Vitamin-B12-Mangel – Therapie und Behandlung

Vitamin-B12-Mangel Behandlung 

Vitamin-B12-Mangel – Therapie und Behandlung

Vitamin-B12-Mangel: Leicht unterschiedliche Therapien je nach Ursache des Mangels. Behandlung von Vitamin B12-Mangel mit den geeigneten Vitamin-B12-Präparaten.

Zusammenfassung

  • Die Therapie ist je nach Ursache des Mangels leicht unterschiedlich.
  • Vitamin-B12-Präparate können einen Mangel sicher beheben.
  • Vitamin B12 sollte auch zur Deckung des Tagesbedarfs überdosiert werden.
  • Bei einer Aufnahmestörung sind sehr hohe Dosen einzunehmen.

Vitamin-B12-Mangel bei verschiedenen Ursachen

Wurde ein Vitamin-B12-Mangel nachgewiesen, ist zunächst festzustellen, was die Ursache des Mangels ist, da diese entscheidend für die Form der Therapie ist. Mögliche Ursachen sind:

  1. Mangelnde Zufuhr/Ernährung
    Es wird nicht genug Vitamin-B12 über die Nahrung zugeführt. Zum Beispiel bei Veganern
  2. Erhöhter Verbrauch
    Es wird vorübergehend mehr Vitamin B12 verbraucht, als durch die Ernährung gedeckt wird. Dies ist zum Beispiel bei Schwangerschaft, längerem Stress oder Giftbelastungen der Fall.
  3. Aufnahmestörung
    Es wird genug Vitamin B12 zugeführt, dieses kann jedoch nicht aufgenommen werden. Dies ist zum Beispiel auch bei leichten Entzündungen des Magens und Darms häufig der Fall.

Die zwei Phasen der B12-Mangel-Therapie

Unabhängig von der Ursache des Mangel, läuft die Therapie eines Vitamin-B12-Mangels in zwei Phasen ab:

  1. Anfangstherapie: Hochdosiertes Anfluten, Auffüllen der Körperspeicher
  2. Erhaltungstherapie: Deckung des Tagesbedarfs, erhalt des B12-Spiegels

Die kurze, hochdosierte Anfangstherapie hat den Zweck über den Tagesbedarf hinaus ausreichend B12 zu liefern, damit die Körperspeicher rasch wieder gefüllt werden können und der Vitamin-B12-Spiegel im Körper auf einen guten Wert angehoben wird.

Danach wird zu einer geringeren Erhaltungsdosis übergegangen, welche nur mehr den Tagesbedarf deckt und so den erreichten B12-Spiegel stabilisert.

Dosierung B12-Mangel Therapie

Hier einige grobe Richtwerte für die Dosierung im Rahmen Vitamin-B12-Mangel-Therapie.

1. Hochdosierte Anfangstherapie

Bei einem nachgewiesenen Mangel ist die Anfangstherapie für alle Ursachen gleich.

Anfangstherapie5000 µg/Tag für 4-6 Wochen1000 – 1500µg/Woche für 6-8 Wochen

2.Erhaltungstherapie

Ernährungsbedigt250 µg/Tag
Erhöhter Verbrauch500 µg/Tag
Aufnahmestörung1000 µg/Tag1000µg/Monat

Diese Erhaltungsdosen liegt zwar deutlich über dem Bedarf von 3 μg, jedoch wird nur ein geringer Teil des oral aufgenommenen B12 vom Körper tatsächlich resorbiert, während der überwiegende Teil mit dem Urin ausgeschieden wird.

Pro oraler Dosis kann der Körper maximal 1,5 μg über den Intrinsic Factor und weitere 1 Prozent der Dosis über passive Diffusion aufnehmen. Aus diesem Grund sind entweder recht hohe Dosen einzunehmen, um die passive Diffusion auszunutzen, oder kleine Dosen mit großem zeitlichen Abstand über den Tag verteilt, um den IF optimal auszunutzen.

Therapie bei mangelnder Aufnahme

Wenn nicht genügend Vitamin B12 mit der Nahrung zugeführt wird, leeren sich nach und nach die Körperspeicher in der Leber und den Zellen. Schon während dieser Zeit kann es zu vielfältigen Symptomen und Mangelerscheinungen kommen. Spätestens wenn die Körperspeicher der Neige zu gehen stellen sich zum Teil schwere Symptome ein.

Besonders bei Vegetariern und Veganern liegt häufig ein ernährungsbedingter Mangel vor. Ist die mangelnde Zufuhr die einzige Ursache des Mangels, kann eine ausreichende Aufnahme von B12 durch entsprechende Vitamin-B12-Präparate dieses Defizit ausgleichen und den Mangel beheben.

Bei Serumswerten von unter 200 ng/l oder starken Symptomen ist eine Anfangtherapie mit Injektionen oder hohen oralen Dosen zu empfehlen. In allen anderen Fällen reicht eine orale Gabe von üblichen Dosen Vitamin B12 meist aus.

Möglicherweise liegt aber gleichzeitig auch eine Aufnahme- oder Verwertungsstörung vor, so dass eine Aufnahme von Vitamin-B12-Präparaten bis zu 250 µg den Mangel nicht beheben kann. Wer hier sichergehen möchte, kann nach mehrwöchiger Einnahme von Vitamin-B12-Präparaten einen entsprechenden Vitamin-B12-Test machen, um festzustellen, ob die erhöhte Zufuhr von Vitamin B12 auch die erwarteten Veränderungen der Werte mit sich bringt.

Die Therapie bei erhöhtem Verbrauch verläuft auf die gleiche Weise.

Vitamin-B12-Therapie bei einer Aufnahmestörung

Bei einer Aufnahmestörung muss die Vitamin-B12-Dosis entsprechend höher gewählt werden. Eine orale Zufuhr von Vitamin B12 in Höhe der Tagesdosis kann zu keinem nachhaltigen Ergebnis führen, dar das Vitamin B12 vom Körper nicht ausreichend gut aufgenommen werden kann. Die Aufnahme über den Intrinsic Factor fällt hier vollständig weg.

Einige Studien kommen daher zu dem Ergebnis, dass Vitamin B12 in der Form von oral verabreichtem Cyanocobalamin bei einer einfachen Dosis mindestens 200-fach über der empfohlenen Tagesdosis dosiert werden muss, um bei Anämie-Patienten einem Mangel sicher vorzubeugen. [1] In diesem Falle wären also 500-1000 μg einzunehmen.

Ist ein akuter B12-Mangel aufgrund von Aufnahmestörungen festgestellt, werden deshalb über längere Zeit sehr hohe Dosen Vitamin-B12 über Injektionen (meist 1000 μg/Woche) oder orale Präparate (meist 1000-5000 μg/Tag) verabreicht. Auf diese Weise wird für die Dauer der Ursachen-Suche eine Versorgung der Zellen mit B12 sichergestellt. Bei solch hohen Dosen werden auch oral ausreichende Mengen Vitamin B12 durch passive Diffusion im Darm aufgenommen.

Bei chronischen, nicht-heilbaren Befunden – etwa einer Entfernung wichtiger Teile des Dünndarms – muss die Therapie mit Injektionen dauerhaft fortgesetzt werden, da sonst der Mangel sofort wieder einsetzt. Bei unklarer Ursache der Aufnahmestörung beginnt gleichzeitig zur Supplementierung die Suche nach den Ursachen. Häufigste Ursachen sind chronische Störungen der Magen- und Darmschleimhäute, Alkoholkonsum / Drogen, Mangelernährung und Stress (körperlicher und psychischer Stress). Etwas seltener sind der Befall mit Helicobacter pylori, Wechselwirkungen mit Medikamenten und Erbkrankheiten.

Das richtige Vitamin B12-Präparat

Für die Vitamin-B12-Therapie werden verschiedene Vitamin-B12-Präparate angeboten, die recht unterschiedliche Formen von Vitamin B12 enthalten. Besonders verbreitet sind Cyanocobalamin, Hydroxocobalamin und Methylcobalamin.

Cyanobalamin ist eine synthetische Form von Vitamin-B1 und wird im Körper zu Methylcobalamin und dem Giftstoff Cyanid zersetzt, auf den einige Menschen mit zum Teil starken allergischen Reaktionen reagieren. Der künstliche Stoff Cyanocobalamin war wegen der einfachen synthetischen Herstellung besonders in den USA lange Zeit das Standard-Mittel bei Vitamin-B12-Mangel, wird heute aber wegen der genannten Nachteile häufig durch eine der anderen Formen ersetzt. Einige Fachleute fordern sogar, den Wirkstoff ganz vom Markt zu nehmen, da alle anderen Formen vorzuziehen seien. [2]

Hydroxocobalamin ist eine natürliche Form von Vitamin B12, wie sie in der Natur häufig vorkommt. Es muss im Körper ebenfalls erst umgewandelt werden, hat aber gegenüber Cyanocobalamin den Vorteil, dass es nicht so schnell ausgeschieden wird und etwas leichter verfügbar ist. Zudem erfüllt es wichtige Aufgaben in der Entgiftung. Hydroxocobalamin ist der internationale Standard der Vitamin-B12-Präparate für Injekctionen und wird auch von der WHO als Mittel der Wahl empfohlen. [3]

Für eine orale Vitamin-B12-Therapie eignen sich aber vor allem auch Methylcobalamin und Adenosylcobalamin, welche direkt vom Körper verwertet werden können. Sowohl Cyanocobalamin als auch Hydroxocobalamin müssen im Körper zu Methylcobalamin und Adenosylcobalamin umgewandelt werden, um wirksam zu werden. Methylcobalamin und Adenosylcobalamin werden daher als bioaktive Coenzym-Formen  von Vitamin B12 bezeichnet. Alle Informationen hierzu auch in unserem Artikel Vitamin-B12-Präparate.

Ein ideales Vitamin-B12-Präparat kombiniert die natürlichen Formen Methylcobalamin, Hydroxocoblamin und Adenosylcobalamin. Alle drei Formen haben im Körper völlig unterschiedliche Funktionen und werden für verschiedene Prozesse dringen benötigt. Diese drei Formen kommen auch in natürlichen Nahrungsmitteln gemeinsam vor.

Vitamin B12 aus Algen

Oft werden Algen wie Spirulina, Chlorella und Nori als alternative und vegane Vitamin-B12-Quellen verkauft. Dies ist jedoch sehr umstritten. Algen enthalten neben Vitamin-B12 auch große Mengen Pseudovitamin-B12, dieses blockiert verschiedenen Studien zufolge die Aufnahme von echtem B12 und führt so in der Summe zu einer negativen B12-Bilanz. [4] Andere Studien kommen hingegen zu dem Ergebnis, dass sich der B12-Serumsspiegel durch Algen durchaus anheben lässt. Inwiefern dadurch eine Versorgung der Zellen mit B12 gewährleistet ist, kann jedoch nicht mit Bestimmtheit gesagt werden. Einzig die Alge Chlorelle scheint wirklich verwertbars B12 zu enthalten – der Gehalt ist jedoch für die Anwendung im Rahmen einer B12-Therapie zu gering.

Kofaktoren für die B12-Versorgung

Neben Vitamin-B12 sollte während der Therapie auch auf die Zufuhr der anderen Vitamine des B-Komplexes, insbesondere Folsäure geachtet werden, da diese im Stoffwechsel eng zusammenhängen. Des Weiteren spielen Folsäure, Biotin, Magnesium und Kalzium eine indirekte Rolle, da diese mit der B12-Verwertung in Wechselwirkung stehen. Bei einer B12-Therapie kann es kurzzeitig zu Eisenmangel kommen, da die Blutbildung sich intensiviert. Deshalb wird teilweise dazu geraten, in der Anfangstherapie nach einem sehr starken Mangel mit Blutarmuts-Symptomen auch Eisen zuzuführen.

Quellen

1. Eussen SM, de Groot LM, Clarke R, et al. Oral Cyanocobalamin Supplementation in Older People With Vitamin B12 Deficiency: A Dose-Finding Trial. Arch Intern Med. 2005;165(10):1167-1172. doi:10.1001/archinte.165.10.1167. 2.Freeman AG. Cyanocobalamin—a case for withdrawal: discussion paper. J R Soc Med 1992; 85: 686-771. PubMed 3. WHO Model List of Essential Medicines. 18th list (April 2013) http://www.who.int/medicines/publications/essentialmedicines/en/4. Dagnelie PC, van Staveren WA, van den Berg H. Vitamin B-12 from algae appears not to be bioavailable. Am J Clin Nutr. 1991;53:695-7.



47 Responses to “Vitamin-B12-Mangel – Therapie und Behandlung”

  1. Ich habe gehört/gelesen, dass eine jahrelange Einnahme von Protonenpumpenhemmern (wenn auch in geringer Dosis)die Demenzwahrscheinlichkeit bis zu 43% erhöhen kann. Kann man diesem Effekt mit erhöhten Vitamin B-Gaben beikommen, denn das Vitmanin B12 wird ja offenbar durch die Einnahme von PPIs vom Körper ungenügend aufgenommen?

    • Hallo,

      eventuell werden noch andere Nährstoffe beeinträchtigt und sicher hat das Medikament noch anderen Nebenwirkungen – wie genau hier die Zusammenhänge sind, lässt sich nicht sagen.

      Grüße

  2. Ich habe einige Fragen zu B-12. Mein Neurologe hat vor 2 Jahren festgestellt, mein Vitamin-B12-Speicher ist leer und wird natürlich nicht mehr aufgefüllt. Eine lange Odyssee bis man das Problem erkannte. 2004 Krebserkrankung mit Bestrahlung und Chemo, sehr gut geholfen, bis jetzt alles o.k. Einige Zeit danach, taubes Gefühl in den Füßen, ständiges Kribbeln in den Füßen, das Laufen viel mir schwer. Dann 2012 Schlaganfall, die Beschwerden seitdem wesentl. größer. Den Schlaganfall wie die Krebserkrankung habe ich sehr gut gemeistert, geistig bin ich hoch fit, laut der Diagnose meiner Ärzte. Seit 2 Jahren spritze ich Vitamin B12, na klar, das billigste was die Kasse verordnet, Cyanocobalamin. Wenn ich spritze habe ich nach einiger Zeit einen positiven Effekt, der aber ganz schnell nachlässt. Mein Neurologe/Hausarzt ???
    Dann bin ich auf ihre WebSite gestoßen!!! Das lässt mich aufatmen, ganz neue Informationen. Was können sie mir empfehlen als Kombi zum Spritzen. Zum Aufbauen und zur weiteren Therapie?
    Danke für Ihre Antwort
    Frank Klemm,

    • Hallo,

      generell empfehlen wir Hydroxocobalamin.
      Zweitens ist der Blutspiegel (möglichst Holo-TC) im Auge zu behalten.
      Es kann sein, dass ihr Wert nach den Cyano-Injektionen sehr schnell wieder abfällt. Sie müssten dann individuell das richtige Intervall für Sie ermitteln.

      Alternativ können hohe orale Dosen ab 1000µg/Tag einen ähnlichen Effekt haben, wie Injektionen.

      Grüße

  3. Sehr geehrter Herr Rotter,
    bei mir wurde im Mai 2015 ein Vitamin B12-Mangel festgestellt. Höchstwahrscheinlich bestand dieser schon viel länger, die ersten Symptome (Kribbeln, Muskelzittern) hatte ich bereits im Februar 2014. Leider konnte erst ein Wechsel des Neurologen den Mangel aufklären; der erste Neurologe hielt meine Beschwerden für psychosomatisch. Seit der Diagnose substituiere ich mit 1000 µg Methylcobalamin in Form von Lutschtabletten. Meine Beschwerden sind wesentlich besser, allerdings nicht vollständig weg. Ein Urintest vor 3 Wochen ergab, dass kein Mangel mehr besteht. Nun meine Frage: Kann es sein, dass die Nerven bereits irreversibel geschädigt sind? und wie macht sich so eine irrversible Nervenschädigung bemerkbar? Sind die Symptome dann dauerhaft (z.B andauerndes Kribbeln in den Fingern) vorhanden oder können diese auch nur sporadisch auftreten? (z.B. heute Kribbeln, morgen nicht)? Ich leide immernoch an sporadisch aufretenden Missempfindungen und Muskelzuckungen an verschiedenen Stellen…
    Herzlichen Dank für Ihre Antwort!

    • Hallo,

      erst bei lang anhaltenden Mängeln treten irreversible Schäden auf – die Symptome sind dann aber eigentlich über einen langen Zeitraum recht deutlich.
      Die Regeneration der Nervenscheiden dauert vermutlich einige Zeit, nachdem der Mangel behoben ist.

      Grüße

  4. sehr geehrter Herr Rotter,
    mein Mann hatte am 08.01.2015 eine Darmkrebs OP. Entfernt wurden Teile des Dünn- u. Dickdarms und damit auch das Ventil zwischen beiden. Der Krebs wurde mit Chemo erfolgreich bekämpft( Februar bis September 2015 )In der ganzen Zeit akuter Durchfall. Während der Reha im Oktober wurde der Durchfall mit Colestyramin erfolgreich bekämpft, und eine Empfehlung zur B 12 Kontrolle ausgesprochen .Der Wert war 193 pg/ml und wurde für gut befunden. Meine Recherchen ergaben aber, daß das zu niedrig ist, mein Mann ist 88 Jahre. was würden sie empfehlen. vielen Dank im voraus Brigitte

    • Hallo,

      nach unserer Interpretation ist das in der Tat ein Mangel.
      B12 sollte jedoch erst nach abgeschlossener Krebstherapie verabreicht werden, das es das Zellwachstum insgesamt anregt.

      Zu den Dosierungen finden Sie alle Angaben in den entsprechenden Artikeln.

      Grüße

  5. Guten Tag,
    bei mir wurde im Oktober 2015 ein Vitamin B12 Mangel festgestellt. Daraufhin habe ich insgesamt bis zum 13.01.2016 11 Injektionen je 1000µg bekommen. Vor der letzten Injektion am 13.01. wurde mir Blut abgenommen um zu schauen wie hoch der Serum Wert inzwischen ist. Nun kam das Ergebnis und ich bin mehr als verunsichert, denn der liegt jetzt bei 2000.
    Meine Fragen nun dazu:
    Ist das nicht sehr hoch und könnte es sich jetzt auch wiederum negativ auswirken?
    Wie hoch sollte der Wert nach so eine Therapie sein?
    Auch kann ich bisher keine wirkliche Verbesserung der Symptome feststellen(Kribbeln und Schmerzen in Armen/Händen und Füßen/Beinen, innere Unruhe, Verdauungsstörungen, Sodbrennen und Magenschmerzen, Durchschlafstörungen, Depressive Verstimmungen und Angstzustände, sowie kribbeln in der Zungenspitze)
    Ich hoffe sehr sie können mir weiterhelfen.
    Mit freundlichen grüßen
    Josy

    • Der Holo TC Wert liegt nach den Spritzen bei 150. Hatte ich vorab vergessen zu schreiben.
      MfG

    • Hallo,

      sehen Sie – das ist ein guter Wert.
      Der Überschuss im Serum wird mit der Zeit augeschieden.

      Grüße

    • Hallo,

      es ist nicht sinnvoll, den Wert während der Therapie zu messen – ein Test nach 2-4 Wochen wird mit Sicherheit niedrigere Werte zeigen.

      Wurden Folsäure und Biotin auch getestst?

      Grüße!

  6. Hallo,
    mich interessiert B12 im Zusammenhang mit neurologischen Ausfällen.

    Wie lange dauert Ihrer Erfahrung nach die Besserung neurologischer Defizite nach der Substituierung von B12? Auch im Hinblick auf die bereites bestehende Dauer der Beschwerden und ausgehend von einer oralen Einnahme sowie der normalen Verwertung durch den Körper? z.B. die Besserung bei Mißempfindungen der Extremitäten!

    Und welchen Einfluß hat die Höhe des therapierten B12-Spiegels auf die Genesung, ausgehend davon, daß man seinen Wert ja entweder im unteren oder oberen Bereich der empfohlenen B12-Spanne (z.B. im Serum 211-911)halten kann? Mit anderen Worten, gesundet man besser wenn man, rigoros gedacht, auf 211 kommt und erhält oder auf 911 geht und erhält?

    Drittens und letztens – sind ideale Spiegel bei jedem Menschen unterschiedlich? Sie Selbst sprechen, ungeachtet der Aussagekraft des B12-Serumwertes, von 300 und höher, an anderer Stelle zitieren Sie 600 – im Internet lese ich von 400-2000, und möglich seien 5000. Das spreizt sich ziemlich stark!

    Besten Gruß,
    JS

    • Hallo,

      nicht alle neurologischen Ausfälle sind auf B12 zurückzuführen – auch andere Nährstoffe können beteiligt sein.
      Also auch bei nachgewiesenem B12-Mangel wäre eine Überprüfung von Vitamin D, Folsäure und B6 noch sehr ratsam.

      Bei einer oralen Einnahme kann die Erholung recht lange dauern – ich würde von mehreren Monaten ausgehen.
      Deshalb werden bei Neropathien meißt Injektionen eingesetzt.

      Aktuell empfehlen Experten, bei solchen Symptomen einen Blutspiegel von 400-600 anzustreben.
      Vergleichende Studien zur Genesung bei verschiedenen Blutspiegeln sind mir nicht bekannt.
      Es ist aber einleuchtend, dass ein Wert von 211 sicher nicht ausreichend ist.

      Direkt nach Injektionen können die Blutwerte durchaus mal 2000 und höher anzeigen – das ist unbedenklich.
      Dauerhaft haben solche Spiegel keinen mir bekannten Nutzen.

      Grüße

  7. Hallo:)
    Mein Wert liegt bei 177pg/ml.
    Therapie Vorschlag war 1xwöchentlich 1000 microgramm cyanocobalamin und zusätzlich täglich 25 mircogramm methylcobalamin als Kapsel.
    Ich habe nun 2 wochen schon hinter mir, nun habe ich mich informiert und denke Hydroxocobalamin-Injektionen wären besser, würden da 1500 mircogramm pro Woche reichen? und zusätzlich noch ein orales Präparat? Wenn ja wie sollte die Dosierung sein?
    Vielen Dank!

    • Hallo,

      Hydroxocobalamin hat tatsächlich einige Vorteile gegenüber Cyanocobalamin, es ist auch wirksamer, kann also in gleicher Dosierung verwendet werden.
      Orale Präparate sind begleitend zu den Injektionen nicht zwingend nötig, für eine gute Aufnahme sind aber 250-500µg sinnvoll.

      Grüße

  8. Hallo,
    mein Vitamin B12 Spiegel war im Bluttest auf 19. Ich habe vor 28 Jahren durch eine Darm-OP leider einen Teil Dünn- und Dickdarm verloren. Wie kann ich den Vit. B12 Spiegel am Besten wieder auffüllen? Helfen sublinguale Vitamin Lutschtabletten? Ich bekomme alle viertel Jahre eine Vitamin B12 Spritze. Hilft wohl nicht. Lieben Gruß Rosi

    • Hallo,

      ein Wert von 19 – in welchem Test und welcher Einheit?
      Aber fast unerheblich von Test und Einheit ist dies ein katastrophaler Wert.
      In solchen Fällen erfolgen Injektionen normalerweise wöchtenlich, wenn nicht sogar 2-3x wöchtenlich.
      Sie sollten hier dringend mit einem sachkundigen Arzt sprechen – Lutschtabletten sind hier nicht mehr das Mittel der Wahl.

      Grüße

  9. Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich hätte 3 Fragen:
    1. ich habe gestern eine B12 Spritze erhalten (Hevert)und seit dem sind meine Muskeln total fest und hart, habe auch Muskelschmerzen seit heute Nacht.
    Was kann das sein?
    2. ich leide zusätzlich noch an einem Eisenmangel, der noch nicht behoben ist.
    Wie ist die Wirkungsweise zwischen Eisenmangel und B12 Mangel, soll ich zuerst den Eisenmangel beheben (dauert ewig mit Tabletten Solgar – Gentle Iron, Eisen-Bisglycinat = besser verträglich, keine Nebenwirkungen).
    Haben Sie hierzu Empfehlungen?
    3. Was halten Sie von Medivitan ? (Deutlich teurer als Hevert)

    Vielen Dank!
    MFG Fuchs

    • Hallo,

      1. An der Einstichstelle kann das Vorkommen, am ganzen Körper nicht. Eine Erklärung habe ich dafür leider nicht.
      2. Das kann gleichzeitig behoben werden.
      3. Kombi-Präparate können Sinn machen, wenn auch alle Nährstoffe wirklich benötigt werden.

      Grüße

  10. Lieber Herr Rotter,
    ich möchte mich auch ganz herzlich für die vielen Information bedanken. Es scheint mir hier wirklich alles sehr sachlich neutral beleuchtet zu werden. Dies würde ich mir auch von meinen Ärzten und Heilpraktikern wünschen. Aber viele sind da meiner Meinung nach einfach zu eingefahren auf ihrer Schiene und lassen da auch nur schwer andere Meinungen zu.

    Daher hätte ich gerne auch von Ihnen nochmal eine Einschätzung:
    Ich bin 31 Jahre alt und bei mir wurde mit 17 Morbus Crohn diagnostiziert. Da die Diagnose erst in einer fortgeschrittenen Akutphase gestellt wurde musste mir ein halbes Jahr später ein Stück Darm entnommen werden. Hauptsächlich die Ileocoecalklappe + ein Stück angrenzender Dünn- und auch Dickdarm. Seit ich meine Ernährung auf Hildegard von Bingens Ernährungstherapie umgestellt habe geht es mir mit meinem Darm sehr gut, allerdings hatte ich einen starken Eisenmangel HB 7 und Ferritin unter 5, den ich aber schon seit der Pubertät (vermutlich durch meine starken Monatsblutungen) immer wieder mal habe und mit Eisentabletten dann immer wieder behebe.
    Auf Grund den Erkenntnissen aus der ChinaStudy bin ich gerade dabei meine Ernährung auf vegan oder überwiegend vegan umzustellen. Das mache ich nun schon fast ein halbes Jahr und mein Darm ist damit sehr zufrieden. :-)
    Ich achte verstärkt auf gute pflanzliche Eisenquellen: Vollkorn (teilweise mit der eigenen Mühle gemahlen), Kürbiskerne, Pseudogetreide (z. B. Amaranth) und grünes Gemüse und Salate.
    Trotdem hat der letzte Bluttest beim Arzt einen Ferritinwert von 3 angezeigt. HB und Vitamin B12 waren allerdings im Normbereich (Zahlen habe ich leider noch nicht vorliegen). Aufgrund der Infos dieser Seite habe ich noch einen Urintest für B12 machen lassen. Da ich vermutete, der niedrige Eisenwert kommt durch B12 Mangel, da wohl meine Aufnahme erschwert ist aufgrund des fehlenden Darmstücks und als Veganer die Zufuhr auch nicht gegeben ist.
    Hier sind meine Werte:
    Kreatinin: 0,55 g/l und Methylmalonsäure i. Urin: 2,25 mg/g Kreatinin
    Das finde ich jetzt für meinen Fall erstaunlich gut.
    Meine Heilpraktikerin hat mir nun Eisentabletten, Vitamin C Tablette (zur besseren Eisenaufnahme) und Vitamin B2 aufgeschrieben.
    Sie meint Vitamin B12 brauche ich nicht.

    Wie ist ihre Einschätzung?

    Ich möchte langfristig auf jeden Fall B12 nehmen auf Grund meiner veganen Ernährung und eine Überdosierung kann es ja nicht geben bzw. hat keine Nachteile.
    Sollte ich mit der Einnahme trotzdem erst warten bis das Urintestergebniss einen Mangel anzeigt?
    Wie ist mein immer wieder auftretender Eisenmangel zu erklären? Ich dachte erst b12 Mangel ist Schuld, dass kann ja aber auf Grund der aktuellen Werte wohl nicht sein!?

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!
    Viele Grüße
    Anja

    • Hallo,

      das Ergebnis des MMA-Tests liegt genau auf der Grenze zum Mangel.
      Wir empfehlen hier die prophylaktische Einnahme von 250µg/Tag – bei Ihnen gleich dreifach: wegen des Wertes, wegen der OP und wegen der veganen Ernährung.

      Eisen aus pflanzlichen Quellen ist etwas schwerer aufzunehmen, als aus Fleich, weshalb man wirklich darauf achten muss.
      Eine Eisenkur oder eine höhere Aufnahme durch Lebensmittel wäre wichtig.

      Grüße

    • Dankeschön! Und wie häufig sollte ich meinen B12 Wert mittels MMA- Test überprüfen lassen, wenn ich konsequent täglich 250 einnehme?

    • Hallo,

      ich würde einen Test nach etwa 3-4 Monaten machen – wenn der gut ausfällt ist es nicht zwingend nötig fortlaufend zu testen.

      Grüße

  11. Guten Tag
    An dieser Stelle herzlichen Dank an Alle für die guten Infos in diesem Forum.
    Bei einem Arztbesuch sprach ich nebenläufig das Thema saurer Magen an.
    Worauf mir der Arzt 2 Schachteln Säureblocker in die Hand drückte und sagte das ich diese problemlos ein halbes Jahr anwenden könne und das Problem falls es noch vorhanden wäre, nach dieser Zeit genauer analysiert werden sollte.
    Ja das sind halt die typischen Ansätze nach Lehrbuch und man hat ja so auch noch ein bisschen Geld verdient.
    Bis anhin hatte ich die Säurespitzen wenn sie zu unangenehm wurden mit kurzfristigen nachträglich einzunehmenden Mitteln behandelt.
    Was für ein Segen mit diesen Blockern konnte alles wieder geniessen, nur stellte ich fest das die Verdauung immer seltsamer wurde. Darauf beschloss ich das absetzten dieses Medikaments.
    Insbesondere wurde mir beim lesen in den Foren bewusst das die Blocker das Thema noch weiter veschlimmern.
    Ich hatte seit Jahren immer wieder Refluxprobleme/schwäche. Je nach Essen und/oder Getränk kochte der Magen vor Säure.
    Ich habe dann B12 Methylcobalamin in 1000 Form bestellt und nehme diese seit 3 Monaten täglich 1 Stück. Der Reflux ist heute in Topform, dass heisst ich habe praktisch keine Probleme mehr mit Säureaufstossen.Von mir aus gesehen hat es in der Regel auch nichts mit einer Uebersäuerung des Körpers zu tun. Je nach Speise oder Getränk steigt die Säureausschüttung im Magen und reguliert sich auch wieder selber.
    Entscheidend ist hält der Reflux dicht oder nicht.
    Ich geniesse heute auch wieder alle Lebensmittel wie früher. Einen Test habe nie gemacht wie hoch der B12 Spiegel heute ist, da verlasse ich mich auf mein Gefühl, resp.wie sich mein Reflux benimmt.Ich werde es noch 2 Monate so weiter einnehmen und dann die Dosierung reduzieren.
    Ich möchte allen einfach Mut machen sich von der Abhängigkeit dieser Blocker zu lösen. Am Anfang wird es noch nicht immer optimal sein und Rückfälle sind inbegriffen. Mit der Zeit wird man nur noch gewinnen und merken wie es von Tag zu Tag besser wird. Auch die depressiven Phasen sind viel besser geworden ebenfalls das kribbeln von Händen und Füssen.
    Nochmals vielen Dank an Herr Rotter und alle die sich die Zeit genommen haben einen Beitrag hier zu schreiben es hat mir sehr geholfen. Meine Lebensqualität hat sich erheblich gesteigert.
    Herzliche Grüsse
    Walter

  12. Sehr geehrter Herr Rotter,
    erstmal vielen Dank für die informative Seite. Ich bin froh viele Informationen zu bekommen, denn die ganzen widerspüchlichen Meinungen über B12 habenmich verwirrt.
    Ich bi 46 Jahre jung und lebe schon seid viele Jahre vegatarisch und seid 3,5 Jahren aus ethischen Gründen vegan. Ich koche sehr bewusst und vermeide Fertigprodukte, soweit es möglich ist. Meine Ernährung tut mir gut,allerding merke ich seid einigen Monaten eine schleichende Verschlechterung meines Allgemeinbefindens,das heisst Schlafstörungen, Antriebsschwäche, Gereiztheit, Vergesslichkeit … ich habe Vermutet, es sind die Wechseljahre, aber die Symptome weissen auf einen B12 Mangel hin, der schon starke Auswirkungen hat. Ich bin unkonzentriert und kann mir weniger merken, meine Füsse sind manchmal wie taub und es treten Muskelzuckungen auf.Beruflich bin ich sehr eingespannt.
    Ich wiege 53 kg bei 1,70m Körpergröße, bei relativ grosser Muskelmasse, ich bin recht sportlich. Bei jährlichen Blutuntersuchung ist mein Internist sehr begeistert über meine tollen Blutwere und die ausgezeichneten Stoffwechselwerte und ich soll so weiter machen. Aber ich habe mich gefragt, warum es mir manchmal richtig schlecht geht.
    B12 Werte werden nicht untersucht, da viele Ärzte einen Mangel für nicht so wichtig halten.
    Nachdem ich nun Symptome eines Mangels kenne, bin ich mir sicher,dass ich einen extremen Mangel habe,klar, ich habe so gut wie nicht drauf geachtet.
    Irgendwie habe ich das Vertrauen in Ärzte verloren, da man als Veganer schon recht schwer hat,zumindest hier in der Pfalz.
    Ich werde eine Kur mit 1000mg täglich Lutschtabletten Methycobalamin vegan für 3-4 Monate machen und anschliessend auf 250 mg reduziernen.
    Vielen Dank nochmal für den Anstoss aktiv zu werden, ich melde mich dann, ob und was sich verändert hat.
    Noch etwas in eigener Sache. Wer gesundheiliche Probleme hat und dauerhaft schlank bleiben will, dem empfehle ivh eine vegane Ernährung. Neben den ethischen Aspekten habe ich auch viel andere Vorteile für den Körper kennen und schätzen gelernt. Die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert!
    Allen ein gesundes und somit glückliches Leben,
    Jana aus der Pfalz

  13. Hallo,
    ich bin 42 Jahre alt. Nach der Geburt unseres Sohnes (1998) wurde bei mir Hashimoto festgestellt. 2007 eine Autoimmungastritis, bekomme schon all die Jahre i.m. Spritzen mit Hydroxocobalamin. Ich möchte sehr gern den Versuch starten, Vitamin B12 oral einzunehmen. Seit Anfang Mai diesen Jahres nehme ich von Ankermann einmal täglich am Abend 1 Tablette a 1000 Mikrogramm ein. Ich habe in letzter Zeit viel über die B12 Einnahme gelesen und suche nach einer optimalen Form. Wäre bei einer Autoimmungastritis die Einnahme von Methylcobalamin als Kapseln, z. B. von pure encecapsulations eine Lösung? Wie hoch sollte ich dosieren? Eher 1500 Mikrogramm über den Tag verteilt?
    Freundliche Grüsse
    Conny

    • Hallo,

      bei einer Gastritis sind Sie auf die passive Diffusion angewiesen – verteilt über den Tag einzunehmen, bringt hier keinen Vorteil.
      Die Aufnahme bei Gastritis ist meist wirklich mangelhaft, daher liegen sie mit 1000-1500µg schon sehr richtig.

      Ich würde Methylcobalamin gegenüber Cyanocobalamin bevorzugen, ja. Es gibt auch Kombinationen aus Methyl- und Hydroxocobalamin, die sehr gut sind, allerdings nur in 500er Dosierung – da müssten Sie dann also mehrere Kapseln einnehmen.

      Grüße!

  14. Sehr geehrter Herr Rotter.
    Ich habe unter einem zweimal hintereinander liegenden grippalen Infekt gelitten. Nun sind die Erkältungssymptome so gut wie weg, aber ich leide seit 1 Woche unter „Unruhezuständen“. Dieses wirkt sich aus, wie das Gefühl nach einem grossen Adrenalinschub. Die Beine sind zittrig und die Arme auch. Nicht sichtbar allerdings. Leichter Schwindel begleitet diesen Zustand. Kein Schwank- und auch kein Drehschwindel. Der Hausarzt hat bei mir verschiedene Untersuchungen gemacht, die alle soweit in Ordnung waren. Laborwerte sind tip top bis auf einen Vit B12 Mangel. B12 ist auf 200, Holotranscobalmin auf nur 32. Nur der neurologische Test war ganz leicht auffällig. Er hat es mir so erklärt: Manche Grippeviren greifen auch mal das Gehirn an. Das könnte man wie einen Wackelkontakt bezeichnen. Dies kann bis zu ca. 4 Wochen dauern und dann wäre alles wieder gut. Kann diese Symptomatik auch mit dem B12-Mangel in Verbindung stehen?
    Freundliche Grüsse
    R. Hahn

    • Hallo,

      das ist wirklich sehr schwer zu sagen – diese Symptome sind sehr unspezifisch udn können diverse Ursachen haben.
      So oder so sollte der B12-Mangel aber behoben werden, es wäre zu hoffen, dass di Symptome dadurch besser werden – wenn nicht müssen Sie leider weiter suchen.

      Grüße

  15. hallo,
    mein Mann leidet seit einigen Jahren an heftigen Schmerzen im unteren Beinen (Fussgelenk und Wade) brennen, kribbeln, Kältegefühl, u.s.w. Eine Neurologische Untersuchung ergab eine nervliche Erkrankung in den Beinen.Da wir gehört haben das es auch an B12 Mangel liegen kann, hat er eine Blutuntersuchung gemacht. WertVIIB12 ng/1 710. Wir essen kein Fleisch und keine Wurst. Vorbelastungen: Herzinfakt. Alter 66 Jahre.Nichtraucher, Alkohol nur in ganz geringen Mengen.Der Neurologe hat ihm jetzt Gabapentin AbZ 300mg verordnet 3x täglich 1 Kapsel, das verträgt er nicht gut.Morgenübelkeit und nächtliche Herzritmußstörungen treten auf. Sollte er es mal mit einer Ergänzung von B12 versuchen ?

    Vielen Dank für eine Antwort
    Angelika Tschee

    • Hallo,

      710 ist ein erstaunlich hoher Wert, wenn Sie kein Fleisch essen.
      Eventuell könnten einen Holo-TC oder MMA-Test machen lassen, um sicherzugehen, dass hier nicht nur inaktive-b12-Analoga gemessen werden.
      Leider ist der normale Bluttest da ungenau.

      Bei einem so hohen Wert wären Supplemente sinnlos, wenn es wirklich der echte B12-Wert ist.

      Grüße

  16. Welche Ursachen sind möglich, dass trotz hoher Dosen Vitamin B12 subcutan , jetzt B12 Wert im Blut ca 1800; aber Methylmalonsäure im Urin 2,5.
    Aufnahmestörung über Magen Darm liegt offensichtlich vor.

    • Hallo,

      haben Sie noch weitere Beschwerden, insbesondere mit der Leber?
      Der Wert im Blut ist unüblich hoch, der MMA-Wert weißt auf eine gestörte Verwertung hin.
      Auch Biotin- oder Magnesiummangel können beteiligt sein, da diese zur Umwandlung von B12 benötigt werden.

      Grüße

  17. Lieber Herr Rotter,
    danke für diese informativen Webseiten!

    Bei mir wurde ein starker Vitamin B12-Mangel diagnostiziert (Bluttest; Wert 108 (leider hab ich die Einheiten nicht zur Hand, aber ich denke, dieser Wert ist auf allen Skalen niedrig) und auch mein Homocystein ist stark erhöht (21.5). Ich ernähre mich seit ca 5 Jahren rein vegetarisch bzw. so vegan wie möglich. Allerdings habe ich seit meiner Kindheit kaum Fleisch/Fisch und nie Käse konsumiert, könnte mir also vorstellen, dass diese Unterversorgung durch die Nahrung schon länger besteht. Vor allem, wenn ich die Symptome von B12-Mangel lese, finde ich mich zum Teil schon wieder: Durchfallneigung, Einschlafen von Gliedmaßen, phasenweise depressive Verstimmungen und wenig Energie (allerdings keine konkreten Diagnosen dazu). Außerdem fühle ich seit ca 1 Jahr Schwäche im linken Bein (dachte eigentlich an Durchblutungsstörungen wg schwacher Venenklappen/Krampfadern).

    Dass dieser Mangel so massiv ist, beunruhigt mich sehr, meine Ärztin hat mir allerdings nur geraten, einfach oral zu supplementieren.

    Die Verfügbarkeit von Ampullen-Präparaten scheint mir in Österreich auch nicht besonders groß zu sein, in der Apotheke ist lediglich ein Präparat erhältlich (Erycytol 1 mg, 3 Ampullen pro Packung).
    Momentan supplementiere ich mit täglich 400 mcg Methylcobalamin (Konkret: Pure Encapsulations B-Complex Plus, um auch die anderen B-Vitamine aufzunehmen) und verwende zweimal täglich B12-Zahnpasta.

    Das sollte zumindest den Mangel nicht verschlimmern. Nun wäre meine Frage an Sie, welche Auffüll-Vorgehensweise Sie mir empfehlen bzw. welche Präparate in welcher Frequenz?

    Im Voraus herzlichen Dank für Ihre Antwort!

    Liebe Grüße
    Marie P (28 Jahre alt, alle anderen Blutwerte (kl. Blutbild) „im grünen Bereich“)

    • Hallo Marie,

      der schnellste Weg zum Auffüllen der Körperspeicher sind sicher Injektionen – das ist jedoch etwas umständlich und nicht jedermanns Sache.
      Präparate können auch über das Internet bestellt werden, Du bist also nicht auf die Apotheke angewiesen.
      Im Artikel zu Injektionen stehen hier Richtwerte zur Dosierung.

      Pure Encapsulations machen sehr gute Präparate, allerdings ist ein B-Komplex teilweise gar nicht nötig, da bis auf B12 und Folsäure die Versorgung ganz gut ist.

      Ich würde also empfehlen, gezielt B12 einzunehmen, vielleicht 1000 µg für einige Monate, je 500 µg morgens und abends.
      Das Aufüllen der Speicher dauert so eine ganze Weile, das ist aber nicht schlimm, da der Bedarf ja gedeckt ist.
      Wenn du den B-Komplex weiter nehmen möchtest, kannst du ja noch 500 µg reines B12 ergänzen.
      Die Methyl-Hydroxocobalamin Kapseln von Sunday wären hier eine gute Wahl.

      Grüße

    • Dankeschön für die schnelle Antwort!
      Da die Injektionen auch online nicht zu bekommen sind (nicht mal amazon liefert die nach Österreich, das scheint alles sehr streng zu sein), hab ich nun Erycytol Depot 1 mg verschrieben bekommen, das einzige Präparat, das es hier gibt. in der Packung sind 3 Ampullen enthalten.
      Vielen Dank für den Tipp mit den 1000 mcg. täglich – ich werde vorerst das b-komplex-präparat weiternehmen und dann noch 500 mcg vit b12 dazu.
      eine frage hätte ich noch: da ich erstmal „nur“ 3 injektionen bekomme – welcher abstand ist hier empfehlenswert? und: kann ich die oralen supplemente parallel zu den injektionen einnehmen oder sollte ich dann pausieren? Danke vielmals und liebe Grüße Marie

    • Hallo,

      Erycytol war uns nicht bekannt, ist aber ein gutes Präparat, wie es scheint.
      Die drei Injektionen können Sie sich im Abstand von 7 Tagen geben lassen.

      Die oralen Supplemente würde ich drei Wochen ausssetzen.

      Grüße

    • Dankeschön, das werd ich machen!

      Liebe Grüße
      Marie

    • Hallo, ich wollte mich mit einem kurzen „Zwischenbericht“ melden.
      Seit mehreren Wochen supplementiere ich nun oral – morgens mit b-complex-präparat und abends mit 500g methylcobalamin. zusätzlich verwende ich zweimal täglich b12-zahnpasta.
      (die injektions-ampullen hab ich mir zwar besorgt, aber es gab noch keine gelegenheit, sie anzuwenden – da ich auch angst vor akne habe, bin ich hier etwas zögerlich)

      positive veränderungen:
      – haut massiv verbessert
      – morgens aufstehen fällt leichter
      – schwitze viel weniger
      – arme & beine schlafen weniger ein

      .. ich weiß nicht, ob alles auf b vitamine zurückzuführen ist, aber ich freue mich sehr über diese etwicklung und hätte mir das nicht erwartet. :)

      vielen dank für die Hilfe und diese tollen Webseiten!
      ich werde mich in ein paar Monaten noch einmal melden und berichten.
      Im Jänner mache ich wieder einen Bluttest.

      Liebe Grüße
      Marie

    • Super! Das freut mich zu hören.

      Grüße!

    • Hallo,
      hier mein B12-Happy End:
      Ich war diese Woche bei der Blutabnahme – mit folgendem Befund: B12 ist auf 418 und Homocystein auf 4.9 – was mich sehr freut! Das Ganze hat ohne Injektionen geklappt, mit der oben beschriebenen Vorgehensweise – Zahnpasta und Supplemente.
      Vielen Dank nochmal für Ihre informativen Seiten!

      Liebe Grüße
      marie

    • Hallo Marie,

      es ist wirklich toll, dass Sie sich die Zeit nehmen, das hier nochmal zu posten. Meist hört man von den Kommentatoren ja nichts mehr. Uns freut das sehr zu hören und auch für andere Leser ist das sicher sehr hilfreich.

      Beste Grüße

  18. Karin E. Klöss:

    Hallo,bei mir wurde ein erhöhter Wert von Methylmalonsäure im Urin(5,86mg/g Kreatinin,Labor Dr.Kirkamm GmbH)
    gemessen,was auf einen Mangel von Vit.B12 hinweist.Nach 6 Medivitan Injektionen hat mein HA das Vit.B12 im Serum getestet,der Wert war >2000.Wobei der Wert von Folsäure vor einem Jahr auch in kurzer Zeit im nicht mehr messbaren Bereich hochgegangen ist.Musste Folsäure als Antagonisten einnehmen.Wie ist die Substitution weiterzuführen, was ist die mögliche Erklärung dazu daß die Werte in so kurzer Zeit im Blut ansteigen?

    • Hallo,

      dafür gibt es mehrere mögliche Erklärungen. Zum einen könnten Schwierigekeiten mit dem Vitamin-B12-Stoffwechsel in Leber oder Niere vorliegen.
      Zum anderen könnte die Umwandlung zu Adenosylcobalamin gestört sein oder ein starker Biotin-Mangel vorliegen. In beiden Fällen wäre die Methylmalonsäure erhöht, obwohl kein wirklicher B12-Mangel vorliegt.

      Sie müssten sich da mal mit ihrem Arzt auf Spurensuche begeben.

      Grüße!

  19. Welches B-Komplex-Präparat entspricht am ehesten Ihren Vorstellungen?

    • Guten Tag,

      wenn möglich würde ich mit einem Heilpraktiker klären, welche B-Vitamine Ihnen fehlen könnten und dann diese zuführen, bzw. die Ernährung entsprechend umstellen. Die meisten B-Vitamine kann man ganz gut auf natürlichem Wege zuführen.

      Grüße
      David Rotter

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