Vitamin B12 Dosierung

 

Vitamin B12 Dosierung

Vitamin B12 Dosierung: Wie muss Vitamin B12 dosiert werden? Warum gibt es so unterschiedliche Empfehlungen? Welche tägliche Menge an B12 ist für wen richtig?

Inhalt

  • Wie viel Vitamin B12 ist richtig?
  • Warum gibt es so unterschiedliche Dosierungen?
  • Wann ist welche Dosis nötig?
  • Muss man B12 hochdosiert einnehmen oder reicht der Tagesbedarf von 3µg?
  • Die unterschiedlichen Dosierungs-Profile.

Vitamin B12 Dosierung – Was stimmt denn nun?

Wer sich nach der richtigen Dosierung von Vitamin B12 umhört, wird schnell feststellen, wie unterschiedlich die Empfehlungen ausfallen können: von 3 µg bis zu 1000 µg reicht hier die Spanne und verschiedene Studien kommen zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Was stimmt denn nun? Wie ist die richtige Dosierung? Der Tagesbedarf des Körpers wird bei etwa 1,5 – 2 µg Vitamin B12 vermutet, wobei die Aufnahme etwas höher liegen muss, da nicht alles Vitamin B12 aus Lebensmitteln oder aus Vitamin-B12-Präparaten absorbiert werden kann. Die aktuellen Empfehlungen der DGE liegen deshalb derzeit bei 3 µg Vitamin B12 pro Tag. Immer wieder stößt man jedoch auch auf Empfehlungen, die wesentlich höher liegen. Wie lassen sich diese unterschiedlichen Ansichten erklären?

Vitamin-B12-Dosierung: Therapie oder Ergänzung?

Zunächst sollten zwei wesentliche Anwendungen unterschieden werden:

  1. Vitamin-B12-Kur: Anfangstherapie nach einem Mangel oder bei Krankheit Mit dem Ziel, die Körperspeicher zu füllen und Blutwerte anzuheben. Empfohlene Dosis: 1000µg/Tag (als 2 x 500) für 3-6 Monate.
  2. Nahrungsergänzung: Prävention mit Erhaltungsdosis Mit dem Ziel, den Tagesbedarf zu decken und die B12-Versorgung stabil zu halten Empfohlene Dosis: je nach Profil 10 – 500µg pro Tag

Vitamin-B12-Kur – wann und wozu?

Bei einem akuten Vitamin-B12-Mangel oder deutlichen Symptomen ist eine Vitamin-B12-Kur als Anfangstherapie angeraten. Ziel ist hier, die Blutwerte möglichst schnell anzuheben und die Körperspeicher rasch aufzufüllen. In vielen Fällen wird hier mit Injektionen gerarbeitet, da die Aufnahme hier sehr viel höher ist, als bei einer oralen Therapie. Zahlreiche Studien konnten jedoch zeigen, dass auch eine orale B12-Gabe als Vitamin-B12-Kur gute Ergebnisse bringt. Die Dosis muss hier nur ausreichend hoch gewählt werden. Wann: Bei festgestelltem Mangel oder deutlichen Symptomen Dosis: 1000 µg (als 2x 500µg). Es wird empfohlen die Dosis in zwei kleine Dosen a 500µg aufzuteilen, da auf diese Weise die Aufnahme in vielen Fällen höher ist (siehe unten). Dauer: 3-6 Monate Um ausreichende Körperspeicher aufzubauen, sollte die orale Vitamin-B12-Kur mindestens 3 bis 6 Monate durchgeführt werden. Die Informationen für eine Vitamin-B12-Kur mit Vitamin-B12-Injektionen finden sich in einem gesonderten Artikel.

Dosierungs-Profile

Grundsätzlich lassen sich die verschiedenen Dosierungen in fünf Dosierungs-Profilen zusammenfassen, die jeweils in bestimmten Fällen zum Einsatz kommen.

Niedrige Dosierung (Geringer Ergänzungsbedarf)3-50 µgDeckt bei guter Gesundheit allein etwa halben Tagesbedarf.
  • Sehr gute Gesundheit
  • Weitere B12-Quellen in der Nahrung
  • kaum Stress
  • keine Mangel-Symptome

 

10 µg
Mittlere Dosierung (Voller Ergänzungsbedarf)150-250 µgDeckt bei guter Gesundheit allein den gesamten Tagesbedarf.
  • Vegane Ernährung
  • Vegetarische Ernährung mit wenig B12-Quellen
  • Schwangerschaft
  • Leicht erhöhter Bedarf durch Stressphasen oder Infekete
  • keine Mangel-Symptome
250 µg
Erhöhte Dosierung (Erhöhter Ergänzungsbedarf)300-500 µgDeckt Tagesbedarf auch bei Aufnahmestörungen.
  • Magen- und Darmprobleme
  • Ältere Menschen
  • Stillende Mütter
  • Stress in Beruf und Privatleben
  • Ungesunde Ernährung
  • Drogen & Alkohol
  • Regelmäßige Einnahme von Medikamenten
  • längere Krankheit
  • Viel Sport
  • leichte Mangel-Symptome
500 µg
Hochdosiert (Therapiedosis)1000-3000 µg
  • Zur Therapie von Krankheiten
  • Als Vitamin-B12-Kur und Anfangstherapie zum Auffüllen der Körperspeicher
  • Bei starkem B12-Mangel mit Symptomen
  • Bei Anämie
  • Bei schweren Krankheiten
1000 µg
Megadosis (Für Spezial-anwendungen)5.000 – 10 .000 µgZur Therapie von Krankheiten
  • therapeutische Anwendungen
je nach Einzelfall

Vitamin B12 Dosierung und Aufnahme

Woher kommt nun der sehr unterschiedliche Bedarf in den skizzierten Fällen? Das scheinbare Rätsel um die recht unterschiedlichen Empfehlungen lässt sich leicht auflösen, wenn man etwas genauer hinschaut und versteht, wie Vitamin B12 vom Körper aufgenommen wird. Der Einfachheit halber werden wir uns zunächst auf diese Aufnahme über die Verdauung konzentrieren und dann am Ende auf die Resorption über die Mundschleimhaut und Vitamin-B12-Spritzen eingehen. Vitamin B12, das mit der Nahrung oder durch orale Präparate zugeführt wird, kann auf zwei verschiedenen Wegen vom Körper resorbiert werden:

  • Durch das Transportprotein Intrinsic Factor (IF) im Dünndarm und
  • Durch passive Diffusion an den Schleimhäuten von Mund und Dünndarm.

Die Aufnahmefähigkeit über den Intrinsic Factor liegt bei maximal 1,5 – 2 µg pro Mahlzeit. Dies erklärt sich dadurch, dass der Komplex aus Vitamin B12 und Intrinsic Factor über spezielle Rezeptoren der Darmschleimhaut aufgenommen wird, deren Anzahl begrenzt ist. Dadurch können nur die erwähnten 1,5 – 2 µg Vitamin B12 auf einmal absorbiert werden und erst nach einigen Stunden stehen die Rezeptoren wieder zur Verfügung, um weiteres Vitamin B12 aufzunehmen. Wenn jedoch eine große Menge B12 zugeführt wurde, gelangt ein weiter Teil davon per passiver Diffusion durch die Darmwand in das Blut – dies gelingt aber nur bei etwa einem bis zwei Prozent der Dosis, der Rest wird ausgeschieden.

Vitamin B12: rechnerische Dosierung

Die Aufnahme von Vitamin B12 errechnet sich also wie folgt:

Aufnahme = 1,5 + Dosis/100

Die ersten 1,5 µg stehen dabei für die Aufnahme über den Intrinsic Factor, der zweite Teil für die passive Diffusion. Bei einer Dosierung von 200 µg bedeutet dies also:  1,5 µg  + 200/100 µg = 3,5 µg Diese rechnerische Aufnahme kann jedoch durch verschieden Aufnahmestörungen sehr reduziert werden, die wir im Artikel Vitamin-B12-Aufnahmestörung näher besprechen.

Einzeldosis oder Mehrfachdosis?

Ein wichtiges Kriterium bei der Dosierung von Vitamin B12 ist deshalb, ob es in einer einzelnen Dosis oder in mehreren kleinen Dosen zugeführt wird. Unser Körper ist angepasst auf mehrere kleine Dosen B12, die über den Tag verteilt eingenommen werden, wobei jeweils die Aufnahmekapazität über den des Intrinsic Factor von 1,5 – 2 µg ausgeschöpft werden kann. Zwei Dosen zu je 3 µg führen so zu derselben Gesamt-Aufnahme, wie eine einzelne Dosis von 150 µg: Mehrfachdosis 3 µg: 2 mal 1,5 µg = 3 µg Einzeldosis 150 µg: 1,5 + 150/100 µg = 3 µg Wer seinen B12-Bedarf also lieber mit einer kleinen B12-Dosis decken möchte, sollte sie in drei kleine Dosen einteilen. Bei einer einzelnen Gabe hingegen muss die Dosis viel höher gewählt werden, weil hier vor allem die Aufnahme über die passive Diffusion ausschlaggebend ist.

Vitamin B12 hochdosiert

Eine sehr große Dosis kann den Bedarf für gleich mehrere Tage decken. Gerade amerikanische Ärzte empfehlen daher, zum Beispiel 2000 µg pro Woche einzunehmen. Die rechnerische Aufnahme würde dann den Bedarf für die ganze Woche decken: 1,5 µg + 2000/100 µg = 21,5 µg Ob diese stoßweise B12-Versorgung aber wirklich zu empfehlen ist, wird von einigen Naturheilkundlern angezweifelt. Sie empfehlen eine stetige B12-Zufuhr in moderaten Dosen. So bleibt der Blutspiegel konstant in einem natürlichen Bereich, was für den Körper und die Ausscheidungsorgane Leber und Niere unter Umständen sehr viel schonender ist.

Vitamin B12 Dosierung in verschiedenen Anwendungen

Mit diesem Wissen über die Aufnahme von Vitamin B12 lösen sich alle scheinbaren Widersprüche der unterschiedlichen Vitamin-B12-Dosierungen plötzlich auf. Schauen wir uns diese einmal an.

DGE (1)3 µgÜber den Tag verteiltIF + passive Diffusion1 – 3 µg
Vegan Society (2)Präparat 10 µgEinzeldosisIF + passive Diffusion1 – 2 µg
Aktuelle Studien/ gesunde Menschen (3)4 – 7 µgÜber den Tag verteiltIF + passive Diffusion2 – 4 µg
Aktuelle Studien/ Anämie-Patienten (4)500 – 600 µgEinzeldosisPassive Diffusion5 – 6 µg

Trotz der recht unterschiedlichen Dosierungen fällt auf, dass die tatsächlich aufgenommenen Mengen an Vitamin B12 sehr nah beieinander liegen. Die verbleibenden Unterschiede erklären sich ebenfalls recht einfach. So ist beispielsweise der höhere Bedarf von Anämie-Patienten dadurch zu erklären, dass hier nicht nur der Intrinsic Factor ausgeschaltet ist, sondern auch die Fähigkeit zu passiver Diffusion durch die Krankheit in Mitleidenschaft gezogen ist. Die Diskrepanz zwischen den Werten der DGE und denen aktueller Studien an gesunden Menschen erklärt sich wohl daraus, dass die Werte der DGE minimale rechnerische Werte darstellen, die von einer optimalen Aufnahme bei völlig gesunden Menschen ausgehen, während die aktuellen Studien praktisch ermittelte Werte darstellen, welche reale Schwankungen berücksichtigen.

Wie viel Vitamin B12 brauche ich?

Auf die Frage „Wie viel Vitamin B12 brauche ich?“ kann es also offensichtlich keine allgemein gültige Antwort geben. Vielmehr stellen sich hier im Einzelfall die Fragen

  1. wie das Vitamin B12 zugeführt werden soll (große Einzeldosis oder mehrere kleine Dosen) und
  2. wie gut es vom Körper verwertet werden kann.

Folgende Matrix zeigt aktuelle Dosierungsvorschläge für Vitamin-B12-Präparate laut verschiedener Studien. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Dosis den gesamten Tagesbedarf allein decken soll. Die Matrix zeigt, welche Dosis nötig ist, wenn bestimmte Beeinträchtigungen der Vitamin-B12-Aufnahme vorliegen. So behindern Alkohol, Medikamente und Probleme im Magen-Darm-Trakt die Aufnahme von Vitamin B12. Letztere sind vor allem bei älteren Menschen sehr häufig, weshalb Vitamin B12 im Alter nur sehr unzureichend aufgenommen wird.

Gesunde Menschen rechnerischIF + passive Diffusion150 – 250 µg3 x 2 – 5 µg
Medikamente, viel Alkohol (5)IF eingeschränkt, passive Diffusion eingeschränkt250 – 500 µgNicht sinnvoll
Nach Magen-Darm-Operationen, bei Magen-Darm-Problemen (6,7)IF sehr eingeschränkt, passive Diffusion eingeschränkt500 µgNicht sinnvoll
Ältere Menschen (8)IF sehr eingeschränkt, passive Diffusion eingeschränkt500 – 1000 µgNicht sinnvoll
Anämie-Patienten (4)IF ausgeschaltet, passive Diffusion eingeschränkt500 – 1000 µgNicht sinnvoll

Eine Gabe von mehreren kleinen Dosen macht nur bei gesunden Menschen wirklich Sinn, bei denen der Aufnahme-Mechanismus über den Intrinsic Factor voll oder hinreichend greift. Bei allen Formen von Aufnahme-Störungen ist dieser Weg sehr unsicher, weshalb hier meist der Weg über die passive Diffusion großer Dosen gewählt wird.

Was ist eine gute Dosierung von Vitamin B12?

Eine mittlere Dosis, die bei ansonsten guter Gesundheit und Aufnahmefähigkeit den Tagesbedarf deckt, liegt also im Bereich zwischen 150 und 250 µg in einer Einzeldosis. Bei erhöhtem Bedarf oder leichten Aufnahmestörungen ist die eine erhöhte Dosierung im Bereich von 300-500 µg angeraten. Diese Dosis würde auch ohne den Intrinsic Factor ausreichen, um einem Mangel vorzubeugen. Wer Fleisch- und Milchprodukte nur in Maßen isst und deshalb Vitamin B12 als zusätzliches Nahrungsergänzungsmittel einnehmen möchte, dürfte je nach Gesundheitszustand und Ernährung auch mit einer geringen Dosis von zusätzlichen 3 – 50 µg bereits den Bedarf decken. Hier kann eine Hochrechnung helfen, wie viel B12 mit der Nahrung theoretisch maximal aufgenommen wird – in vielen Fällen ist eine Supplementierung ganz überflüssig. Bei hohem Stress, Umweltbelastungen, Reizungen des Magen-Darm-Traktes kann es aber in Einzelfällen trotzdem zu einer Unterversorgung kommen. Bei vielen älteren Menschen und Anämie-Patienten stellen 350 µg Vitamin B12 laut den zitierten Studien eher die untere Grenze des Dosierungs-Spektrums dar. Hier sollte aber ohnehin ein Arzt zu Rate gezogen werden. Gerade bei älteren Menschen ist oftmals eine permanente B12-Supplementierung zu empfehlen, da die Aufnahmefähigkeit mit dem Alter stark nachlässt und die Nahrung den Bedarf dann nicht mehr decken kann. In solchen Fällen wird häufig Vitamin B12 hochdosiert zwischen 1000 und 3000 µg eigesetzt.

Vitamin-B12-Überdosierung

Da Vitamin-B12 als unbedenklich gilt und kaum negative Nebenwirkungen einer Vitamin-B12-Überdosierung bekannt sind, wird teilweise empfohlen, bei der Dosierung von Vitamin B12 „auf Nummer sicher“ zu gehen: Was der Körper nicht braucht, scheidet er einfach aus, lautet hier das Argument. In den USA haben sich darum bei den meisten Vitamin-B12-Präparaten Dosierungen von 1000 µg durchgesetzt, bis zu 2000 µg werden auch in Deutschland von allen Experten als unbedenklich eingestuft. Übertreiben muss man es allerdings auch nicht: Mit einer Dosierung zwischen 150 und 500 µg am Tag dürften die meisten Menschen eine optimale Versorgung sichergestellt haben und höhere Dosierungen machen nur in einem medizinischen oder therapeutischen Kontext wirklich Sinn. Wie bereits erläutert ist zudem die Aufnahme in kleinen Dosen für den Körper möglicherweise schonender.

Dosierung von Vitamin-B12-Spritzen

Bei Vitamin-B12-Spritzen wird der Weg über den Darm umgangen, wodurch der komplexe Aufnahmemechanimus keine Rolle mehr spielt. Das Vitamin wird direkt in den Muskel gespritzt und gelangt so ins Blut. Dabei werden je nach Wirkstoff 40-70 Prozent der Dosis vom Körper verwertet, was den Bedarf für Wochen oder sogar Monate decken kann. Deshalb werden hier oft recht hohe Dosen in großen zeitlichen Abständen gespritzt, um den Aufwand minimal zu halten. So kann man unter Umständen mit nur 4 hochdosierten Spritzen im Jahr den Bedarf decken. Für eine genaue Beschreibung der Dosierung von Vitamin-B12-Spritzen sei hier aber auf unseren ausführlichen Artikel zum Thema verwiesen.

Vitamin B12 über die Mundschleimhaut

Vitamin B12 kann auch über die Mund-und Nasenschleimhaut aufgenommen werden, weshalb es auch als Lutschtablette, Vitamin-B12-Tropfen und -Spray und sehr selten auch als Nasenspray angeboten wird. Damit dieser Mechanismus voll ausgenutzt wird, sollte das B12 möglichst lange im Mund gehalten werden und auf die Schleimhäute einwirken. Die Effektivität der Aufnahme über die Mundschleimhaut gleicht der Aufnahme über den Darm, wobei unklar ist, wie viel des Vitamin B12 durch Verschlucken letztlich doch den Weg über den Darm nimmt. (9,10) Eine Überlegenheit oder Unterlegenheit der sublingualen Route gegenüber dem Weg über die Verdauung konnte bisher in Studien nicht gezeigt werden – die Dosierung  und Wirksamkeit ist in scheinbar in beiden Fällen gleich, die Wirksamkeit auch. Vorteil dieser Darreichungsformen ist vor allem die sehr einfache Handhabung.

Fazit

Wie so oft liegt die Wahrheit wahrscheinlich in der Mitte: Während die Vitamin-B12-Präparate aus der Drogerie mit teilweise gerademal 3 µg nur eine sehr geringe Vitamin-B12-Dosierung aufweisen, ist hochdosiertes Vitamin B12 von 1000 µg vor allem im therapeutischen Umfeld sinnvoll. Eine Dosierung von 250 µg ist immer noch sehr hoch – gemessen am Gehalt von Lebensmitteln, der durschnittlich eher bei 3-5 µg /100g liegt – macht aber Sinn, wenn der Bedarf durch eine einzelne Dosis gedeckt werden soll. Bei einer über den Tag verteilten Einnahme kann die Dosierung mit mehrmals 2-5 µg auch wesentlich niedriger gewählt werden und entspricht dann in etwa der Menge, die auch in Lebensmitteln vorkommt. Da es für die meisten Menschen unpraktisch sein dürfte, mehrfach am Tag ein Präparat einzunehmen, erscheint für die meisten Anwendungen eine Dosierung von 250-500 µg als die praktisch sinnvollste Lösung.

Quellen:

  1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichische Gesellschaft für Ernährung, Schweizerische Gesellschaft für Ernährungsforschung, Schweizerische Vereinigung für Ernährung (Hrsg.) „Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr“ 1. Auflage, 5., korrigierter Nachdruck, DGE, Bonn 2013 http://www.dge.de/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=3&page=7
  2. http://www.vegansociety.com/lifestyle/nutrition/b12.aspx
  3. Mustafa Vakur Bor, Kristina M von Castel-Roberts, Gail PA Kauwell, Sally P Stabler, Robert H Allen, David R Maneval, Lynn B Bailey Ebba Nexo „Daily intake of 4 to 7 µg dietary vitamin B-12 is associated with steady concentrations of vitamin B-12–related biomarkers in a healthy young population“ Am J Clin Nutr 2010 91: 3 571-577; First published online January 13, 2010. doi:10.3945/ajcn.2009.28082.
  4. Berlin, H., Berlin, R. and Brante, G. (1968), ORAL TREATMENT OF PERNICIOUS ANEMIA WITH HIGH DOSES OF VITAMIN B12 WITHOUT INTRINSIC FACTOR. Acta Medica Scandinavica, 184: 247–258. doi: 10.1111/j.0954-6820.1968.tb02452.x
  5. ANDRÈS, E., DALI-YOUCEF, N., VOGEL, T., SERRAJ, K. and ZIMMER, J. (2009), Oral cobalamin (vitamin B12) treatment. An update. International Journal of Laboratory Hematology, 31: 1–8. doi: 10.1111/j.1751-553X.2008.01115.x
  6. Barbara M Rhode et al. Treatment of Vitamin B12 Deficiency after Gastric Surgery for Severe Obesity. Obesity Surgery May 1995, Volume 5, Issue 2, pp 154-158
  7. C. Poitou Bernert, C. Ciangura, M. Coupaye, S. Czernichow, J.L. Bouillot, A. Basdevant, Nutritional deficiency after gastric bypass: diagnosis, prevention and treatment, Diabetes & Metabolism, Volume 33, Issue 1, February 2007, Pages 13-24, ISSN 1262-3636, http://dx.doi.org/10.1016/j.diabet.2006.11.004.
  8. Eussen SM, de Groot LM, Clarke R, et al. Oral Cyanocobalamin Supplementation in Older People With Vitamin B12 Deficiency: A Dose-Finding Trial. Arch Intern Med. 2005;165(10):1167-1172. doi:10.1001/archinte.165.10.1167.
  9. Sharabi, A., Cohen, E., Sulkes, J. and Garty, M. (2003), Replacement therapy for vitamin B12 deficiency: comparison between the sublingual and oral route. British Journal of Clinical Pharmacology, 56: 635–638. doi: 10.1046/j.1365-2125.2003.01907.x
  10. Georges Delpre, Pinhas Stark, Yaron Niv, Sublingual therapy for cobalamin deficiency as an alternative to oral and parenteral cobalamin supplementation, The Lancet, Volume 354, Issue 9180, 28 August 1999, Pages 740-741, ISSN 0140-6736, http://dx.doi.org/10.1016/S0140-6736(99)02479-4.


42 Responses to “Vitamin B12 Dosierung”

  1. Kathrin Schaarschuh:

    Hallo Herr Rotter,

    ich habe nun an verschiedenen Stellen gelesen bzw. gehört, dass es Unterschiede in der Dosierung gibt je nach Form des B12. Laut dieser Quellen wären die hier angegebenen Werte, z.B. 250 µg als Mittelwert für Veganer, passend, wenn B12 in Form von Cyanocobalamin eingenommen würde. Methylcobalamin müsste aber in viel höheren Mengen eingenommen werden, entsprechend für einen Veganer um die 1000 – 2000 µg pro Tag. Was halten sie von diesen Aussagen? Sind sie bei ihren Recherchen auch auf solche Aussagen gestoßen?
    Da ich vorhabe, B12 mit Methylcobalamin zu supplementieren, ist diese Dosierungsfrage wichtig.

    Vielen Dank,
    Kathrin Schaarschuh

    • Hallo,

      im Gegenteil ist Cyanocobalamin die am wenigsten Wirksame Form von Vitamin B12.
      Die Unterschiede bei oraler Aufnahme sind aber nicht gewaltig und ein Puffer ist in die Dosierungen schon eingerechnet.
      Sie gelten daher für alle Wirkstoffe.

      Grüße

  2. Hallo.meine frage,kann man hochdosiertes b12 einehmen,und wie oft.hatte bis vor kurzen brustkrebs,mit chemo und op.sowie bestrahlung.habe mich auch schon viel informiert und nehme hochdosiertes vitamin d3.ich nahm pro tag 40000ie.habe es jetzt 10 tage genommen.hatte einen test machen lasen und hatte starken mangel bei 5ng.habe konzentrationschwierigkeiten und kopfschmerzen.bin deswegen mein halbes leben von artzt zu artz.kam nix raus.seid dem vitamin d3 fühle ich mich etwas kräftiger.meine augen hatten sich auch verschlechtert so das ich eine brille brauchte ,dachte eigendlich das es von der chemo kommt,aber jetzt bin ich der meinung das ich auch b12 mangel habe.bin müde u.s.w. ich habe mir schon b12 mit 10000 bestellt.werde aber erst mal nur ne halbe tablette nehmen. nach dem ich hir alles so gelesen habe.bei meinem hausartzt brauch ich nicht nachfragen der wollte schon kein vitamin d spiegel messen,sagte es wäre nicht notwendig,da er ja sowieso nicht gehalten werden kann.führe meinen körper auch noch chlorella zu zum endgiften und antioxidatien.sowie magnesium, opc ,auch war ich bei einer komplimentäre medizinerin.ich hoffe sie können mir da eine antwort geben.vielen dank im vorraus

    • Hallo,

      B12 eignet sich sehr gut zur Krebs-Prävention, allerings muss man bei Krebs-Diagnose etwas vorsichtig mit B-Vitaminen sein, da sie das Tumor-Wachstum fördern können.

      Eventuell halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt, ob es an dieser Stelle Ihrer Behandlung Sinn macht, B12 einzunehmen.

      Grüße

  3. Heinrich Wiefel:

    Hallo!
    Gibt es für die Vitamin B12 Injektion von Hevert
    (1 Ampulle Vitamin B12-Cyanokomplex 3000 µg +
    1 Ampulle Folsäure 20 mg) eine bessere Alternative?
    Den Cyanokomplex möchte ich lieber vermeiden.
    Eine Injektion mit Methylcobalamin habe ich bisher
    nicht gefunden.
    Grüße

    • Hallo,

      nein, ein entsprechendes Präparat ist mir nicht bekannt.
      Sie können sie von der Arnika-Apotheke eines individuell mischen lassen.

      Grüße!

  4. Welche Dosierung würden Sie bei einem Leaky-Gut-Syndrom empfehlen? Nehme durch die Nahrung kein B12 auf, bin Veganer.

    • Hallo,

      hier wäre zu klären, ob Injektionen nicht sehr viel sinnvoller sind.
      Ich würde annehmen, dass dies der Fall ist, oral müsste man vermutlich sehr hohe Dosen einnehmen.

      Grüße

  5. Ich hatte eine Colitis ulcerosa, 1990 wurde mir der ganze Dickdarm herausgenommen. Wird dies Vit. B12 vom Dünndarm gut aufgenommen? Wie hoch müsste die Dosierung für mich sein?

    • Hallo,

      B12 wird nur im Dünndarm aufgenommen.
      Die Dosierung richtet sich nach vielen Faktoren – vor allem aber nach dem aktuellen Vitamin-B12-Status.

      Nach einer OP würde man als generelle Empfehlung wohl 500-1000µg ansetzen.

      Grüße

  6. Aufgrund meiner Dentalphobie lasse ich mich seit einiger Zeit für Zahnbehandlungen wie Extraktionen, Plombierungen und Zahnersatz-Arbeiten mit Lachgas sedieren. Jetzt habe ich gelesen, dass Lachgas den Vitamin B12 Speicher fast komplett wegputzt.

    Ich hatte bisher nur eine Lachgasnarkose, bin Vegetarierin.

    Zuhause habe ich schon seit einiger Zeit die Methylcobalamin-Tropfen von Douglas. Davon habe ich bisher nur täglich 5 Tropfen genommen, das entspräche ca. 250 microgramm Methylcobalamin, welches über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Ich denke mal, diese Dosierung wird wohl zu wenig sein.

    Was müsste ich tun, um meinen Vitamin B12 Speicher wieder schnellstens aufzufüllen? Spritzen kommen derzeit für mich nicht in Frage.

    • Hallo,

      da ist korrekt.
      Wenn Sie keine Injektionen wünschen, ist zu empfehlen, einige Wochen vor und nach dem Termin 1000-1500µg am Tag einzunehmen. (2-3×500µg)

      Grüße

  7. Guten Abend,

    auch ich habe eine Frage und bin begeistert, dass man hier die Möglichkeit hat Informationen zu bekommen. Vielen Dank dafür.
    Ich habe eine Eisenmangelanämie, mein Ferritinwert liegt bei 13 ug/l, mein Hb ist derzeit bei 7,6 (war schon deutlich darunter). Mein B12-Wert ist bei 225pg/ml. Meine Ärztin meinte ich solle B12 nehmen, aber keine weiteren Angaben, daher habe ich mir einfach etwas bestellt und zwar Vitamin B12 Methyl 1000 mcg. Ist das für mich in Ordnung? Und wie reagiert es mit anderen Medikamenten.Nehme Eisen, L-Thyroxin 50 (da auch Schilddrüsenunterfunktion). Momentan nehme ich noch ein paar Ergänzungspräparate wie Vitamin D3, Selen. Bin immer sehr müde, abgeschlafft und habe starke Konzentratiosschwächen, blasse Haut, spröde trockene Haare. Über einen Rat wäre ich sehr dankbar.

    Lieben Dank!

    • Hallo,

      Dosierung ist wegen des Mangels ok, nach einiger Zeit würden ggf. auch 500µg ausreichen.
      Mit Eisen etc. gibt es keine mir bekannten Wechselwirkungen.

      Grüße

  8. Guten Tag! Erstmal auch vielen Dank für die ausführliche und informative Website!
    Ich bin seit 1,5 Jahren Vegetarierin.
    Mein B12 Wert lag im Februar bei 114pg/ml im Blut, im September bei 160pg/ml – das erste Mal riet mir der Arzt sogar von einer Vitamineinnahme ab, da ich ja eh Eier und Käse etc. Zu mir nähme und den Wert erstmal nur im Auge behalten sollte. Bis zur zweiten Blutuntersuchung aß ich tatsächlich mehr tierische Milchprodukte und der Wert hob sich. Ein anderer Arzt meinte dann, ich solle auf jeden Fall mal für ein paar Wochen B12 einnehmen, was ich nun seit gestern tue. Ich habe mir die 500er Kapseln von Sunday Natural gekauft und würde gerne wissen, reichen diese einmal am Tag aus? Ich nehme sie zwei Stunden nach dem Frühstück. Da ich laut Ihren Beschreibungen ja aber ( entgegen der Reaktion meiner Ärzte) unter einem starken, dringend zu behandelnden Mangel leide, bin ich mir nun nicht mehr sicher, ob ich nicht noch eine zweite Kapsel abends vorm Zubettgehen einnehmen sollte, um sozusagen auf 1000Mikrogramm zu kommen.
    1)Ist das sinnvoll? Und ist eine Aufnahme einige Zeit nach dem Frühstück genauso effizient wie auf nüchternen Magen? Da ich zum Frühstück immer Haferkleie esse, würde dies die Vitaminverarbeitung womöglich beeinflussen, wenn ich die Kapslen wie auf der Packung empfohlen eine halbe Stunde vor der Mahlzeit einnehmen würde.

    2) wie viele Stunden sollten zwischen der Einnahme von Vitamin B12 und der Antibabypille liegen?

    Ich danke Ihnen vielmals im voraus und wünsche ein schönes Wochenende!

    • Hallo,

      ja, wir gehen bei allen Werten unter 300 von einem Mangel und bei allen Werten unter 200 von einem ausgeprägten Mangel aus.
      Die Antworten:
      1. Das ist kein Problem
      2. Das kann ich leider auch nicht genau sagen, ich würde die Pille einfach zu einer anderen Mahlzeit nehmen.

      Grüße

  9. Vielen Dank für Ihre Antwort! Mir geht es darum, dass wir gerade auf Beikost umsteigen und ich langsam die Stillmahlzeiten reduziere. Mein Baby wird nur noch nachts und morgens gestillt. Im ersten Lebensjahr möchte ich im Ernährungsplan meines Kindes auf Fleisch und Milchprodukte verzichten, das habe ich in meiner vorherigen Nachricht vergessen zu erwähnen. Daher die Frage nach der Dosierung und die Empfehlung eines B12 Präparates für mein Kind? Vielen Dank.

  10. Lieber Herr Rotter,
    ich lebe seit vielen Jahren vegan. Ich habe in der Schwangerschaft und in der Stillzeit B12 eingenommen. Meine Blutwerte sind top! Wie schaut die Dosierung für Säuglinge aus, können Sie eine Dosierung und ein Präparat empfehlen? Ich habe bisher voll gestillt und wir fangen gerade mit der Beikost an. Die Präparate die ich geprüft habe sprechen nur eine Dosierungsempfehlung für Kinder aus und nicht für Säuglinge. Vielen Dank!

    • Hallo,

      Säuglinge erhalten ihr B12 über die Muttermilch, solange Sie stillen und ihre Werte gut sind, ist also keine Substitution nötig.
      Unsere Empfehlungen finden Sie im Artikel „Schwangerschaft und Stillzeit“ in dieser Rubrik.

      Grüße

  11. Stephanie Terstiege:

    Guten Abend….

    ich hatte am 20.07.2014 eine Schlauchmagen-Op, Abnahme bis jetzt 60kg. Mein letzter B12 Wert beim Hausarzt und beim Endokrinologen lag bei 295. Der Homo-CT Wert wurde nicht bestimmt, da der Blutwert ja noch im Refferenzbereich lag. Auch auf meine „Beschwerden“ wie Müdigkeit, Gereiztheit, Erschöpfung, Heisshunger auf Süßes wurde nicht eingegangen. Mein Adipositas-Chirurg empfahl mir B12 spritzen zu lassen. Da ich selber aus dem medizinischen Bereich komme, habe ich keine Probleme damit mir B12 s.c. zu spritzen. Allerdings hat man mir in der Apotheke Vitamin B12 Lichtenstein 1000µg/ml verkauft, mit dem Wirkstoff Cyanocobalamin. Nachdem ich Ihre Seite ausführlich gelesen habe, frage ich mich ob nicht ein Präparat mit dem Wirkstoff Hydroxocobalamin besser für mich geeignet wäre. Vielleicht können Sie mir dazu Auskunft geben, auch in welcher Dosierung Sie es empfehlen würden. Vielen Dank.

    Liebe Grüße
    Stephanie Terstiege

    • Hallo,

      Genrell halten wir Hydroxocobalamin für den deutlich besseren Wirkstoff.
      Cyanocobalamin ist aber auch wirksam – da Sie das Präparat ja nun schon haben, können Sie auch dieses verwenden.
      Es findet eine leichte Cyanidbelastung statt und es wird sehr viel weniger B12 tatsächlich aufgenommen.

      Im Bereich „Präparate“ finden sie unter „Injektionen“ eine genaue Anleitung zur Dosierung von Injektionen.

      Grüße

  12. Hallo,
    Ich lebe seit über 2 Jahren vegan und supplementiere bis dato nicht, habe meine Blutwerte checken lassen habe eine Schilddrüsenunterfunktion und der Vitamin B12 Wert liegt bei 145,9 pg/ml! Der Arzt hat gesagt, ich solle mir einfach ein Vitamin 12 Präparat zulegen, da der Wert leicht zu niedrig sei! Bei meinen Internet Recherchen stelle ich aber eindeutig fest, dass der Wert ja deutlich zu niedrig ist! Kann man dann schon von „erkennbaren“ Symptomen sprechen und reicht eine normale supplementierung überhaupt aus?

    • Hallo,

      wann Symptome auftreten ist sehr unterschiedlich – der Serums-Test ist hier sehr ungenau.
      Sie können das durchaus mit Präparaten in den Griff bekommen.
      Oral mit einer Dosis von mindestens 500 µg.

      Grüße

  13. bin 55 u.diab.2, nehme z. zt. mettformin 1000 2 x täglich, spritze abends 33 ml lantus, 1 losar plus 100/25 mg. habe seit langem ständig durchfall, arzt weiss das.habe nun im intern. gesehen gibt laktosefreies metformin, werde mir dieses nun besorgen. nun „endlich“ mein riesiges problem, habe ganz schlimmen harausfall, habe wie dies meinem arzt mehrfach geschildert, er hat mir 1000mg vitamin b12 in kapselform angeraten. ist das sinnvoll? habe in 5 monaten 22 kg abgenommen. um zu reduzieren habe ich umgestellt nichts fettiges, wenig geflügel, fisch viel gemüse, obst, milchprodukte vertrage ich auch nicht gut esser aber als brotaufstrich quark. keine süßigkeiten, kein kuchen nichts. wäre alles ganz ok, ach da ist noch was habe einen entzündungswert von 28,8 aber niemand kann etwas finden. fühle mich hilflos!!! mein haarausfall macht mir neben all den anderen widrigkeiten am meisten zu schaffen.habe zahnärztl. abklären lassen, schilddrüse usw. hoffe nun auf ihren rat.
    danke

    • Hallo,

      Metformin behindert die B12-Aufnahme.
      Ein B12-Test wäre also sinnvoll. (Holo-TC im Blut oder MMA im Urin)
      Vermutlich liegt ein Mangel vor.

      1000µg oral sind machbar, sollte ihr Haarausfall mit dem B12 zusammenhängen, sind aber sicher Injektionen nötig.
      Haarausfall bei Frauen kann durch B12 rückgängig gemacht werden – hier zum Beispiel eine englische Doku zu dem Thema:
      https://youtu.be/klobLSxv6i0?t=3m46s

      Grüße

  14. Hallo,

    ich nehme seit 5 Jahren Pantoprazol, da ich einen Zwerchfellbruch habe, mit Barett Syndrom. Ausserdem habe ich auch noch Divertikel im Darm. Ich vermute, daß ich dadurch nicht genügend Vitamin B12 aufnehmen kann. Leider ist mir aus zeitlichen Gründen nicht gelungen mir beim Arzt Injektionen geben zu lassen. Würden mir die Sunday NaturalB12 500 Kapseln auch helfen?
    Vielen Dank schonmal!

    • Hallo,

      500 µg sind auch bei leichten Aufnahmestörungen oder Pantoprazol eine sinnvolle Ergänzung.
      Injektionen würden Sinn machen, um die Speicher wieder aufzufüllen, wenn bereits ein starker Mangel besteht.
      Dies könnte nur ein Test zeigen.

      Grüße

  15. Guten Abend,
    gibt es ggf. Nahrungsmittel etc., die die Aufnahme des Vitamin B12 (bei mir als Spray) behindern? Ich hatte irgendwo etwas von Vitamin C gelesen… Die Einnahme eine halbe Stunde vor und nach der Mahlzeit ist ja bekannt, aber wenn man ein Glas Apfelsaft getrunken hat z.B… ist das ungünstig?
    Danke für die Info und Grüße
    A. Bolanz

    • Hallo,

      B12 reagiert offenbar empfindlich bei gleichzeitiger Einnahme großer Dosen Vitamin C.
      Ein Glas Apfelsaft würde ich für unproblematisch halten.

      Grüße

  16. Hallo,

    ich hatte bereits einen Serumstest machen lassen, bei welchem ein Wert von 300pg/ml rauskam. Sie hatten empfohlen noch einen Holo TC Test zu machen. Dabei kam ein Wert von 37,1 pmol/l raus. Was wäre nun ihre Empfehlung?

    • Hallo,

      das liegt im Graubereich, also ggf. leicher Ergänungsbedarf. (z.B. 250 µg/Tag)

      Grüße

  17. hallo,
    mein mann (53) colitis (z.ZT stillstand und keine medis) Diabetiker (Metformin) und vegan seit 2 jahren. was ist bei dieser kombi die richtige dosierung?
    liebe grüße
    frau schäfer

    • Hallo,

      500 – 1000 µg pro Tag.
      Eventuell Sunday B12 + Ca verwenden, da dies den Effekt des Metformin etwas reduziert.

      Viele Grüße!

  18. Hallo,

    ich würde Sie gerne um Ihren Rat bitten. Da ich mich seit Monaten müde, schlapp und energielos fühle, habe ich schon verschiedenen Dinge beim Hausarzt prüfen lassen. Anfangs kam eine Schilddrüsenunterfunktion raus. Mittlerweile bin ich gut eingestellt. Allerdings sind die meisten Symptome immer noch da, ich könnte jede Nacht 10-12 Stunden schlafen und bin immer noch müde, fühl mich total schlapp, manchmal sogar leichtes Schwindelgefühl und Kopfschmerzen. Jetzt hatte ich noch die Überlegung ob es an Vitamin B12 liegen kann (bin Vegetarier) und habe daher ein Test machen lassen. Es kam ein Serums Wert von 300pg/ml raus. Mein Ärztin meinte das ist völliger Normwert es müsste nichts gemacht werden. Nach einiger Recherche denke ich aber eher, dass ich etwas machen sollte. Ich habe Berichte gelesen wo Leute bereits bei Werten von 300-400 Spritzen bekommen haben. Was für eine Dosis und in welchen Abständen würden sie empfehlen, dann würde ich basierend darauf noch einmal mit meiner HA sprechen.

    Vielen Dank

    • Hallo,

      das Problem ist, dass der Serumtest nur bei niedrigen Werten aussagekräftig ist. Selbst bei 300 pg/ml kann noch ein Mangel vorliegen.
      Sicherheit hätten Sie mit einem Holo-TC-Bluttest oder einem MMA-Urintest.

      Grüße

  19. mirjam albisser meier:

    sehr geehrter herr rotter
    vielen dank für ihre antwort und den hinweis.
    schöne grüsse
    m.albisser meier

  20. miriam albisser:

    Hallo
    Bei mir, 44, wurde erstmals vor 4 Jahren ein B12 Mangel in der schwangerschaft entdeckt, da das Eisen immer sehr tief war. Nun bekomme ich seit über 2 1/2 jahren mit Injektionen. Anfangs monatlich, seit 1 1/2 Jahren im 3-monats rhytmus. trotzdem war der wert vor 2 monaten bei 184. nun möchte ich auf die tägliche,orale Form wechseln. Symptome waren und sind zum teilabgeschwächt noch Müdigkeit und Einschlafschwierigkeiten, tiefe Eisenwerte ( auf Infusion wird verzichtet, da allergish reagiert)und Infektanfälligkeit.
    Was empfehlen Sie mir?
    Herzl. Gruss

    • Hallo,

      leider haben Sie keine Einheiten angegeben, aber ein Serums-Wert von 184 pg/ml wäre noch immer nicht besonders gut.
      Eventuell ist die Dosierung zu gering gewählt worden – monatliche Inketionen wären in ihrem Fall wohl sinnvoller gewesen.

      Ich würde zu 500µg/Tag raten, um den Magel erstmal schnell zu beheben.
      Nach 2-3 Monaten sollte erneut getestet werden, um sicherzugehen, dass Ihr Körper das B12 auch oral korrekt aufnimmt.

      Grüße

  21. Hallo Herr Rotter!
    Herzlichen Dank für Ihre Antwort.
    Mein Holo-TC Wert im Blut beträgt aktuell 128 pmol/l. Da ich aufgrund des Stillens jedoch die tgl. Supplementierung nicht unterbrechen wollte, habe ich vor der Blutentnahme nicht mit der Einnahme des B12 pausiert.
    Hat der Wert nun trotzdem Aussagekraft?
    Ist mein Holo-TC Wert zu hoch?
    Wenn ja, was hat dies für Konsequenzen?
    Wie lange sollte man bei oraler Supplementierung pausieren vor einer Blutentnahme? Wie lange bzgl. des MMA-Urintests?

    Ich danke Ihnen sehr für Ihre Mühe!
    Freundliche Grüße!

    • Hallo,

      entschuldigen Sie die späte Antwort.
      Der Wert ist recht hoch, aber unbedenklich.

      Vor einer Blutabnahme sollte 10 Tage pausiert werden, was Sie bei ihrem Wert bedenkenlos tun können.

      Grüße

  22. Hallo!
    Ich (Veganerin) bin vollstillende Mutter eines zwei Monate alten Säuglings.
    Ich supplementiere B12 täglich mittels eines Vitamin-B-Komplexes, der u.a. 400mcg Methylcobalamin enthält.
    Reichen die 400mcg tgl. aus oder würden Sie sicherheitshalber doch auf 500mcg gehen?
    Freundliche Grüße und herzlichen Dank!

    • Hallo,

      es ist schwer zu sagen, wie gut ihre Aufnahme ist, daher kann man darauf keine klare Antwort geben.
      Normalerweise sollen auch 400 µg ausreichen

      Grüße

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