den Kosten her, sehr viel günstiger als Tabletten z.B. 1000qg . Wenn man mit 1000 qg /Tag nur 11qg Gesamtaufnahme hat, dann braucht man für 700qg (Injectionsaufnahme / Ampulle Hydroxocobalamin) 70 Tabletten. Das heißt 70 Tabletten = 60Euro vs. 1 Ampulle = 1 Euro + Kosten für die Spritze – ganz grob gerechnet. Oder hab ich da was falsch gerechnet?
    Beste Grüße,
    Alex Meier

    • Hallo,

      Injektionen sind in der Tat günstiger – aber eben auch ein sehr unnatürlicher Weg Nährstoffe aufzunehmen.

      Grüße!

  28. Ein Vitamin B 12 Mangel wurde bei mir erkannt und wird als Ursache für meine PMP angesehen. Mit B 12 – Injektionen soll er behoben werden. Ich war durch das Lesen dieser Seiten davon überzeugt, dass Methylcobalamin richtig ist wegen seiner guten Bioverfügbarkeit, nun aber raten Sie einer anderen Dame zu Hydroxocobalamin. Warum gerade in diesem Fall zu diesem Produkt? Wie kann ich meinen Arzt davon überzeugen? Ich bitte um Ihre geschätzte Antwort. Ansonsten bin ich sehr hoffnungsfroh, die Schmerzen und das fehlende Wohlbefinden loszuwerden. Danke.

    • Hallo,

      Methylcobalamin-Injektionen sind in Deutschland kaum zu bekommen. Wenn ihr Arzt diese anbietet, ist das eine gute Option.
      Sonst ist Hydroxocobalamin dem Cyanocobalamin vorzuziehen.

      Grüße!

  29. Hallo,
    die Reinhildis Apotheke vertreibt Methylcobalamin Kapsel, die den Füllstoff Mannit enthalten. Wie bewerten Sie dies?
    Mit freundlichen Grüßen
    Ulrike Zech

    • Hallo,

      Mannit ist nicht allzu problematisch, wenn es ohne Gentechnik hergestellt wird. Allerdings ist es in unseren Augen auch eigentlich unnötig. Cellulose und Reismehl sind sehr viel angenehmere Füllstoffe.

      Grüße

  30. Hallo und Guten Tag,
    bei meiner Hündin wurde ein B12 Mangel festgestellt…
    Könnten Sie mir ein geeignetes Präparat(oral) nennen?
    Im Voraus herzlichen Dank
    C.Engler

    • Hallo,

      bei einem Hund? Sicher gibt es dort auch spezielle Präparate, da kenne ich mich aber nicht aus.
      Ich würde denken, Tropfen oder Spray wären dann hier der einfachste weg – über den Bedarf eines Hundes bin ich jedoch nicht im Bilde.
      Da Hunde quasi nur Fleisch essen, würde es sicher wichtig sein, die Ursache zu finden.

      Grüße!

  31. Sehr interessante Seite. Gibt es auch flüssige Produkte mit Hydroxycobalamin für die orale Einnahme, oder ist das zu instabil? Außerdem wäre ich sehr interessiert an dem Test, wo kann ich den finden? lg Ulla

    • Hallo Ulla,

      bisher haben wir nur den Test für Tabletten und Injektionen online, die anderen folgen bald.
      Flüssiges orales Hydroxocobalamin gibt es unseres Wissens nicht.

      Grüße!

  32. …hello david….
    kann ich so im zusammenhang mit spiruli nicht bestätigen…die konsumenten erfreuen sich bei spiruli guter b12 werte, sind stimmungsaufgehellt, die vegane milchsäure und das apfelpektion sind sehr darmfreundlich, es ist sogar für diabetiker geeignet und selbst die vielzahl von wertvollen aminosäuren haben ihren anteil an der gesteigerten lebensqualität vom besseren uv- schutz bis zur entstressung.
    spiruli wird auch in zahlreichen kliniken eingesetzt, sowie im bereich des täglichen lebens.

    die jahre der entwicklung mit einem grossen team von biotechnologen basierend auf einem forschungsauftrag haben etwas großartiges geschaffen das nicht kopierbar ist.
    sonnige gruesse sendet olaf barken.

  33. Guten Abend die Zweite!
    Wer Produktbeschreibungen genau(er) liest, ist klar im Vorteil. Die Inhaltsangabe 750 Mikrogrammn Methylcobalmin des Produktes bezieht sich denn nun wohl auf die gesamten 100 Kapseln. Somit kann ich mir die Frage nach Anfangstherapieeignung selbst mit einem „nein“ beantworten. Läge also somit sogar noch weit unter ihrer Tagesdosisempfehlung nach Auffüllen meines Speichers. Über eine alternative Empfehlung (oder die Ergebnisse des bereits erwähnten Produktestes?)wäre ich aber nun weiterhin sehr dankbar. Gruß,Britta

    • Hallo,

      7,5 mg können bei optimaler Aufnahme und weiteren B12-Quellen in der Ernährung durchaus ausreichen. Nach langem Mangel wäre aber tatsächlich erstmal mehr zu empfehlen.

      Produkttests sind nun fast fertig und werden Ende nächster Woche veröffentlicht!

      Viele Grüße

  34. Guten Abend!

    Erst mal vielen Dank für die informative und übersichtlich gestaltete Seite.
    Fühlte mich nach deren Studium gut informiert, aber jetzt bin ich hinsichtlich eines Punktes doch stark verunsichert.
    Das Ergebnis meines MMA-Urintests: 6,06 mg MMA/g Kreatinin (bei 0,33g Kreatinin/l)
    Nun würde ich nach Absprache mit meinem Hausarzt gerne 2 Monate oral meinen B12-Speicher füllen, um die Testung dann zu wiederholen.
    Nach dem Lesen Ihrer Seite hatte ich mich für die B12 Kapseln Methylcobalamin Bioaktiv entschieden, die ja auch per Werbe-Link bei Ihnen am Rande immer wieder auftauchen. Geplant hatte ich davon 2 am Stück (also 1500 Mikrogramm) zu mir zu nehmen. Ich dachte es handele sich um 750 Mikrogramm B12 pro Kapsel. Jetzt lese ich erst nach Lieferung auf der Verpackung etwas von nur 7,5 Mikrogramm bioaktivem B12 (die 750 Mikrogramm bezogen sich auf das Methylcobalmin).

    Daher meine dringliche Frage: worauf beziehen sich die empfohlene Hochdosierung für die Anfangstherapie von 1000-2000Mikrogramm? Auf das Methycobalmin oder das bioaktive Vitamin B12. Müsste ich nun 2 oder 200 Kapseln des von mir bestellten Produktes am Tag schlucken? Oder anders gefragt: habe ich das völlig falsche Produkt für die Anfangstherapie erworben (bezüglich der Dosierung). Und wenn, hätten Sie da ggf. eine Produktempfehlung für mich?

    Mit Dank + freundlichen Grüßen, Britta

  35. Guten Abend,

    Ich bin in der 11. Woche schwanger, darf ich Hydroxocobalamin 1000mg/Woche I.m. injizieren?

    Danke und viele Grüße!

    • Hallo,

      ich denke, Sie meinten 1000 µg nicht 1000 mg?
      Selbst das wäre jedoch eine recht hohe Dosierung, die nur bei einem starken Mangel sinnvoll ist. Sonst können größere Intervalle gewählt werden.

      Genrell ist eine gute B12-Versorgung in der Schwangerschaft wichtig, wenn kein starker Mangel vorliegt, reichen aber in der Regel auch orale Präparate aus.

      Viele Grüße!

    • Ups, genau – 1000 mcg meinte ich.
      Danke für die Info! Ich habe den MMA-Urintest bestellt und werde in ein paar Tagen mehr wissen.
      Herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort!

    • Hallo Herr Rotter. Ich habe das richtige Gefühl gehabt: ich habe einen starken B12 Mangel laut MMA Urintest (trotz monatelanger und regelmäßiger oraler Suppl.). Ich möchte nun in Absprache mit dem Arzt i.m. supplementieren, mit Hydroxocobalamin. Wie würden Sie die Dosierungen und Zeitabstände der Injektionen im Rahmen einer Schwangerschaft gestalten?
      Nochmal vielen Dank und liebe Grüße!

    • Hallo,

      bei Injektionen können Sie sich auch in der Schwangerschaft an den normalen Empfehlungen orientieren.
      Sehen Sie hierzu den Artikel zu Injektionen.

      Grüße!

    • Lieber Herr Rotter.
      Herzlichen Dank für Ihre Mühe und Unterstützung. Ich habe die große Hoffnung, die Gangstörung und den Schwindel in den Griff zu bekommen. Ihre Seite hat mir wirklich sehr weitergeholfen… ich würde mich sonst immer noch auf meinen optimalen B12-Serumwert verlassen. Leider musste ich feststellen, dass sich Ärzte zu diesem Thema nicht immer gut auskennen…
      Gibt es eine ungefähre Angabe der Besserung körperlicher Symptome nach erster B12-Gabe?
      Dankbare Grüße!

    • Hallo,

      eine Besserung ist zu erwarten, sobald sich das Vitamin B12 im Körper verteilt hat und die Zellen wieder optimal versorgt sind. Dies kann teilweise 2-3 Wochen dauern.

      Beste Grüße!
      David

    • Lieber Herr Rotter,
      Vielleicht freut es Sie zu hören, dass ich mich gesundheitlich bereits viel besser fühle. An dieser Stelle ein großes Kompliment an Sie und Ihre informative Homepage.
      Ich würde gerne nach den ersten vier Hydroxocobalamin-Injektionen mit einem erneuten Urintest überprüfen lassen, ob meine Körperspeicher wieder aufgefüllt sind. Wann genau würden Sie den Test wiederholen? Aufgrund der Schwangerschaft würde ich dies gerne schnellstmöglich wissen, ob die nächste Injektion dann wirklich erst 2-3 Monate später ausreichen würde, bin mir aber unsicher, ob kurz nach erfolgter Injektion (der letzten von 4 zum Auffüllen der Körperspeicher) nicht das Testergebnis verfälscht.
      Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
      S.

    • Hallo S.

      Zwischen der letzten Spritze und dem Test sollten etwa 7 Tage liegen. Nach drei Injektionen sollten die Werte jetzt eigentlich ok sein.

      Viele Grüße

  36. Ich habe nun ein Präperat gefunden, dass Vitamin B12 in der Höhe 5000 mcg, in beiden Formen (Methylcobalamin und Adenosylcobalamin), enthält.
    Wenn ich mein Vitamin B 12 Depot aufgefüllt habe, müsste ich doch eine Tablette etwa alle 2 halb Wochen nehmen, da pro Tablette 51.5 mcg aufgenommen werden (da: 3mcg pro Tag ×7 =21; 21×2,5= 52.5 mcg).

    Liebe Grüße Nadine

    • Hallo,

      Die 50 µg aus einer Tablette reichen theoretisch für mehr als 2 Wochen, ja.
      Ich halte regelmäßige kleine Dosen jedoch grundsätzlich für sinnvoller, als schubweise riesige Mengen.
      Siehe auch den anderen Kommentar.

      Grüße

  37. Elke Albrecht:

    Hallo, ich habe seit 14 Jahren multiple sklerose. Jetzt ist durch Zufall beim Hautarzt beim blut untersuchen festgestellt worden, dass ich starken B12 Mangel habe. Kann da ein zusammenhang bestehe. Ich habe gehstörungen, taubheitsgefühle in armen und beinen. Und jetzt? Ich bin ganz aufgeregt. Viele grüße und danke für die Antwort. Elke Albrecht

    • Hallo Frau Albrecht,

      In der Tat wird immer stärker vermutet, dass MS mit einem B12-Mangel zusammenhängen kann. B12-Mangel zerstört die Schutzhülle der Nerven – dies führt zu den gleichen Symptomen, wie MS. Sehen sie dazu auch unsere Artikel „Vitamin B12 Wirkung“ und „Vitamin B12 bei Krankheiten“.

      Ich wünsche Ihnen sehr, dass eine Vitamin-B12-Therapie helfen kann und würde mich sehr freuen, wenn Sie später noch einmal berichten würden!

      Beste Grüße
      David Rotter

  38. Monika Radeck-Boehnke:

    Vielen Dank für diese sehr informative Seite, das hilft mir weiter! Ich bin gespannt auf den Testbericht der Produkte.

  39. Ich kommentiere im Wesentlichen, weil ich mich in den Newsletter eintragen möchte, da mich der angekündigte Test der Präparate sehr interessiert.
    Wie ich eben feststellen musste, wird in meinem Präparat leider auch das eher kritisch gesehene Cyanocobalamin verwendet, was mir einen Wechsel nahelegt.
    Sehr schöne, informative Seite auf jeden Fall. Vielen Dank.

  40. Guenter Wilms:

    Seit ueber einem Jahr nehme ich taeglich eine VEG 1 von vegansociety ein. Bin sehr gespannt auf Ihr Urteil, was dieses vegane Multivitmin angeht. Bitte gehen Sie, von Ihrer Erfahrung aus, auf folgende Frage ein: Wie lasse ich meinen B12-Spiegel überprüfen?

    • Hallo,

      bitte lesen Sie dazu unsere Artikel in der Sektion „Vitamin-B12-Mangel“. In Kürze wäre das Ideal eine Kombination aus Holo-TC und MMA-Test. Um kurz und recht sicher einen B12-Mangel festzustellen ist der MMA-Urintest in fast allen Fällen aussagekräftig.

      Grüße
      David Rotter

  41. Sabine Schröder:

    Hallo,

    eine aufrichtige Wertschätzung und vielen Dank für diese informative Seite.
    Meine Frage, gibt es mittlerweile eine Veröffentlichung der Ergebnisse Ihrer Produktteste?

    Mit der Bitte um Antwort und ein Dankeschön dafür im voraus
    verbleibe ich
    mit freundlichen Grüßen
    Sabine Schröder

    • Hallo Frau Schröder,

      fast, ich denke, in zwei Wochen ist es soweit.

      Grüße
      David Rotter

  42. Lieber Herr Rotter,

    welche Dosierung von Methylcobalamin in Tropfenform können Sie für vegan ernährte Einjährige empfehlen (noch teilgestillt)? Ein Tropfen enthält 200 µg. Ich nehme täglich 3-5 Tropfen zu mir. Der Hersteller der Tropfen empfiehlt für Einjährige 1x wöchentlich 1 Tropfen; mir erscheint das allerdings zu wenig (ich gebe derzeit 2x wöchentlich 1 Tropfen, tendiere aber zu mehr…).
    Herzlichen Dank vorab und viele Regengrüße

    Charly

    • Hallo Charly,

      während der Stillzeit ist zunächst mal die Versorgung der Mutter wichtig, da Muttermilch optimalerweise recht viel B12 enthält.
      Empfehlung: 300-500µg/Tag für die Mutter.

      Ihre Tochter nimmt rechnerisch 2-4 µg aus den Tropfen auf, bei einem offiziellen Bedarf von weniger als 1 µg/Tag.
      Die Herstellerangaben sind also nicht so verkehrt, wenn man davon ausgeht, dass auch noch über die Muttermilch weiteres B12 zugeführt wird.

      Je nachdem, wie häufig noch gestillt wird, wäre also 1 Tropfen alle 3-5 Tage eine sinnvolle Dosierung.

      Beste Grüße
      David Rotter

  43. Magdalen Novak:

    Bitte helfen Sie mir.Bei mir wurdePolyneuropathie bei B-12 Mangel
    FHESTGESTELLT:HABE TAUBE Füße,unsicheren Gang,bin. ständig müde und habe bei gehen
    Atemprobleme.Jetzt bekomme ich B12 Spritzen 1x wöchentlich.Kann ich noch die Tabletten nehmen ?oder Enzym Präparate ? Bitte um Antwort

    • Guten Tag,

      Vitamin-B12-Spritzen reichen völlig aus und sind in Ihrem Falle genau die richtige Therapieform. Bitten Sie ihren Arzt, Hydroxocobalamin zu verwenden.
      Wichtig wäre dann, herauszufinden, warum der Mangel entstanden ist, so dass nicht nur die Symptome, sondern auch die Ursache behoben werden kann.
      (Ernährung? Diabetes? Medikamente? Krankheiten von Magen oder Darm? usw.)

      Ich wünsche Ihnen baldige Besserung!

      David Rotter

  44. Hallo,

    wissen Sie schon, wann der angekündigte Test der B12 Präparate veröffentlicht wird? Und wird er auch das Getränk Spiruli enthalten, das ja den Angaben nach aktives B12 enthalten soll?

    Liebe Grüße.

    • Hallo,

      leider arbeiten wir noch an der technischen Umsetzung und können noch keinen genauen Termin nennen.
      Spiruli und andere Spirulina-Produkte werden wir nicht aufführen, da der Vitamin-B12-Gehalt sehr umstritten ist – siehe hierzu unseren Artikel Vitamin-B12-Analoga:

      Grüße
      David Rotter

  45. Gibt es denn inzwischen schon Testergebnisse zu den B 12 Präparaten ?

    • Das schon, derzeit brauchen wir aber noch etwas mit einer komfortablen technischen Darstellung der Ergebnisse. Grüße!

  46. Hallo,danke fuer ihre ausfuehrliche Informationssteite! Haetten sie eine Produktempfehlung fuer ein Vitamin B12 Produkt? ich danke Ihnen fuer eine Antwort. Herzlichst Sara Kraatz.

    • Hallo,

      derzeit möchten wir keine Produkte empfehlen, werden jedoch bald einen großen Test zum Thema veröffentlichen.

      Beste Grüße!
      David Rotter

    • Hallo Sara,

      ich bin weder Ernährungsberater noch Arzt, aber liebe mein Kind über alles und habe deshalb recht intensiv recherchiert: Wir geben nun die Tropfen (Methylcobalamin) der Reinhildis-Apotheke, da sie neben B12 nur Sorbinsäure und Kaliumsorbat enthalten – Vielleicht wäre das etwas für Sie? In den USA wird auch das Spray oft verwendet. Bis vor kurzem nahm ich noch Jarrow’s B12, da ebenfalls oft empfohlen; die Lutschtabletten enthalten aber ordentlich viele Beistoffe.
      Beste Grüße

      Charly

  47. Wirkungsgrad einer Injektion:

    Unter „Vitamin B12 Spritze“ schreiben Sie von Injektionen und Aufnahmestörungen. Mein Vater ist Stomaträger mit immer wiederkehrenden B12 Mangel. Auf welche Wirkstoffe sollte man hier achten oder welche schließen sich vielleicht aus?
    Wie Nennen sich die Wirkstoffe auf den kleinen Flaschen, die hier genannten habe ich dort so nicht entdeckt? Und zum Schluss, welche Konzentration/Menge sollte verabreicht werden um den Spiegel im Blut anzuheben? Mir geht es jetzt nicht um ein spezielles Präparat, sondern welcher Weg zum Erfolg führt.

    Grüße Rudi
    Nachricht auch gerne an die E-Mail Adresse.

    • Hallo Rudi,

      siehe hierzu auch unseren Artikel „Vitamin-B12-Injektionen“ Dort sind alle Infos gesammelt.

      In Kürze:
      Wir dürfen dir rechtlich gesehen keine Diagnose stellen oder Therapien anraten, daher hier einige allgemine Informationen.

      Stomaträger benötigen häufig – je nachdem wo der Ausgang ist – Vitamin B12 in Form von Spritzen.
      In Deutschland gibt es nur zwei Wirkstoffe, wir halten Hydroxocobalamin für die bessere Wahl.
      Eine Spritze mit 1000 µg Hydroxocobalamin alle 2-3 Monate reicht in der Regel aus, den Bedarf zu decken.
      Wenn der Mangel schon länger besteht, anfangs zunächst 1 Monat lang wöchentliche Spritzen mit 1000 µg, um die Körperspeicher zu füllen, dann auf obige Dosierung wechseln.
      Das ist die bequemste Variante.

      Viele Grüße
      David Rotter

  48. Eine sinnvoll und vernüftigt erscheinende Seite fernab von dem ganzen pharmazeutischen Werbegesülze. Was auffällt ist: Vergleicht man auf dem Markt befindliche Produkte, so stellt man fest, dass die chemische Bezeichnung des Inhaltsstoffes in der Regel fehlt.

    • Hallo Wolf,

      danke für das Lob! Der genaue Inhaltsstoff steht meist in den Zutaten, nicht in der Übersicht der Vitamin-Dosierung auf der Packung. Teilweise fehlt die Angabe tatsächlich ganz. Ziemlich sicher wird für B12 dann die gängige synthetische Form „Cyanocobalamin“ verwendet. Wir arbeiten an einer großen Übersicht für alle Präparate am Markt.

      Grüße!
      David

  49. Frohe Weihnachten und Hallo,
    Mein Mann hat Schädelhirntrauma, schwere neurologische Störungen dadurch und seit etwa 4 Monaten immer wieder Blaseninfekte. Er hat immer Methylcobalamin Injektionen bekommen da er immer zu niedrige Werte hat aber auch, um seinem ZNS auszuhelfen.
    Nach einem zweiwöchigem Krankenhausaufenthalt (bakterielle Infekte, die nur mit iv Antibiose behandelt werden konnte) bekommt er nun wieder die Injektionen, doch nun muss ich feststellen, es scheint ihm nicht gut damit zu ergehen. Er wird extrem müde, wirkt abgeschlagen, und hat einen vermehrten Speichelfluss und Temperaturanstieg. Ist dies möglicherweise eine Entgiftungsreaktion von den vielen Medikamenten die verabreicht wurden und den Infekten? Bin wirklich verwirrt mit dieser neuen Situation. Ach ja, er hat auch bestimmte genetische MTHFR Mutationen, die in seinem Fall nach Methylsupplementierung „verlangen“, synthetische Formen kommen für ihn nicht in Frage.

    Vielen Dank für jede mögliche Erklärung,
    Bianca Baldwin

    • Hallo Bianca,

      es ist uns rechtlich nicht gestattet, über diese Seite medizinische Diagnosen oder Ratschläge zu geben. Darum muss ich dich bitten, dich mit dieser Frage an einen Arzt oder Heilpraktiker zu wenden.

      Ich wünsche dir und deinem Mann alles Gute!

      David

  50. Heinz-Werner Gieseke:

    Hallo-
    können Sie mir ein gutes Vitamin B-Komplex-und ein gutes Vitaminkomplex-Präparat nennen?
    Vielen Dank

    H.-W.Gieseke

    • Hallo Herr Gieseke,

      da wir derzeit etwa 200 verschiedene Präparate testen, möchten wir derzeit noch keine Empfehlung für ein bestimmtes Produkt ausprechen und möchten Sie bitten, sich bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse in etwa 2-3 Wochn zu gedulden.

      Was ich schon sagen kann ist, dass wir davon ausgehen, dass zwei Faktoren beim B-Komplex sich sehr positiv auswirken:
      – natürliche Formen der Vitamine aus Rohkost-Pflanzenextrakten, mit intaktem Nährstoff-Komplex der Pflanze (Mineralien, Enzyme, Spurenelemente etc)
      – Co-Enzym-Formen der B-Vitamine statt der chemisch künstlich isolierten Stoffe

      Desweiteren sollte natürlich auf eine sinnvolle Dosierung und möglichst wenig Zusatzstoffe geachtet werden.

      Vielleicht hilft Ihnen das bei der Entscheidung ja schonmal ein wenig weiter.

      Herzliche Grüße
      David Rotter

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