Vitamin B12 Formen

Vitamin B12 Wirkstoffe 

Vitamin B12 Formen

Vitamin B12 Formen: Die Vitamin B12 Wirkstoffe Cyanocobalamin, Hydroxocobalamin, Methylcobalamin und Adenosylcobalamin im Vergleich. Wirkung und Unterschiede.

Vitamin-B12 und seine verschiedenen Formen

Vitamin B12 ist das chemisch komplexeste aller Vitamine. Sein chemischer Name lautet Cobalamin, was sich von seinem zentralen Kobaltatom herleitet. Die beeindruckende Formel C63H88N14O14PCo lässt erahnen, welch gewaltiges Molekül sich hinter Vitamin B12 verbirgt. In dieser chemisch reinen Form kommt Cobalamin jedoch so gut wie nie vor. Meist ist es an andere Moleküle gebunden und diese unterschiedlichen Bindungspartner bestimmen auch die Namen der so entstehenden B12-Formen.B12-Formen-Uebersicht

B12-Formen in Nahrungsmitteln

In Nahrungsmitteln kommen vor allem drei Formen von Vitamin B12 vor:

Adenosylcobalamin und Hydroxocobalamin sind die häufigsten Formen in Fleisch, während Methylcobalamin besonders in Milchprodukten vorkommt. Andere Formen von Vitamin B12 finden sich in Nahrungsmitteln nur selten und in Spuren.

B12-Formen im Körper

Im Körper wirkt das aufgenommene Vitamin B12 als ein Coenzym (siehe auch: Vitamin-B12-Wirkung), das zahlreiche wichtige Enzyme bei ihren Funktionen unterstützt. Jedoch können nur zwei Formen von Vitamin B12 im Körper tatsächlich als Co-Enzyme aktiv werden:

Methylcobalamin und Adenosylcobalamin sind die aktiven CoEnzym-Formen von Vitamin B12. Methylcobalamin wirkt dabei im Zellplasma, während Adenosylcobalamin nur in den Mitochondrien aktiv ist.

Hydroxocobalamin (auch: Hydroxycobalamin) ist zwar selbst keine Coenzym-Form von Vitamin B12, kann aber vom Körper problemlos in eine der anderen Formen umgewandelt werden und ist eine im Stoffwechsel häufig vorkommende Zwischenform des Vitamins. Es bindet sich besonders gut an die Transportmoleküle des Körpers, so dass es sehr lange zirkuliert und dadurch von allen B12-Formen die beste Depotwirkung aufweist.

  • In allen Geweben (Muskeln, Organe – vor allem der Leber), findet sich hauptsächlich Adenosylcobalamin.
  • Im Blut und im Rückenmark finden sich zu gleichen Teilen Methylcobalamin und Hydroxocobalamin. (10)
  • In den Zellen werden sowohl Adenosylcobalamin als auch Methylcobalamin benötigt, die jedoch leicht ineinander umgewandelt werden können.

Vitamin-B12-Wirkstoffe in Präparaten

In Vitamin-B12-Präparaten wurden als Injektionen bisher vor allem das synthetische Cyanocobalamin und Hydroxocobalamin eingesetzt. Da die Vorteile von Hydroxocobalamin gegenüber Cyanocobalamin immer deutlicher werden, ist es in Europa heute meist das Mittel der Wahl bei Vitamin-B12-Injektionen. Einige Forscher sind sogar der Meinung, dass Cyanocobalamin ganz vom Markt genommen werden sollte. (1)

Auch in oralen Präparten wie Tabletten und Kapseln ist Cyanocobalamin noch immer der am meisten verwendete Wirkstoff. Zwar sind Methylcobalamin und Adenosylcobalamin die eigentlich bioaktiven Formen von Vitamin B12, sie sind aber außerhalb des Körpers chemisch leider sehr instabil – vor allem aufgrund ihrer Lichtempfindlichkeit – und darum schwerer herzustellen.

Neuerdings werden aber wegen deutlicher therapeutischer Vorteile (siehe unten) auch vermehrt Methylcobalamin und Adensosylcobalamin in Präparaten eingesetzt.

Der ideale B12-Wirkstoff ist eine Mischung!

Als ideal ist wohl eine Mischung aller natürlichen Formen zu bezeichnen, da der Körper sie jeweils für verschiedene Aufgaben dringend benötigt. Die beiden aktiven Formen werden auf verschiedenen Stoffwechselwegen gebildet und erfüllen völlig verschiedene Funktionen. Während lange eine Zufuhr von allein Methylcobalamin als ausreichend galt, wird dies heute zunehmend angezweifelt.(11) 

Statt eines einzelnen Wirkstoffs, ist also vermutlich eine Kombination aller natürlichen B12-Formen die optimale Lösung – und so kommt Vitamin B12 schließlich auch in Nahrungsmitteln vor.

Das ideale Vitamin-B12-Präparat enthält also eine Mischung aus Methylcobalamin, Hydroxocobalamin und Adenosylcobalamin. (11)

Wirkspektrum der bioaktiven Formen

Folgende Tabelle zeigt das Wirkspektrum der beiden bioaktiven Formen Methylcobalamin und Adenosylcobalamin.

MethylcobalaminZellplasma, Nerven, GehirnNeurotransmitter, Genregulation, Regeneration und Schutz von Nerven und Gehirn, Blutbildung, SehsinnDepression, psychische Probleme, Nervenschäden, Demenz, Blutarmut, Sehstörungen, Chronische Müdigkeit und Erschöpfung
AdenosylcobalaminMitochondrien, NervenZellenergie, Gehirnentwicklung, Hydration, Wachstum, MuskelaufbauChronische Müdigkeit, Energielosigkeit, Untergewicht, schwache Muskeln, Entwicklungsstörungen, Verdauungsstörungen,

Cyanocobalamin – synthetisches Vitamin B12

Über viele Jahre wurde in Vitamin-B12-Präparaten vor allem Cyanocobalamin eingesetzt, eine synthetische Form von Vitamin B12, die nicht direkt bioaktiv ist und im Körper oder Nahrungsmitteln natürlicherweise höchstens in Spuren vorkommt. Dafür ist Cyanocobalamin aber sehr leicht und billig herzustellen und vor allem sehr stabil.

Cyanocobalamin ist gut erforscht und hat sich in der Praxis als sehr wirksam und vom Körper gut verwertbar herausgestellt. Es wird seit vielen Jahren sehr erfolgreich in der Vitamin-B12-Therapie bei verschiedenen Krankheitsbildern eingesetzt. In den letzten Jahren gerät Cyanocobalamin trotzdem zunehmend in Kritik, wofür es verschiedene Gründe gibt:

  1. Giftigkeit: Oft wird behauptet, Cyanocobalamin wäre toxisch, da die im Körper abgespaltene Cyano-Gruppe das Gift Cyanid bildet. Die entstehenden Cyanid-Mengen sind jedoch so minimal, dass der Begriff toxisch hier kaum angebracht ist.
  2. Anlagerung in Zellen: Untersuchungen haben festgestellt, dass sich Cyanocobalamin bei der Therapie mit hohen Dosierungen um die 1000 µg in der Zellflüssigkeit anlagert.(2) Die Folgen sind bisher unbekannt.
  3. Bioverfügbarkeit: Es sind vier dezidierte Stoffwechselschritte notwendig, um Cyanocobalamin in eine der Coenzym-Formen umzuwandeln, was ein klarer metabolischer Nachteil ist. (3)
  4. Verwertungsschwierigkeiten: Bestimmte Erbkrankheiten aber auch Stoffwechselstörungen verhindern die Umwandlung von Cyanocoalamin in die aktiven Formen, so dass es nicht wirken kann. (4)
  5. Methylgruppen-Räuber: Cyanocobalamin benötigt für die Umwandlung zu Methylcobalamin eine Methyl-Gruppe, die es von der wichtigen Aminosäure S-Adenosylmethionin (SAM) bekommt. Cyanocobalamin reduziert so das dringend benötigte SAM.
  6. Mangelnde Depotwirkung: Zuletzt ist Cyanocobalamin den anderen B12-Formen in punkto Absorption unterlegen. Zwar wird Cyanocobalamin zunächst leichter aufgenommen, ein großer Teil wird jedoch über den Urin ausgeschieden, bevor es die Zellen erreichen kann.

Cyanocobalamin oder Hydroxocobalamin?

Im Vergleich zu Hydroxocobalamin hat Cyanocobalamin eine deutliche schlechtere Absorption und Depotwirkung, weshalb heute bei Injektionen meist Hydroxocobalamin bevorzugt wird. Auch wird für die Umwandlung von Hydroxocobalamin ein Stoffwechselschritt weniger benötigt als bei Cyanocobalamin.

Auch die Sorge um die Cyanid-Belastung entfällt bei Hydroxocobalamin. Interessant ist, dass Hydroxocobalamin sogar zur Entgiftung von Cyanid eingesetzt wird – wobei sich Cyanocobalamin bildet. Das bei normaler Ernährung im Körper nachweisbare Cyanocobalamin ist meist die Folge einer Rauchvergiftung oder starken Rauchens. Gerade Raucher sollten deshalb möglichst kein Cyanocobalamin einnehmen, sondern anderen B12-Formen den Vorzug geben, um ihre Cyanid-Belastung nicht weiter zu erhöhen, sondern es vielmehr sogar zu entgiften.

Hydroxocobalamin ist außerdem ein wirkungsvoller Fänger von Stickoxiden (Stickstoff-Radikalen), die für den sogenannten nitrosativen Stress verantwortlich sind, der an der Entstehung vieler Krankheiten beteiligt ist.

Cyanocobalamin vs. Methylcobalamin

Heute gibt es immer mehr Vitamin-B12-Präparate mit Methylcobalamin. Es konnte gezeigt werden, dass Methylcobalamin ohne Umwandlung vom Körper direkt verwertet werden kann und vom Körper deutlich besser verwertet wird, als Cyanocobalamin. (5)

Bei vergleichbaren oralen Dosen konnten im Serum zunächst fast identische Konzentrationen nachgewiesen werden. Während bei jedoch in der Folge bei Cyanocobalamin große Mengen des aufgenommenen B12 jedoch unverwertet durch den Urin ausgeschieden wurden, erhöhte sich bei Methylcobalamin das zelluläre Vitamin B12 und die Körperspeicher füllten sich.

Darüber hinaus konnten mit Methylcobalamin einige gesundheitliche Effekte erzielt werden, die mit Cyanocobalamin nicht möglich sind. In Tierversuchen zeigte sich zum Beispiel, das Methylcobalamin die Überlebensrate von Mäusen mit Krebs deutlich verlängert, während Cyanocobalamin hier völlig wirkungslos ist. (6)

Dies lässt sich vermutlich dadurch erklären, dass das für viele epigenetische Vorgänge wichtige S-Adenosylmethionin durch Methylcobalamin regeneriert wird, während Cyanocobalamin es im Gegenteil reduziert. Auch bei Schlafstörungen hat sich Methylcobalamin als überlegen herausgestellt: Es wird vermutet, das Methylcobalamin die Melatonin-Synthese beeinflusst, während Cyanocobalamin diesen Effekt nicht hat. (7)

Umwandlung der B12-Formen

Folgende Grafik zeigt die nötigen Umwandlungsschritte für die einzelnen B12-Formen. B12-Formen

Die bekanntesten B12-Formen

Abgesehen von den den besprochenen Cobalamin-Formen sind noch einige andere Formen bekannt. Folgende Tabelle gibt einen kleinen Überblick über alle zur Zeit erforschten Cobalamin-Formen:

AquocobalaminAquacobalamin, Vitamin B12aB12 + Wasser (H2O) Kommt im Körper als Zwischenprodukt vor.
HydroxocobalaminHydroxycobalamin, Vitamin B12b, OH-CblB12 + Hydroxygruppe (OH) Wird von Mikroorganismen hergestellt und kommt im Körper und in Lebensmitteln vor.
CyanocobalaminCN-CblB12 + Cyano-Gruppe (CN) Synthetisches Cobalamin, kommt natürlich nur in Spuren vor.
NitritocobalaminVitamin B12cB12 und Stickstoffdioxid (NO2)
Nitrosocobalamin B12 und Stickstoffmonoxid (NO)
Sulfitocobalamin B12 und Schwefeltrioxid (SO3)
MethylcobalaminMethyl-B12, Met-CblB12 + Methylgruppe (CH3) Biologisch aktives Coenzym, kommt im Körper und in Nahrungsmitteln vor.
AdenosylcobalaminCoenzym B12b, Ado-Cbl, DibencozideB12 + 5′ Desoxyadenosyl (C10H13N5O3) Biologisch aktives Coenzym, kommt im Körper und in Nahrungsmitteln vor.
GlutathionylcobalaminGS-CblB12 + Glutathion Vorübergehende Vorstufe der Coenzyme, hat vermutlich eine zentrale Rolle bei anti-oxidativen und anti-entzündlichen Prozessen und bei der Regulation der NO-Synthasen. (8,9)

Vitamin B12 – ein Vitamin, viele Wirkungen

Vitamin B12 ist nicht unbedingt gleich Vitamin B12. Der Stoffwechsel für alle Formen ist recht unterschiedlich und auch die Wirkung der einzelnen B12-Formen unterscheidet sich zum Teil recht deutlich. Während Cyanocobalamin zur Vorbeugung eines Vitamin-B12-Mangels erwiesenermaßen effektiv ist, mehren sich die Anzeichen, dass die Coenzym-Formen bei vielen Spezialanwendungen einen deutlichen Vorteil und ein besseres Wirkspektrum aufweisen. Sie teilen nicht die Nachteile des Cyanocobalamins, besitzen dafür offenbar einige Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind.

Auch Hydroxocobalamin weist einige Vorteile auf, dabei sind besonders die Entgiftungswirkung und die hervorragende Depotwirkung interessant, die eine lang anhaltende B12-Versorgung sicherstellt. Zudem ist es vom Körper leichter zu verwerten, als Cyanocobalamin.

Es macht auch schon intuitiv viel Sinn anzunehmen, dass jene Formen von Vitamin B12, die sich natürlicherweise in Nahrungsmitteln finden, genau die Formen sind, die unser Körper braucht. Deshalb sollte, wenn möglich, den drei natürlichen Formen und besonders den Coenzym-Formen der Vorzug gegeben werden.

Quellen:

  1. A.G. Freeman Cyanocobalamin – a case for withdrawal: discussion paper. J R Soc Med. Nov 1992; 85(11): 686–687.
  2. Gimsing P, Hippe E, Helleberg-Rasmussen I, et al. Cobalamin forms in plasma and tissue during treatment of vitamin B12 deficiency. Scand J Haematol 1982;29:311-318
  3. Pezacka E, Green R, Jacobsen DW. Glutathionylcobalamin as an intermediate in the formation of cobalamin coenzymes. Biochem Biophys Res Commun. 1990 Jun 15;169(2):443-50. PubMed PMID: 2357215.
  4. Hans C. Andersson, Emmanuel Shapira, Biochemical and clinical response to hydroxocobalamin versus cyanocobalamin treatment in patients with methylmalonic acidemia and homocystinuria (cblC), The Journal of Pediatrics, Volume 132, Issue 1, January 1998, Pages 121-124, ISSN 0022-3476, http://dx.doi.org/10.1016/S0022-3476(98)70496-2.
  5. Okuda K, Yashima K, Kitazaki T, Takara I. Intestinal absorption and concurrent chemical changes of methylcobalamin. J Lab Clin Med. 1973 Apr;81(4):557-67. PubMed PMID: 4696188.
  6. Tsao C, S, Myashita K, Influence of Cobalamin on the Survival of Mice Bearing Ascites Tumor. Pathobiology 1993; 61:104-108
  7. Masayuki Ikeda, Makoto Asai, Takahiro Moriya, Masami Sagara, Shojiro Inoué, Shigenobu Shibata, Methylcobalamin amplifies melatonin-induced circadian phase shifts by facilitation of melatonin synthesis in the rat pineal gland, Brain Research, Volume 795, Issues 1–2, 8 June 1998, Pages 98-104, ISSN 0006-8993, http://dx.doi.org/10.1016/S0006-8993(98)00262-5.
  8. Carmen Wheatley Cobalamin in inflammation III — glutathionylcobalamin and methylcobalamin/adenosylcobalamin coenzymes: the sword in the stone? How cobalamin may directly regulate the nitric oxide synthases. Journal of Nutritional and Environmental Medicine 2007 16:3-4, 212-226 doi=10.1080%2F13590840701791863
  9. Catherine S. Birch, Nicola E. Brasch, Andrew McCaddon, John H.H. Williams, A novel role for vitamin B12: Cobalamins are intracellular antioxidants in vitro, Free Radical Biology and Medicine, Volume 47, Issue 2, 15 July 2009, Pages 184-188, ISSN 0891-5849, http://dx.doi.org/10.1016/j.freeradbiomed.2009.04.023.
  10. J. van Kapel, L.J.M. Spijkers, J. Lindemans, J. Abels, Improved distribution analysis of cobalamins and cobalamin analogues in human plasma in which the use of thiol-blocking agents is a prerequisite, Clinica Chimica Acta, Volume 131, Issue 3, 15 July 1983, Pages 211-224, ISSN 0009-8981
  11. Thakkar, K., & Billa, G. (2015). Treatment of vitamin B12 deficiency–Methylcobalamine? Cyancobalamine? Hydroxocobalamin?—clearing the confusion. European journal of clinical nutrition, 69(1), 1-2.



26 Responses to “Vitamin B12 Formen”

  1. Zu Methylcobalamin steht in der https://en.wikipedia.org/wiki/Methylcobalamin: „Methylcobalamin is not sufficient as a singular source of vitamin B12. Hydroxocobalamin and cyanocobalamin can both be split by the body into methylcobalamin and adenosylcoblamin. Methylcobalamin on the other hand is not converted into adenosylcobalamin. Defficiency of adenosylcobalamin disturbs carbohydrate, fat and amino-acid metabolism. Thereby it is important to treat vitamin B12 defficiency with hydroxocobalamin or cyanocobalamin or a combination of adenosylcobalamin and methylcobalamin.[3]“

    Methylcobalamin alleine geht also nicht. Wollts nur sagen, weil das immer noch alleine so oft verwendet/angeboten wird. So gesehen scheint ja letzendlich immer noch das Cyanocobalamin doch besser als Methalcobalamin zu sein, wenn letzteres alleine verwendet wird?

    „Cyanocobalamin ist gut erforscht und hat sich in der Praxis als sehr wirksam und vom Körper gut verwertbar herausgestellt. Es wird seit vielen Jahren sehr erfolgreich in der Vitamin-B12-Therapie bei verschiedenen Krankheitsbildern eingesetzt.“

    Ein Produkt mit Adenosylcobalamin and Methylcobalamin wäre also interessant?

    • Hallo,

      diese Angabe in der Wikipedia ist falsch – wie übrigens nicht wenige Informationen. Jeder kann sich dort anmelden und Texte umschreiben.
      Dass MeB12 in AdoB12 umgewandelt wird ist bewiesen dadaruch das die Einnahme von MeB12 den MMA-Spiegel senken kann – dieser ist aber von Adenosylcobalamin abhängig.

      Trotzdem ist auch in unseren Augen eine Verabreichung von:
      1. Einer Grundform und einer aktiven Form (z.B. Hydroxo + Methyl) oder
      2. beider Conenzyme
      als ideal anzusehen, um eine Versorgung mit allen Formen in allen Fällen sicherzustellen.
      Außerdem entspricht das der Zusammensetzung von Nahrungsmitteln.

      Grüße

      Grüße

  2. Christine Wölfinger:

    Hallo, Warum kommt Vitamin B12 in Pflanzen nicht vor, also nicht in Obst und Gemüse? Alle Pflanzenzellen enthalten Mitochondrien. In Mitochondrien ist Vit. B12 (Adenosylcobalamin) zur Energiegewinnung im Citratzyclus beteiligt „Dabei werden die Fette, Proteine und Zucker vom Körper [in Pflanzen Zucker] zunächst zerlegt und die Zwischenprodukte dann im sogenannten Citratzyklus in Wasser, CO2 und ATP umgewandelt. In diesem Citratzyklus spielt Vitamin B12 eine entscheidende Rolle […].“ Mit freundlichen Grüßen Christine wölfinger

    • Hallo,

      Pflanzen verstoffwechseln Propionyl-CoA auf eine andere Weise un benötigen daher kein B12 (dafür aber Biotin)
      Der B12-Gehalt in den Mitochondrien ist aber ohnehin minimal.

      Grüße

  3. Hallo sehr geehrte Damen und Herren,
    wo kann ich diese natürliche B12 Tabletten kaufen? und wie kann ich mir sicher sein, dass da kein misst drin ist?
    Ebenfalls interessiere ich mich für Vitamin C und Magnesium. Mein Vater hat ständig krämpfe obwohl er diese Vitamine aus der Apotheke gekauft, täglich zu sich nimmt.
    Freue mich auf Ihr Antwort.

    Frohe Ostern!

    Mit freundlichem Gruß

    Sharafi

    • Hallo,

      bitte schauen Sie in unseren Test.
      Was die Krämpfe angeht: Himalaya-Kristallsalz hilft hier oftmals.

      Grüße

  4. Sehr geehrter Dr. Rotter, wir bitten um Ihre Hilfe.
    Unsere Familie ist seit 2,5 Jahren Rohköstler (vegan). Meine Frau ist 30 Jahre alt, ich bin 33 und seit mehr als 15 Jahren Vegetarier. Unser Sohn ist 7 Jahre alt und wiegt 19 Kilo bei einer Größe von 120 cm, gesund und hyperaktiv. Ungefähr einmal im Monat isst er ein wenig Fleisch bei der Oma. Symptome des B12-Mangels bei mir: Untergewicht, schwache Muskeln, Tinnitus. Welche Dosierung und Einnahmeform würden Sie mir, meiner Frau und meinem 7-jährigen Sohn empfehlen?

    Grüße
    Alex

  5. Hallo Herr Rotter,

    ich leide an starken rezidivierenden Depressionen (also ein Auf und Ab)sowie Angststörungen und damit einhergehend auch an chronischer Müdigkeit bzw. Erschöpfung. Zudem kommt Esssucht und ein starkes Übergewicht (140kg), Reizdarm, leichte Magenschleimhautenzündung, aber auch Psoriasis (Schuppenflechte), Schilddrüsenunterfunktion, leicht erhöhter Blutdruck und eine Hormonstörung.
    Dementsprechend auch einiges an Medikamenten.
    Psyche, Müdigkeit und Gewicht machen mir am meisten zu schaffen.

    In einem Forum habe ich gelesen, dass jemand durch Adenosylcobalamin (Dosis allerding 10.000µg) richtig energiegeladen immer ist, daher tendierte ich zunächst dazu. Aber nach den Ausführunge hier überlege ich, ob Methylc. nicht sinnvoller für mich wäre. Ich werde denke ich beide Formen testen, aber bin mir unsicher.

    Gibt es dahingehend eine klare Empfehlung?

    Gäbe es für mich eine Dosierungsempfehlung?

    Ich habe nirgends etwas über das Körpergewicht bislang gelesen. Spielt es in der Dosierung also keinerlei Rolle?

    Warum wird für Schuppenflechte lediglich Cyanoc. (unter Krankheiten) angegeben?

    Laut dem Schemata der Umwandlung kann Methyl zu Adenosyl umgewandelt werden, aber nicht umgekehrt. Ist das korrekt? Ist es dann nicht meistens vorteilhafter das Methyl zu wählen?

    • Hallo,

      Adenosylcobalamin bekommen Sie in D nur als Grauimport, oder von Spezialapotheken.
      Es ist ein guter Wirkstoff, die Umwandlung ist aber nicht wirklich problematisch: Alle Formen von B12 können ineinander umgewandelt werden.
      Dosen von 10.000µg machen sehr selten Sinn in einer Dauerhaften Therapie.

      Das Körpergewicht spielt nur eine geringe Rolle – der B12-Bedarf ist relativ konstant.

      Bei Schuppenflechte wird oft B12-Creme eingesetzt – hier ist Cyano-B12 der einzig stabile Wirkstoff, weil Methylcobalamin lichtempfindlich ist.

      Dosierung oral bei Ihrem Krankheitsverlauf ist meist um die 1000µg

      Grüße

      Grüße

  6. Hallo Herr Rotter,

    ich mische gerne Hydroxocobalaminacetat mit Adenosylcobalamin in eine spritze und injeziere es dann gemeinsam, meinen Sie dies könnte den Aufbau eines der beiden Stoffe ändern? Außerdem injeziere ich ca. 2 mal im Monat 10mg Adenosylcobalamin, meinen Sie dies könnte zu hoch sein? Mir bekommt es gut, habe keinerlei NWs.

    Beste Grüße & Dank

    • Hallo,

      die Stoffe dürften nicht miteinander reagieren. Eher wird das Licht etwas Adenosyl zu Hydroxocobalamin umsetzen.
      10 mg Adenosyl ist sehr viel – wirklich mg? Ich würde denken, 1000µg sind hier absolut ausreichend – es sei denn, Sie haben irgeneine schwerwiegende Indikation.

      Grüße

  7. Guten Tag Herr Rotter
    Nach dem Bluttest sagt meine Aerztin, Zink sei etwas hoch, Vit.B12 zu tief. Ich nehme aber keine Zinkpräparate. Nun verschreibt sie mir Becozyme F; ich habe soeben gelesen, dass dieses Präparat a) Zink enthält (10mg) und b)nur Cyanocobalamin, das Sie ja auch nur bedingt empfehlen. Es gäbe sicher Passenderes für mich!? Ich bin sonst sehr gesund, manchmal müde, esse kein Fleisch, wenig Getreide, viel Gemüse, aber Eier und hin und wieder Fisch. Vielen Dank für Ihre Meinung.

    • Hallo,

      sehen Sie sich doch bei unseren Präparate-Tests um – alles Präparate, die kein Zink enthalten.

      Grüße

  8. Marie-Luise Wendhut:

    Frage: könnte ein möglicher (noch nicht festgestellter) Vitamin B-12 Mangel an der Entstehung von Morbus Parkinson beteiligt sein (chron.Schlaflosigkeit, chron. leichte Blutarmut, Stress, Verstopfung, Rheuma, Infekte und „Erwerb“ div. Magen- und Darmbakterien anl. berufl. Tätigkeit im Ausland in den 80er und 90er Jahren (Marokko, Libanon)und Behandlung mit div. Antibiotika, u.a. Tetracykline)

    • Hallo,

      ein solcher Zusammenhang wird teilweise vermutet, und einige Therapeuten setzen Vitamin B6 und Vitamin B12 neben anderen Vitaminen in der Therapie ein. Akademisch gesehen gibt es dazu wenig Verwertbares. Besonders für Vitamin B6 mehren sich jedoch die Indizien.

      Grüße

  9. In letzter Zeit habe ich öfters gelesen, dass Methylcobalamin Quecksilber ins Gehirn schleust, und deshalb davon abzuraten sei. Was halten Sie davon?

    • Hallo,

      dazu gibt es verschiedene Ansichten – wir werden uns des Themas in Kürze annhemen, momentan können wir hierzu nichts gesichertes sagen.

      Grüße

  10. Habe eine Frage an Sie und zwar nehm ich seit einiger Zeit Methylcobalamin aktiv. Seither gehts mir nicht gut Kopfweh Unwohlsein. Jetzt hab ich gehört dass da Sorbit drin ist da ich an Lactose Fructose Sorbit und Histaminunverträglichkeit leide kann es vllt sein dass es daher kommt?
    Mit freundlichen Grüssen
    Andrea Liepodl

    • Hallo,

      es sollte Produkte ohne Sorbit geben – da können Sie das leicht selbst testen.

      Grüße

  11. Sabine Niemietz:

    Welches B12 würden Sie empfehlen um die Speicher zu füllen und in welcher Dosierung bei Injektionen. Also wie oft und wie hoch, soll man es spritzen?
    Lieben Gruß Sabine

  12. Ich habe im Internet Methylcobalami in der Höhe von 1000 mcg, sowie
    S-Adenosylcobalamin in der Höhe von 10.000 mcg, in Form von Tabletten bzw. Kapseln, gefunden.

    Könnte ich diese auch zusammen zu mir nehmen?
    Mir graut es vor einer Hydroxocobalamin Spritze…

    • Hallo Nadine,

      man kann die Wirkstoffe mischen, ja, dies wird sogar oft empfohlen. Die Dosierung von 10.000 µg würde ich für zu hoch halten.

      Grüße
      David

  13. Bodil v. Bülow:

    Sehr geehrter Herr Rotter, gelten Ihre Dosierungsempfehlungen – insbesondere die der Anfangstherapie- auch für Schwangere (Vegan, deutlicher B12-Mangel) ? Vermutlich sollte eine Stoßtherapie vermieden werden und mit mehreren kleineren Dosierungen gearbeitet werden, oder? WIe sind die Empfehlungen dann in der Stillzeit?

    • Hallo Frau von Bülow,

      gerade in der Schwangerschaft sollte auf eine ausreichende versorgung geachtet werden. Ich sehe auch kein Hindernis für eine großzügige Dosierung, B12 wäre selbst in astronomischen Mengen nicht toxisch, bei normalen Dosierungen, wie auf dieser Seite beschrieben, sind keine negativen Nebenwirkungen bekannt.

      Grüße
      David Rotter
      David Rotter

Schreib einen Kommentar